Nabburg
| Nabburg | |
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Nabburg mit Fluss Naab (2023) | |
| Homepage: | www.nabburg.de |


Nabburg ist eine Stadt in der mittleren Oberpfalz. Sie liegt im Landkreis Schwandorf.
Lage
Nabburg liegt am Fluss Naab auf rund 400 Meter Meereshöhe (Katholische Kirche 409 Meter). Durch die Stadt führt die Staatsstraße 2040 von Neunburg vorm Wald kommend und die in der Venedig einmündende Staatsstraße 2156 von der Bundesstraße B22 von Teunz kommend. Fünf Kilometer nördlich von Nabburg liegt die Stadt Pfreimd. Die Bundesautobahn A 93 Regensburg – Hof führt an Nabburg vorbei. Hier befindet sich eine direkte Autobahnauffahrt. Die Altstadt von Nabburg erhebt sich auf einem Bergrücken. Westlich davon liegt der 524 Meter hohe Keilhauerberg. Die Bundesautobahn A 6 verläuft vier Kilometer westlich von Nabburg und ist über die Anschlussstelle Nabburg West zu erreichen.
Gemeindeteile von Nabburg
Auf eine Angabe von Siedlungstypen[1], wie in Wikipedia üblich, wird verzichtet, da seit 1987 keine Aktualisierung der Daten erfolgt und die Angaben daher veraltet bzw. teilweise überholt sind.
Die Stadtgemeinde Nabburg hat 28 Gemeindeteile:
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Nachbargemeinden von Nabburg
Die Nachbargemeinden von Nabburg sind: Altendorf, Guteneck, Pfreimd, Schmidgaden, Schwarzach bei Nabburg, Stulln und Wernberg-Köblitz.
Aus der Geschichte von Nabburg
Vor- und Frühgeschichte im Raum Nabburg
Wie Bodenfunde belegen, war das mittlere Naabtal bereits in der Mittel- und Jungsteinzeit besiedelt. Fundstücke im Bereich von Schmidgaden, Perschen, Iffelsdorf und Nabburg lassen eine zeitliche Zuordnung von 12.000 vor Christus bis 4.000 vor Christus zu[2].
Slawische und bajuwarische Besiedlung des Raumes um Nabburg
Bereits im 8. Jahrhundert nach Christus treffen im Raum Nabburg slawische und bajuwarische Siedler aufeinander. Die Ortsnamenforschung belegt dies und zeigt auch die langsame Vermischung der verschiedenen Siedlungskulturen[3].
Erste Nennung von Nabburg
Am 30. Juni 929 wird Nabburg erstmals nachweislich urkundlich erwähnt[4]. König Heinrich I. bestätigt in einer Urkunde zwei Schenkung[5]. Nabburg war damals schon ein Burgort, der strategisch günstig am Fluss Naab lag.
Fernstraßen im Raum Nabburg
Der Raum Nabburg war im Mittelalter durch wichtige Fernstraßen gut erschlossen. Hier kreuzten zwei Altstraßen[6]. Die Magdeburger Straße war ein alter Fernweg, dessen Anfänge bis auf die Bronzezeit zurückreichen. Sie verband die Nord-Süd-Richtung und führte im 15. Jahrhundert von Nord- und Ostsee über Magdeburg, Eger, Mitterteich, Tirschenreuth, Neustadt an der Waldnaab, Weiden, Luhe, Wernberg-Köblitz, Nabburg, Schwarzenfeld, Schwandorf, Burglengenfeld, Kallmünz, Regensburg, also der Naab folgend, nach Oberitalien[7].
Im Raum Nabburg kreuzte eine West-Ost-Verbindung die Magdeburger Straße. Von Amberg nach Nabburg verlief die aus Nürnberg kommende Straße auf zwei verschiedenen Routen[8]. Weiter führte sie von Nabburg, hier war wie in Schwarzenfeld ein Naabübergang, über Namsenbach, Mitteraich, Weidenthal, Trichenricht, Maximilianshof, Teunz, Schönsee, Dietersdorf nach Bischofteinitz in Böhmen[6]. Die Bezeichnungen „Saustraß“ (beim Maximilianshof)[6] und „Sautreibergasse“[6] zwischen Teunz und Schönsee deuten auf Viehtransporte hin, die diesen Weg nahmen.
Historische Schreibformen von Nabburg
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Sehenswürdigkeiten
- Historische Altstadt
- Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist (Nabburger Dom)
- Stadtmuseum im Zehentstadel
- Museum im Schmidt-Haus
- Freilandmuseum Oberpfalz
- Edelmannshof in Perschen
Literatur/Quellen
- Nabburg In: Geschichte Bayerns Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
- Maria Götz: Nabburg, Häusergeschichte, Band 1, Auf den Spuren der Vorfahren, München 2023
Weblinks
- Medien in der Kategorie Nabburg
- Luftaufnahmen aus der Oberpfalz
- Nabburg und Gemeindeteile von Nabburg aus der Luft
Commons: Nabburg – Sammlung von Bildern
Commons: Naab – Sammlung von Bildern
Einzelnachweise
- ↑ Es erfolgt keine Verwendung der Siedlungstypen, da die Daten teilweise überholt sind. Die Angaben im Bavarikon werden seit 1987 nicht mehr aktualisiert. (Auskunft Redaktion Bavarikon nach Anfrage vom 4. November 2025).
- ↑ Armin Stroh, Bericht der vorgeschichtlichen Abteilung des Museums Regensburg, VHVO 105, Regensburg 1965, S. 209
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 15
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 22
- ↑ Hauptstaatsarchiv München, Kaiserselekt, Nr. 116
- ↑ 6,0 6,1 6,2 6,3 Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 8
- ↑ Dietrich-Jürgen Manske, Untersuchungen zu früh-, hochmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Fernwegen von Regensburg nach Franken und an den Main in Regensburg, Bayern und das Reich, Verlag Schnell & Steiner, 2010, S. 67
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 9
- ↑ Nabburg In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz