Schwandorf Brotladen

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Ein inzwischen abgebrochenes Gebäude mitten am Marktplatz.

Geschichte

Rekonstruktion Ansicht um 1808

Der öffentliche Brotladen war zunächst gemeinsam mit der Fleischbank, der Stadtwaage und den Feuerlöschrequisiten im Erdgeschoß des alten Rathauses mitten auf dem Marktplatz untergebracht.

Bereits 1792 kaufte die Stadt Schwandorf das Stadtschreiberhaus und richtete das Rathaus ein. Der Gebäudebeschreibung entsprechend fanden hier nur die Ratsstube und die Stadtwaage eine neue Bleibe.

Die Feuerlöschrequisiten wechselten in den alten Baustadel in der Breite Straße. Zurück blieben der Brotladen und die Fleischbänke.

Als 1808 der Beschluß gefaßt wurde, das alte Rathaus bis auf den Erdboden abzubrechen, mußte eine neue Lösung für den Brotladen gefunden werden.

Zum Notbehelfe errichtet man mitten auf dem Marktplatz, etwa an der Stelle wo heute sich der Stadtbrunnen befindet, ein unförmiges, einstöckiges Haus, worin die Bürgerwachstube und der Brotladen zu stehen kamen, ohne auf die öffentlichen Fleischbänke Rücksicht zu nehmen, die seit jener Zeit fehlten.

Noch am Tag der Beschlußfassung des Rathausabbruches erstellte der Zimmermeister Georg Pirzer ein Kostenvoranschlag: „iber einen Thurm auf das Wachthaus alwo die schöner Kloken angebracht werden könne.“

12 Jahre später legt derselbe Meister ein Kostenvoranschlag vor, um den Turm samt der Glocke vom Wachthaus auf das Stadtschreiberhaus hinauf zu machen.

1862, als das Rathaus in die alte Apotheke, heute Stadtmuseum, umzog, wird im Erdgeschoß der Brotladen mit aufgeführt.

Wohin das Wachtlokal umzog ist zunächst ungeklärt. Aber einige Jahre später haben wir einen Nachweis, dass sich die königliche Gendamerie im Anwesen Marktplatz 4 befindet.

Um 1862 scheint das kleine Gebäude bestimmungslos zu sein und so wurde es ein Opfer der Spitzhacke.

Einzelnachweise

Literatur