Schwarzach bei Nabburg

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Koordinaten: 49° 24' 38.34" N, 12° 13' 35.72" E

Schwarzach bei Nabburg
Schwarzach bei Nabburg 2022
PLZ/Ort:92548 Schwarzach bei Nabburg
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Schwarzach bei Nabburg ist eine Gemeinde im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz in Bayern.

Geographie

Schwarzach bei Nabburg liegt 5,7 Kilometer südöstlich von Nabburg und 6,8 Kilometer nordöstlich von Schwarzenfeld am Fluss Schwarzach. Schwarzach liegt am 461 Meter hohen Hasenberg und 453 Meter hohen Waldelberg.

Historische Schreibweisen

  • 1231 Swartzah
  • 1285 Swarzach
  • 1326 Swartzach
  • 1413 Swarzach
  • 1513 Schwartzach
  • 1606 Schwarzach
  • 1721 Schwarzach
  • 1762 Schwarzach
  • 1792 Schwarzach

Namensdeutung

Der Ortsname leitet sich vom mhd. Gewässernamen Swarzach ab. Es ist eine Siedlung am Fluss der Schwarzach.[1]

Nachbargemeinden

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Schwarzach bei Nabburg hat 15 Gemeindeteile:

  • Öd
  • Ödgarten
  • Richt
  • Sattelhof
  • Schwarzach bei Nabburg

Geschichte

Früh- und Vorgeschichte

Die Gegend um Schwarzach ist uraltes Siedlungsgebiet. Bereits aus der mittleren Altsteinzeit liegen Beweise für die Anwesenheit des Menschen in diesem Gebiet vor. Bei Dietstätt wurde eine frühmittelalterliche, slawische Siedlung und ein intakter Brunnen entdeckt. Im Dokuzentrum „Slawische Besiedlung“ in Weiding finden sich viele Artefakte aus dieser Zeit.

Geschichte von Schwarzach

Im ältesten bayerischen Salbuch des frühen 13. Jahrhunderts gab es das Amt Schwarzach. Die Urbare wurden von Herzog Otto den Erlauchten (1229/37) und von Herzog Ludwig den Strengen (1285) angelegt. Schwarzach wird im ältesten Herzogurbar 1240 als Swartzach mit Abgaben erwähnt. Beim Ort gab es eine Mühle. Der zugrundeliegende Gewässername ist 1129 (Kop. 15. Jh.) als Swarza und 1271 als Swarzach belegt. 1280 wird das Amt Schwarzach mit Abgaben von Höfen und einer Mühle erwähnt.[2] Im Herzogsurbar von 1326 erscheint Schwarzach im Amt Nabburg. Im Zuge fortschreitender Zentralisierung dürfte Schwarzach zum Amt Nabburg eingegliedert worden sein. 1326 hatte Dietrich der Zenger zu Schwarzach, Chraetzlinus und Weig Humlo Höfe inne. Es wird eine Mühle erwähnt.[3]

1413 reichen die Bauern zu Schwarzach an das Amt Nabburg an Walburgis und Michaelis jeweils 2 Pfund 3 Schilling 24 Pfennig und 26 Achtel Korn, 3 Achtel Weiß, 24 Achtel Hafer, 6 Gänse, 15 Hühner und 56 Käse 1 Pfund Eier und 10 Pfennig.[4]

1473 zinst Schwarzach 21 Pfund 5 Schilling 23 Pfennig, 19 Achtel Korn, 21 Achtel Hafer, 2 Achtel Gerste. Es gab 13 Anwesen mit einem Hammermeister, einen Wirt und einer Mühle.[5][6]

1513 war Hans Teuchler der Hammermeister. Er zinste von einem Hammer, einem Lehen und einen Halbhof 7 Pfund 6 Schilling 15 Pfennig. Es gab noch 3 Höfe, 1 Mühle und 6 Häuser.[7][8]

1596 gab es 6 ganze Höfe, 4 Halbhöfe, 1 Hammer und 1 Mühle.[9]

1606 werden 5 Höfe, 3 Güter, 2 Häuser, 1 Taferne und 1 Schmiede genannt. Sie besaßen 4 Pferde, 20 Ochsen, 25 Kühe, 21 Rinder, 20 Schweine, 124 Schafe, 3 Frischlinge und steuerten 50 Gulden 12 Kreuzer. Der Hammermeister hatte ein Gut im Wert von 310 Gulden und zinste 2 Gulden 4 Kreuzer. Es wird auch eine Mühle erwähnt.[10][11]

1634 werden 5 Anwesen genannt.[12]<

1721 werden 3 ganze Höfe, 4 Halbhöfe, 1 Achtzehntelhof, 5 Sechzehntelhöfe, ein Pfarrhaus, ein Schulhaus, ein Wirtshaus, ein Hammermeister, eine Mühle und ein Hirtenhaus genannt.[13][14]

1762 werden 14 Anwesen genannt.[15][16]

1792 gab es 10 Anwesen.[17]

Steuerdistrikte

1808 umfasste der Steuerdistrikt Willhof die Ortschaften Willhof und Schwarzach, die Einöde Stabhof, sowie die königlichen Waldungen Herzogsberg und Hirschfleck und der zum Almosenstift Nabburg gehörenden Waldung in der Gürnitz. Es gab 49 Häuser mit 325 Einwohner. Es gehörten 300 Morgen Äcker, 125 Morgen Wiesen, 200 Morgen Holz, 2 kleine Weiher, 12 Morgen öde Gründe und Wege dazu. Sie hatten 4 Pferde, 61 Ochsen, 72 Kühe, 80 Stück Jungvieh, 60 Schafe und 45 Schweine.[18]

1811 gehörte zur Obmannschaft Schwarzach die Orte Schwarzach, Willhof, Luigendorf, Unterkatzbach, Stabhof und Unterkonhof.[19]

Gemeindebildung

1818 wurde die Ruralgemeinde Schwarzach mit 84 Familien gebildet. Schwarzach hatte 22 Familien, Warnbach hatte 10 Familien, Wölsendorf hatte 19 Familien, Richt hatte 7 Familien, Weiding hatte13 Familien, Dietstätt hatte 9 Familien, Sindelsberg hatte 3 Familien und Sattelhof hatte 1 Familie.[20]

Zur Gemeinde Schwarzach bei Nabburg gehörte 1828 Schwarzach mit 25 Wohngebäuden mit 63 Familien und 255 Einwohnern, Warnbach mit 10 Wohngebäuden mit 10 Familien und 73 Einwohnern und Wölsendorf mit 20 Wohngebäuden mit 20 Familien und 142 Einwohner.[21]

1842 waren alle Bewohner katholisch. Schwarzach war Sitz der Pfarrei mit Filialkirche in Altfalter. Die Schule in Schwarzach wurde von 35 Werktags- und 34 Sonntagsschülern besucht. 1842 waren 69 Familien unter landgerichtlicher Gerichtsbarkeit und 2 Familien unter patrimonialgerichtlicher Gerichtsbarkeit.[22]

1964 hatte Schwarzach 52 Häuser mit 293 Einwohner, Warnbach hatte 9 Häuser mit 54 Einwohner und Wölsendorf hatte 50 Häuser mit 277 Einwohner.[23]

Am 1. Januar 1974 wurden die Gemeindeteile Unterauerbach, Öd, Ödgarten nach Schwarzach eingegliedert. Am 1. Januar 1971 wurde die Gemeinde Altfalter und Weiding zusammengelegt. Am 1. Januar 1975 wurde die Gemeinde Altfalter in die Gemeinde Schwarzach eingegliedert. Am 9. April 1976 wurde die Gemeinde Schwarzach in die Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld eingegliedert.

Einwohnerentwicklung

Jahr 1828 1871 1925 1950 1970 1987
Einwohner 255 404 370 655 1360 1513

Bürgermeister

  • Alois Böhm
  • Hans Gradl
  • Franz Grabinger
  • Michael Wilfahrt

Bilder der Gemeinde Schwarzach bei Nabburg

Historische Straßen

Bau- und Bodendenkmäler

Gebäude/Einrichtungen/Firmen

Hausnummer Gebäude
Müllnerhof
St. Ulrich Kirche

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Schwarzach In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
  2. Schwarzach In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
  3. Google Play, Monumenta boica, S. 585
  4. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 71
  5. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 76
  6. StAAm, Standbuch 29, fol. 1-57
  7. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
  8. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 328
  9. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 328
  10. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 328
  11. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
  12. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
  13. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
  14. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 328
  15. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
  16. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 328
  17. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 328
  18. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 404
  19. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 407
  20. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 414
  21. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 428-429
  22. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 428
  23. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 429

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