Stegen (Schwandorf)

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Stegen
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PLZ/Ort:92421 Schwandorf
Belag:Asphalt
Verkehrsbedeutung:Straße an und in Wohngebieten
Die Daten aus dieser Infobox stammen aus OpenStreetMap. Die Daten sind unter einer offenen Lizenz frei verwendbar und wurden letztmals abgerufen am 2026-01-17T18:29:25+01:00.

Stegen ist ein Ortsteil der Stadt Schwandorf im Landkreis Schwandorf.

Lage

Stegen ist ein Ortsteil der Stadt Schwandorf. Der Weiler liegt 6 km südlich der Stadt Schwandorf und 500 m südwestlich von Klardorf an der Naab.

Die Pfalz-Neuburgische Landesaufnahme: Das Pflegamt Burglengenfeld (Hauptkarte), Stegen
Stegen bei Klardorf, 2023

Schreibweise

Neumühle, Müller am Pühl, Stegn, Stegenmühle

Namensdeutung

Stegen leitet sich von Stegen (schmale Brücke) über die Naab ab.

Geschichte

1120 wird Stegen als molendinum unum apud Stegen genannt. Als eine Mühle bei Stegen.[1] 1150 gab Rudolf von Osterhoven dem Kloster Prüfening ein Gut in Stegen.[2] 1160 Gebehart von Stegen ist Zeuge, dass Chunrad von Buchenloh dem Kloster Prüfening einen Zins verspricht von 5 Pfennig.[3] [4] 1190 wird Alheit zu Stegn genannt.[5]

In Stegen befand sich einst ein Eisenhammer. Gebhart Reich wird 1387 mit einem Hammer zu Stegen genannt.[6]

1414 übergeben Dietrich und Kunrad, des Perheinzlins Söhne von der Neumühle den Acker neben der Hühnerwies und auf den Strom stoßend dem Gotteshaus und Heiligen zu Wiefelsdorf. 1486 zinst Hans Miller von Stegen nach Prüfening. Er verkauft die Mühle an Hans Verzl um 300 Gulden. 1557 gibt der Müller am Pühl einen Schilling und 5 Pfennig Zins für Zehent. 1559 gibt der Müller von Stegen für großen und kleinen Zehent nach Wiefelsdorf 2 Schilling 10 Pfennig. Früher wurde das Anwesen auch Neumühle und danach Mühle am Pühl genannt.

Bei Plaß steht „Eigentümlich erscheint, dass in Stegen bei Deuerling und in Stegen bei Neunburg wie Stegen bei Klardorf, große Mühlen und Adelssitze sind.“ Welche Untertanen zu dieser Hofmark gehörten konnte nicht erforscht werden; wahrscheinlich stammt der „Maierhof“ in Klardorf und der „Hofbauer“ in Zielheim aus jener Hofmarkszeit. Auf der Stegenmühl saß einst Hans Wolfenter.

Im Jahre 1600 wurde ein Ertrunkener beerdigt, der in der Stegen an der alten Wehr hängen geblieben war. 1637 kaufte das Gut, das öde, unbewohnt und unbestellt war, Johann Friedrich Fabricius zu Altenstadt, Rittmeister und Hofrat. 1654 wurden die Brücken über die alte Naab von Grund auf mit 3 Joch um 130 Gulden neu gebaut. Vor Fabricius saß auf der Mühle Peter Weindinger und nach diesem Hans Weindinger. Die Familie Weindinger war von 1576 – 1699 auf der Mühle, jedoch wie es scheint nur als Pächter oder Erbpächter. 1690 zahlte Georg Weindinger von der Mühl 1 Gulden 1 Schilling 20 Pfennig, eine Fastnachthenne an Großen Zehent und zur Kirche Klardorf 4 Schilling.

Von 1699 hatten die Mühle die Familie Pertold bis 1740 inne, ab 1751 die Familie Deyerl und ab 1766 Fenzl, dann ab 1792 Keck. Keck heiratete eine Tochter des Müllers Pertold von Burglengenfeld, dort ist 1778 vermerkt, dass er früher in Stegen als Müller war.

Im Jahre 1839 erwarb die Mühle Karl Bauer. Karl Bauer war auch Landrat. Sein Sohn Hubert Bauer verkaufte den Besitz 1897 an den Fabrikanten Böttcher, der die Mühle zu einer Holzpappenfabrik umgestaltete, die mit 5 Turbinen und einer Dampfmaschine betrieben wurde. Im Vorderbau befand sich noch eine kleine Mahlmühle. An Stelle des alten Holzwehres wurde ein Wehr aus Beton in den Fluss gebaut.[7] Anstelle der Mühle steht heute ein E-Werk welches das Wasser der Naab nutzt.

Gebäude/Einrichtungen/Firmen

Hausnummer Gebäude

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Schwarz, Tr. Prüfening, Nr. 18
  2. Monumenta boica 13, 41
  3. Monumenta boica 13, 74
  4. Schwarz, Tr. Prüfening, Nr. 194
  5. Baumann, Tr. Reichenbach, Nr. 84
  6. Johannes Laschinger: Transkription der Großen Hammereinung. In: Hirschmann, Norbert, Fleißer, Hannelore, Mahler, Fred: Die Oberpfalz, ein europäisches Eisenzentrum - 600 Jahre Große Hammereinung, Band 12/1 der Schriftenreihe des Bergbau- und Industriemuseums Ostbayern, Theuern 1987, S. 141.
  7. Die Pfarrei Wiefelsdorf, Hans Benl, 1911, S. 224 - 227
Straßennamen in Schwandorf

Breite Straße | Friedrich-Ebert-Straße | Marktplatz | Rathausstraße

In Bubach an der Naab: Am Becher | Am Silbergrub | Bogenweg | Bubacher Ring | Grieslweg | Johann-Feuerer-Weg | Margaretenweg | Münchshofener Straße | Neurieder Straße | Pirzerstraße | Rotleite | Reichlgasse | Sandäckerweg | Spitalangerweg | Thurnweg | Thurnäckerweg | Vorstraße | Zum Schmied

In Büchelkühn: Adlerstraße | Am Lenzgraben | Akeleistraße | Büchelkühner Straße | Bügellohweg | Bussardstraße | Brücklerstraße | Fasanenstraße | Fingerhutstraße | Florastraße | Haidanger | Kreuzfelderstraße | Lange Straße | Oberholzstraße | Reiherstraße | Sanddornstraße | Siedlerstraße | Spechtstraße | Sperberstraße | Starenstraße | Stieglitzstraße | Tratstraße | Veilchenstraße | Zeisigstraße

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In Lindenlohe: Altweg | Asbacher Straße | Imkerstraße | Lindenloher Straße

In Naabeck und Spielberg: Am Berg | Am Kollerberg | Am Spielberg | Naabecker Straße | Naabtalstraße | Schwabstraße | St.-Michael-Gasse

In Waltenhof: Am Birkenfeld | Bründlweg | Fischgasse | Quellweg | Thurnrinnen | Schmidmühlener Straße | Waltenhofer Eck  | Zu St. Bartholomä

In Wiefelsdorf und Strießendorf: Barthlweg  | Benlstraße  | Karlsbergweg  | Leite  | Strießendorfer Straße  | Wiefelsdorfer Straße

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Ehemalige Straßennamen:

Wüstungen: Kreuzbügerl | Rottahof | Ölsenhof