Bubach an der Naab (Schwandorf)

Aus OberpfalzWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bubach an der Naab (Schwandorf)
Die Karte wird geladen …
Die Pfalz-Neuburgische Landesaufnahme: Das Pflegamt Burglengenfeld (Hauptkarte), Bubach

Bubach an der Naab ist ein Ortsteil der Stadt Schwandorf im Landkreis Schwandorf.

Lage

Bubach an der Naab liegt südlich der Stadt Schwandorf.

2023 Bubach an der Naab mit Waltenhof

Schreibweisen

1179 Puchpach, 1199 Bohbahc, 1225 Puchpach, 1231 Pvchpach, 1270 Nabpuchpach, 1326 Puchbach, 1605 Buechbach[1]

Namensdeutung

Der Ortsname leitet sich von einer Siedlung am Buchenwaldbach ab.[2]

Geschichte

Bubach an der Naab wird erstmals 864 erwähnt. 1179 wird „Wilburgae Comitissae de Puchpach“ erwähnt. 1199 erscheint der Ort als „inuilla Bohbahc que sita est iuxta flumen Nabê“, in dem Dorf Bubach, das bei dem Fluss Naab liegt. Im ältesten Herzogurbar 1231 wird Pvchpach geschrieben.[3] 1270 mussten zwei Höfe zu Nabpuchbach Abgaben leisten.

1610 bildeten Strießendorf mit Wiefelsdorf und mit dem Amt Bubach eine Gemeinde. 1646 war das Dorf durch den 30jährigen Krieg ruiniert und noch sehr viel öde.[4]

Die ehemalige Gemeinde Bubach an der Naab bestand nach dem bayerischen Gemeindeedikt von 1818 aus den Dörfern Bubach und Waltenhof und den Einöden Auhof, Doblergut, Kreuzbügerl und Strengleiten. Die Orte wurden nach der Gemeindegebietsreform vom 1. Mai 1978 zur Stadt Schwandorf eingemeindet.

Sehenswürdigkeiten

Bubach an der Naab, St. Margaretha

Für die erste Kirche in Bubach wird 864 eine Glocke erwähnt.

Am 18. August 1280 schenkte zu Regensburg der Herzog Ludwig dem Kloster Ensdorf das Patronat und die Vogtei über die Kirche in Bubach.

Die katholische Filialkirche St. Margaretha wurde im 14. Jahrhundert im gotischen Stil erbaut. Der Chor ist eingezogen, quadratisch und hat ein Kreuzgewölbe, dessen Rippen aus der Wand herauswachsen. Das Langhaus ist flach gedeckt und hat ein Pflaster von weißen, glatten gebrannten Tonplättchen. 1575 wurde die Kirche abgebrochen 1592 gab es wieder eine Kirche, die immer wieder repariert wurde. Hans Benl, Die Pfarrei Wiefelsdorf in der Gegenwart und Vergangenheit, 1911, S. 187-198

Am Westportal findet sich die Jahreszahl 1721. Die Kirche hat einen Dachreiter. Die drei Altäre und die Kanzel zeigen bäuerlichen Barockstil und stammen wohl aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. Die Kirche ist 21 m lang und soll, die Stehplätze, den Chorraum und die Empore eingerechnet, 350 Menschen fassen. Der Hochaltar, ein Geschenk eines früheren Pfarrers von Wiefelsdorf, zeigt auf einer Inschrifttafel die Worte: „Ad majorem Dei et Bmae Mariae semper Viirginis gloriam et S. Margarethae virginis et martyris honorem aram hanc posuit Wolfgangus Christophorus Mayr, Decanus et parochus in Schwandorf 1695“ „Diesen Altar ließ Wolfgang Christoph Mayr, Dekan und Pfarrer in Schwandorf im Jahre 1695 errichten zum größten Ruhme Gottes und zu Ehren der allerseligsten, immer Jungfrau gebliebenen Maria und der Jungfrau und Märtyrerin Margaretha.“ Auf dem Türmchen hängen zwei Glocken mit den Inschriften: „Johann Gordian Schelchshorn in Regensburg 1688“ und „Johann Erhard Kissner zu Stadtamhof goß mich“.[5]

Filialkirche St. Margaretha in Bubach a.d.Naab ist in der Liste der Baudenkmäler in Schwandorf: D-3-76-161-35 aufgenommen.

Gebäude/Einrichtungen/Firmen

Bei den Anwesen ist der Hausname angegeben, der im Kataster um 1840 niedergeschrieben wurde.

Hausnummer Gebäude
1 „Beim Alten Bäck“
2 „Beim Berghof“
3 „Beim Wirtsöhrl“
4 „Beim Zimmermann“
5 „Beim Schlaferbauer“
6 „Beim Kagerer“
7 „Beim Hirthaus“
8 „Beim Winbauer“
9 „Beim Schneidertoni“
10 „Beim Grabergirgl“
11 „Beim Graber“
12 „Beim Peterhansl“
13 „Beim Hennenmichl“
14 „Beim Dürrigl“
15 „Beim Plößl“
16 „Beim Seebauer“
17 „Beim Liebl“
18 „Beim Schusterwagner“
19 „Beim Grasenhiller
20 „Beim Plank“
21 „Beim Haderlump“
22 „Beim Schmid“
23 „Kirche St. Margaretha“
24 „Beim Weberbartl“
25 „Beim Kramer“
26 „Beim Schreiner“
27 „Beim Reischl“
28 „Beim Wirt“
29 „Beim Kunz“
30 „Beim Kutscher“
31 „Beim Absolom“
32 „Beim Bartlmichl“
33 „Beim Schneider“
34 „Beim Höflermichl“
35 „Beim Merl“
36 „Beim Bösl“
37 „Beim Graberpeter“
38 „Beim Vogl“
39 „Beim Schmid“
40 „Beim Bemmerl“
41 „Bei der Bemmerlkathl“
42 „Beim Bruckes“
43 „Beim Schmid“
44 „Beim Merl“

Persönlichkeiten

  • Andreas Plank, Sohn eines Bäckers aus Bubach, geb. 25. Mai 1790, starb als Stadtpfarrer in Wemding.
  • Peter Reil, Bauerssohn aus Bubach, geb. 12. Mai 1847, starb als Pfarrer von Riekofen am 5. Januar 1910.
  • Andreas Plank, geb. 25. September 1823 in Bubach, war Lehrer in Landau, Pfalz.

Weblinks

Bubach a.d.Naab In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen

Literatur

Hans Benl, Die Pfarrei Wiefelsdorf in der Gegenwart und Vergangenheit, 1911

Einzelnachweise

  1. Bubach a.d.Naab In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
  2. Bubach a.d.Naab In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
  3. Bubach a.d.Naab In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
  4. Hans Benl, Die Pfarrei Wiefelsdorf in der Gegenwart und Vergangenheit, 1911, S. 198-206
  5. Hans Benl, Die Pfarrei Wiefelsdorf in der Gegenwart und Vergangenheit, 1911, S. 61-62
Straßennamen in Schwandorf

Breite Straße | Friedrich-Ebert-Straße | Marktplatz | Rathausstraße

In Bubach an der Naab: Am Becher | Am Silbergrub | Bogenweg | Bubacher Ring | Grieslweg | Johann-Feuerer-Weg | Margaretenweg | Münchshofener Straße | Neurieder Straße | Pirzerstraße | Rotleite | Reichlgasse | Sandäckerweg | Spitalangerweg | Thurnweg | Thurnäckerweg | Vorstraße | Zum Schmied

In Büchelkühn: Adlerstraße | Am Lenzgraben | Akeleistraße | Büchelkühner Straße | Bügellohweg | Bussardstraße | Brücklerstraße | Fasanenstraße | Fingerhutstraße | Florastraße | Haidanger | Kreuzfelderstraße | Lange Straße | Oberholzstraße | Reiherstraße | Sanddornstraße | Siedlerstraße | Spechtstraße | Sperberstraße | Starenstraße | Stieglitzstraße | Tratstraße | Veilchenstraße | Zeisigstraße

In Fronberg: Am Anger | Brauergasse | Eignergasse | Elsstraße | Fronberger Straße | Friedhofstraße | Gärtnerstraße | Johannesleite | Johannisweg | Koiserweg | Maximilianstraße | Randolph-von-Breidbach-Straße | Schmiedgasse | Schulstraße | St.-Andreas-Straße | Tröckelgasse

In Klardorf und Zielheim: Am Bahndamm | Am Lohweihergraben | Am Mühlgraben | Am Rain | Arnikastraße | Brückenweg | Brunnenstraße | Eschenweg | Detterstraße | Faltermeierweg | Farnstraße | Frauenschuhstraße | Feldstraße | Grabenweg | Hainbuchenweg | Haselstraße | Hohe Straße | Holzstraße | Irisstraße | Kammerweiherweg | Klardorfer Straße | Kranzlohäckerweg | Kulturstraße | Laubstraße | Lenzstraße | Lohbachstraße | Mandelgasse | Möwenstraße | Moorweg | Narzissenstraße | Neue Gasse | Pfingstnelkenstraße | Pfingstrosenstraße | Ranawerkstraße | Roidlweg | Rudolf-Danhardt-Straße | Sandgrasstraße | Schwalbenstraße | Schwertlilienstraße | Simmenflur | Sonnenstraße | St.-Georg-Weg | Vogelweide | Weidenweg | Zielheimer Straße

In Lindenlohe: Altweg | Asbacher Straße | Imkerstraße | Lindenloher Straße

In Naabeck und Spielberg: Am Berg | Am Kollerberg | Am Spielberg | Naabecker Straße | Naabtalstraße | Schwabstraße | St.-Michael-Gasse

In Waltenhof: Am Birkenfeld | Bründlweg | Fischgasse | Quellweg | Thurnrinnen | Schmidmühlener Straße | Waltenhofer Eck  | Zu St. Bartholomä

In Wiefelsdorf und Strießendorf: Barthlweg  | Benlstraße  | Karlsbergweg  | Leite  | Strießendorfer Straße  | Wiefelsdorfer Straße

Ortsteile ohne Straßennamen: Altenried | Auhof | Doblergut | Freihöls | Holzhaus | Neuried | Prissath | Schloss Charlottenhof | Haus Lindenlohe | Stegen | Strengleiten | Wöllmannsbach

Ehemalige Straßennamen:

Wüstungen: Kreuzbügerl | Rottahof | Ölsenhof