Bergelshof
Koordinaten: 49° 26' 44.92" N, 12° 9' 20.23" E
| Bergelshof | |
|---|---|
Bergelshof 2023 | |
| PLZ/Ort: | 92507 Bergelshof |
| Höchstgeschwindigkeit: | 50 |
| Belag: | Asphalt |
| Verkehrsbedeutung: | innerstädtische Vorfahrtstraßen mit Durchfahrtscharakter |
| Wahrscheinlich fehlt die Wikidata-Verknüpfung: Q110160805 (Bergelshof) | |
Bergelshof ist ein Ortsteil der Stadt Nabburg im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz.
Lage
Bergelshof liegt südwestlich von Nabburg an der Straße SAD 26 und Staatsstraße 2040.
Historische Schreibweisen
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Namensdeutung
Der Ortsname leitet sich vom Personennamen Përengēr ab.[1]
Geschichte
Bergelshof wird als „Perngershof“ am 22. April 1406 erstmals schriftlich erwähnt, als der Hof und eine Öde an Niklas dem Romer, Bürger zu Nabburg übergeben wurde. Vorher hatte Chunrad der Romer den Hof inne.[2]
1414 belehnt Pfalzgraf Johann, Herzog in Bayern, Ruprecht Castner, Landschreiber zu Amberg mit der Weiherstatt „vnderhalb des Beringers hof bey Nappurg gelegen“, die zu seiner Herrschaft zu Tännesberg gehörte. Es wurde im gestattet wieder einen Weiher daraus zu machen und weiter zu nutzen, ebenso seine Erben.[3]
1606 werden 2 Höfe und ein Gut erwähnt. Sie hatten 5 Pferde, 13 Ochsen, 9 Kühe, 9 Rinder, 1 Schwein, 81 Schafe und 6 Frischlinge. Die Steuer betrug 12 Gulden und 16 Kreuzer.[4][5]
1721 erscheint Bergelshof im Herdstättenbuch mit 3 Anwesen, 4 Häusern und 4 Feuerstätten.[6][7]
1762 werden im Herdstättenbuch 3 Herdstätten und ein Inwohner, sowie ein Hirtenhaus mit einem Inwohner verzeichnet. Alle 3 Anwesen waren zur Stadt Nabburg grundbar.[8][9]
1792 hatte Bergelshof einen ganzen Hof, zwei Halbhöfe und ein Hirtenhaus.[10]
Steuerdistrikte
1808 entstand die Obmannschaft Brudersdorf mit den Orten Brudersdorf, Diepoltshof, Passelsdorf, Lissenthan, Etzelhof, Bergelshof und Ödhof.[11]
1811 wurden die Steuerdistrikte gebildet. Der Steuerdistrikt Lissenthan bestand aus den beiden Dörfern Lissenthan und Etzelhof, dem Weiler Bergelshof und der Spitalwaldung Herrenberg der Stadt Nabburg. Er hatte 19 Häuser mit 129 Seelen. Es gehörten 220 Morgen Äcker, 45 Morgen Wiesen, 55 Morgen Holz, 1 Weiher, 20 Morgen öde Gründe und Wege. Sie hatten 2 Pferde, 30 Ochsen, 27 Kühe, 45 Stück Jungvieh, 45 Schafe und 20 Schweine.[12]
Gemeindebildung
1818 wurde die Gemeinde Brudersdorf gebildet. Die Gemeinde Brudersdorf bestand aus den Ortschaften Brudersdorf mit 10 Familien, Passelsdorf mit 9 Familien, Diepoltshof mit 7 Familien, Ödhof mit einer Familie, Lissenthan mit 10 Familien, Etzelhof mit 7 Familien und Bergelshof mit 6 Familien.[13]
1828 gab es in Brudersdorf 11 Wohngebäude mit 12 Familien und 67 Einwohnern, in Bergelshof 4 Wohngebäude mit 4 Familien und 26 Einwohnern, in Diepoltshof 7 Wohngebäude mit 8 Familien und 50 Einwohnern, Etzelhof mit 5 Wohngebäuden mit 11 Familien und 51 Einwohnern, Lissenthan 8 Wohngebäude mit 12 Familien und 65 Einwohnern, Ödhof 1 Wohngebäude mit 3 Einwohnern, Passelsdorf mit 6 Wohngebäuden mit 7 Familien und 40 Einwohnern.[14]
1964 hatte Brudersdorf 10 Häuser und 47 Einwohner, Bergelshof 10 Häuser und 55 Einwohner, Diepoltshof 6 Häuser und 37 Einwohner, Etzelhof 6 Häuser und 32 Einwohner, Fraunberg 6 Häuser und 28 Einwohner, Lissenthan 16 Häuser und 100 Einwohner, Obersteinbach 5 Häuser und 30 Einwohner, Passelsdorf 5 Häuser und 25 Einwohner und Ragenhof 4 Häuser und 25 Einwohner.[15]
1946 kam Fraunberg, Karberg, Obersteinbach und Ragenhof von der Gemeinde Iffelsdorf zur Gemeinde Brudersdorf. Der Name des Weilers Karberg wurde am 16.01.1967 aufgehoben. Die Gemeinde Brudersdorf wurde 1972 in die Stadt Nabburg eingegliedert.
Gebäude/Einrichtungen/Firmen
| Hausnummer | Gebäude |
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Weblinks
- Bergelshof In: Bavarikon
- Bergelshof In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- Bergelshof In: BayernAtlas
Literatur
- Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
Einzelnachweise
- ↑ Bergelshof In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- ↑ Stadtarchiv Nabburg, Urkunden Nr. 124
- ↑ Stadtarchiv Nabburg, Urkunden Nr. 144
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 292
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 292
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 292
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 293
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 408
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 399-400
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 412
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 417-418
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 417-418
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