Ledermühle (Nabburg)
Koordinaten: 49° 27' 27.22" N, 12° 10' 54.73" E
| Ledermühle (Nabburg) | |
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Wiesmühle und Ledermühle an der Naab 2018 | |
| Rosi Mühlendatenbank | |
| Adresse: | Ledermühle (Nabburg) 92507 Nabburg |
Ledermühle liegt unterhalb der Stadt Nabburg an der Naab im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz.
Lage
Die Ledermühle liegt an der Naab unterhalb der Stadt Nabburg.
Historische Schreibweisen
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Namensdeutung
Es handelt sich um eine Mühle bei der auch Leder gewalkt wurde.
Geschichte
1473 gibt der Müller Peter Wuled für ein Mühlschwein 1 Pfund 2 Schilling und 1 Schilling Pfennig für eine Weihnachtssemmel und 36 Achtel Korn von der Mühle. Der Müller Contz Mulner reicht 1 Pfund Pfennig 2 Schilling für einen Mühlstein und 1 Schilling Pfennig für 1 Semmel. 24 Achtel Korn von der Mühle und 8 Achtel Korn von der walb müll (Walkmühle). Damit werden die Wiesmühle und die Ledermühle zu Nabburg genannt.[1]
1513 gibt der Müller Ulrich Ruessel von der „Mull vndter den ledrern“ ein Weihnachtswecken und 36 Achtel Kornzins an Mühlzins zur Stadt Nabburg und 1 Pfund 2 Schilling für 1 Mastschwein.[2][3]
1596 wird die Ledermühle im Amtsverzeichnis genannt.[4]
1606 steuerte Michael Zeiller als Erbe des Leonhard Zeiller von der Mühle. Die Ledermühle hatte einen Wert von 750 Gulden. Die Wiesmühle und die Ledermühle hatten 1 Pferd, 2 Ochsen, 2 Kühe, 4 Schweine und steuerten 15 Gulden 48 Kreuzer. [5]
1721 steuerte Andreas Zügner von einem Halbhof und der Mühle, vorher besaß die Mühle Michael Prunner. [6]
1762 war Johannes Gerstner Müller auf der Ledermühle. Er hatte eine 1/8 Mahlmühle mit sechs Gängen und eine Schneidsäge. Sie war Frei-eigen und hatte einen Schätzwert von 1710 Gulden. Er reicht 36 Achtel oder 18 Münchner Schäffel Korn. Der Müller versteuerte seine Profession.[7]
Die Ledermühle gehört zur Stadt Nabburg.
Gebäude/Einrichtungen/Firmen
| Hausnummer | Gebäude |
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Weblinks
- Ledermühle Homepage
- Ledermühle In: BayernAtlas
Literatur
- Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
Einzelnachweise
- ↑ StAAm, Standbuch 29, fol. 1-57
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 310
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 310
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
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