Schmidgaden
Koordinaten: 49° 25' 18.23" N, 12° 5' 31.88" E
| Schmidgaden | |
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Schmidgaden 2016 | |
| PLZ/Ort: | 92546 Schmidgaden |
| Wahrscheinlich fehlt die Wikidata-Verknüpfung: Q546435 (Schmidgaden) | |
Schmidgaden ist eine Gemeinde im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz.
Geographie
Schmidgaden liegt 10 Kilometer nördlich von Schwandorf und 7 Kilometer südwestlich von Nabburg an der Staatsstraße 2040 und an der Straße SAD 24.
Nachbargemeinden
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Gemeindegliederung
Die Gemeinde Schmidgaden hat 18 Gemeindeteile. Gemeindeteile:
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Namensdeutung
Der Ortsname leitet sich von einer Siedlung ab, welche bei einer Schmiede entstand ab.[1]
Historische Schreibweisen
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Geschichte
1123 wird ein „Hermannus de Schmidgaden“ in den Urkunden erwähnt.[2]
1513 5 Anwesen zinsen zum Amt Nabburg. 10 Anwesen gehören zur Mannschaft des Kurfürsten, ein Hof gehört nach Sulzbach und ein Hof zur Predikatur nach Nabburg.[3][4]
1596 gab es 8 ganze Höfe und 7 Halbhöfe.[5]
1606 hatte Schmidgaden 7 ganze Höfe, 1 Halbhof, 9 Güter und die Kadermühle. Sie hatten 24 Pferde, 1 Fohlen, 25 Ochsen, 56 Kühe, 37 Rinder, 12 Schweine, 3 Kälber, 7 Stiere, 252 Schafe und 21 Frischlinge, davon steuerten sie 61 Gulden 56 Kreuzer. [6][7]
1634 gehörten zum Pflegamt Nabburg 17 Anwesen.[8]
1721 gehörten 19 Anwesen mit 24 Häusern zum Ort.[9][10]
1762 hatte Schmidgaden 21 Anwesen mit 10 Inwohnern, einen Pfarrhof, Mesnerhaus, Viehhirten- und Ochsenhirtenhaus mit 3 Inwohnern.[11][12]
1792 gab es 7 ganze Höfe, 11 Halbhöfe, einschließlich einer Mühle, die Kadermühle mit 2 Gängen und einer Schneidsäge, 3 ¼ Höfe, 3 1/16 Höfe und ein Hirtenhaus.[13]
Steuerdistrikte
1808 umfasste der Steuerdistrikt Schmidgaden die Ortschaften Schmidgaden und den Weiler Hartenricht. Es gab 36 Häuser mit 219 Seelen. Es gehörten 305 Morgen Äcker, 80 Morgen Wiesen, 33 Morgen Holz, 2 Weiher, 25 Morgen öde Gründe und Wege dazu. Sie hatten 9 Pferde, 44 Ochsen, 45 Kühe, 60 Stück Jungvieh, 105 Schafe und 36 Schweine.[14]
1811 gehörte zur Obmannschaft Trisching die Orte Trisching, Schmidgaden, Hartenricht und die Schwärzermühle.[15]
Gemeindebildung
1818 wurde die Gemeinde Schmidgaden gebildet. Schmidgaden hatte 35 Familien und Hartenricht hatte 6 Familien.[16]
Zur Gemeinde Schmidgaden gehörte 1828 Schmidgaden mit 30 Wohngebäuden mit 34 Familien und 196 Einwohnern und Hartenricht mit 9 Wohngebäuden mit 7 Familien und 40 Einwohnern.[17]
1842 waren alle Bewohner katholisch. Schmidgaden war Sitz der Pfarrei mit Filialkirchen in Högling und Trisching. Die Schule in Schmidgaden wurde von 49 Werktags- und 51 Sonntagsschülern besucht.[18]
1964 hatte Schmidgaden 118 Häuser mit 697 Einwohnern und Hartenricht 9 Häuser mit 57 Einwohnern.[19]
Am 1. Januar 1971 wurden die Gemeinden Rottendorf, Trisching und Gösselsdorf ohne Götzendorf in die Gemeinde Schmidgaden eingegliedert. Am 1. Januar 1974 wurde die Verwaltungsgemeinschaft Schmidgaden gebildet zu der die Gemeinde Fensterbach gehört. Sitz der Verwaltungsgemeinschaft ist Schmidgaden.
Historische Straßen
- Altstraßen im Bereich der TK 25 6538 Schmidgaden
- Altstraßen im Bereich der TK 25 6538 Schmidgaden/Gesamt
- Altstraßen im Bereich der TK 25 6538 Schmidgaden/Historische Karten
Bilder von Schmidgaden
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Schmidgaden 2016
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Schmidgaden 2016
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Schmidgaden, Kirche Mariä Himmelfahrt, 2016
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Pfarrkirche Schmidgaden
Vereine in Schmidgaden
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Gebäude/Einrichtungen/Firmen
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Sehenswürdigkeiten
- Die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Schmidgaden hat sich aus einer einstmaligen Burgkapelle aus dem 14. Jahrhundert entwickelt. Östlich an der Kirche befindet sich ein Achteckturm. Unter dem achteckigen Turm befindet sich der älteste Bereich des Gotteshauses, die heutige Taufkapelle. Zwei Glocken stammen aus dem 15. Jahrhundert, welche aber 1961 neu gegossen wurden. Eine dritte Glocke wurde 1790 gegossen. Bei Renovierungsarbeiten wurde ein Wappenstein der Paulsdorfer entdeckt. 1993 erhielt die Kirche eine neue Orgel. Die nördliche Friedhofsmauer wurde teilweise im 18. Jahrhundert erstellt. Schmidgaden war 1326 eine Pfarrei kam aber später zu Rottendorf und ist seit 1728 wieder eine eigenständige Pfarrei.
- Skulptur Monument Via Carolina wurde 2008 enthüllt.
Weblinks
- Schmidgaden In: BayernAtlas
- Schmidgaden In: Bavarikon
- Schmidgaden In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
Literatur
- Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
Einzelnachweise
- ↑ Schmidgaden In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
- ↑ Schmidgaden In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 327
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 327
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 327
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 327
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 327
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 327
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 401
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 408
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 414
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 428
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 428
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 428
Hauptstraße | Pfarrer-Willkofer-Str. | Schwarzenfelder Weg
In Rottendorf: In Trisching: In Inzendorf:
Ortsteile ohne Straßennamen: Berghof | Gösselsdorf | Grimmerthal | Hartenricht | Hohersdorf | Kadermühle | Legendorf | Littenhof | Rödlmühle | Scharlmühle | Schwärzermühle | Wolfsbach | Zißlmühle
Ehemalige Straßennamen:
Wüstungen: