Marktplatz (Schwandorf)
| Marktplatz | |
|---|---|
| PLZ/Ort: | 92421 Schwandorf |


Marktplatz ist der Name einer Straße in Schwandorf.
Namensherkunft
1884 durch Beschluss des Magistrats so benannt.
Geschichte
Der öde und freie Platz zwischen dem Markt Schwandorf, heute Breite Straße, und der Veste Schwandorf, heute Pfarrkirche St. Jakob, wurde nach dem Magdalenhochwasser vom 22. Juli 1342 bebaut. Erste Maßnahmen auf dem deutlich höher gelegenen Gelände sind ab 1347 an der Ostseite des heutigen Platzes nachweisbar. Um die aus geografischen Gründen konzipierte Dreiecksform des Platzes errichteten die Bürger ihre Wohnhäuser. Etwa um 1380 war auch der westliche Teil besiedelt und der Platz vollendet. An dessen Nordspitze stand der Bergfried der Veste, seit 1483 als Kirchturm gebraucht. Den Stadtbrand von 1504 überstanden nur wenige aus Stein gebaute Gebäude, so große Teile der Pfarrkirche, der Pfarrhof sowie die Taferne zum weißen Schwan. Möglicherweise auch das alte Rathaus in der Mitte des Marktplatzes. Auf den Ruinen entstanden zunächst hölzerne Häuser, die nach und nach durch Sandsteinbauten erneuert wurden.
1866 befanden sich am Marktplatz zwei Röhrenkasten mit Einfassungen aus Granit, zu denen das Wasser in hölzernen Röhren aus einer Quelle am Fuße des Kreuzberges geleitet wurde. Sowohl der Marktplatz als auch die Haupt- und Nebenstraßen waren mit reinlichem Kieselpflaster belegt, das aber infolge des früheren großen Verkehrs ziemlich ausgenützt war.
Mit dem Bau des städtischen Wasserturms, 1909, und der zugehörigen Wasserleitungen zu jedem Haus ist der Brunnen am Platz verschwunden. Durch eine großzügige Spende konnte ein neuer Stadtbrunnen errichtet werden. Seine Einweihung feierten die Schwandorfer am 10. September 1982 mit einem großen Brunnenfest.
Mit einem Glockenspiel ehrt die Stadt Schwandorf ihren berühmten Sohn Konrad-Max Kunz, den Komponisten der Bayerischen Staatshymne. Am 27. Mai 1990 erfolgte die Einweihung. Seitdem erklingt das "Lied der Bayern" zweimal täglich.
Ein geodätischer Referenzpunkt liegt im Zentrum des Marktplatzes auf 362.00 m ü. NHN Normalhöhe (DHHN2016), 362.04 m ü. NN (DHHN12) und 408.24 m ü. Ellipsoid (GRS80-Ellipsoid)
Seit Juni 2018 steht auf der Verkehrsinsel beim Glockenspiel ein öffentlicher Bücherschrank. Hier kann man Bücher hineinstellen, aber auch kostenfrei mitnehmen. Der Schrank entstand auf Initiative des Jugendbeirats der Stadt, ausgeführt wurde er durch die Praxisklasse der Kreuzbergschule Jahrgang 2017/18 und aufgestellt durch den Städtischen Bauhof.
Kunst im öffentlichen Raum
- Auf Anregung der SBS-Planungsgemeinschaft wurden 1984 bei der Sanierung des Pflasters des Marktplatzes Ornamente als „Malerei mit Pflaster“ eingelassen, die auf traditionsreiche Betriebe hinweisen. Dies sind: ein Posthorn bei Hausnummer 3, eine Kaffeetasse bei Hausnummer 5, eine Äskulapschlange bei Hausnummer 6, ein Bierkrug bei Hausnummer 7, eine Breze bei Hausnummer 9 und ein Schwein bei Hausnummer 10. Diesen sechs Mosaikbildern sollten weitere folgen. Bis heute wurden nur zwei Mosaike hinzugefügt: zwei stilisierte, gekreuzte Pferdeköpfe bei Hausnummer 4 und das Zunftzeichen der Kaminkehrerinnung bestehend aus einem stilisierten Besen in den Farben rot, gelb, blau und grün für Brandschutz, Betriebssicherheit, neutrale Beratung und Umweltschutz sowie zwei Schultereisen, bei Hausnummer 31.
- Stadtbrunnen – der Benedikt-Brunnen wurde 1982 aus Flossenbürger Granit errichtet. Auf seinem Mittelsockel steht eine Bronzestatue den Hl. Benedikt darstellend. Das Wasserbecken ist ein Achteck mit jeweils 2 Meter Seitenlänge. An den Beckenwänden sind das Stadtwappen sowie das Wappen der Familie Röls eingemeißelt. Dazu ein Mühlrad und eine Inschrift, die auf den Stifter Dr. jur. Ludwig Kuttner, hinweist. Gestaltet wurde der Brunnen vom Bildhauer Rolf Nida-Rümelin, München, die Statue gegossen hat die Gießerei Mayer, München, ausgeführt wurden die Arbeiten von der Firma Richter und Borcherdt, Brunnenbau, in Neu-Isenburg.
- Glockenspiel – das Konrad-Max-Kunz-Glockenspiel wurde im Mai 1990 aufgestellt. Es stellt eine 5 Meter hohe auf einem Sockel stehende Säule dar. An deren oberen Ende befindet sich ein Kranz an dem 10 Glocken hängen. Die Glocken sind so gestimmt, daß ihr Zusammenspiel die Melodie der Bayerischen Staatshymne ergibt. Es ist ein Bronzeguß, der vom Schwandorfer Künstler Peter Mayer gestaltet wurde. An den vier Seiten des Sockels sind eingelassen: 1. das Portrait von Konrad Max Kunz, 2. Eine Darstellung des Blasturms, der Geburtsstätte des Komponisten, 3. Seine Lebensdaten geboren 1812 in Schwandorf und gestorben 1875 in München, 4. Konrad Max Kunz ist eng verbunden mit dem Gesangvereinswesen seiner Zeit. Seine bekannteste Komposition ist das „Lied der Bayern“. Es wurde 1862 anläßlich des 44. Verfassungstages in München uraufgeführt.
Gebäude/Einrichtungen/Firmen
Einzelnachweise
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