Wiesensüß
Koordinaten: 49° 28' 55.49" N, 12° 13' 42.78" E
| Wiesensüß | |
|---|---|
Wiesensüß 2023 | |
| PLZ/Ort: | 92507 Wiesensüß |
| Verkehrsbedeutung: | Straße an und in Wohngebieten |
| Wahrscheinlich fehlt die Wikidata-Verknüpfung: Q15854377 (Wiesensüß) | |
Wiesensüß ist ein Ortsteil der Stadt Nabburg im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz in Bayern.
Geographie
Wiesensüß liegt sechs Kilometer nordöstlich von Nabburg.
Historische Schreibweisen
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Namensdeutung
Das Grundwort ist das ahd. sieza für Landgut. Das Bestimmungswort ist der mhd. Personenname Wise. Der Ortsname leitet sich von einer Siedlung des Wise ab.[1]
Geschichte
Wiesensüß wird in einer Urkunde erstmals 1399 erwähnt.[2]
1473 zinsten Ulrich Paur, Hans Symas, Jorg Paß und Hans Paß jeweils 1 Schilling Pfennig.[3]
1513 gab es 4 Höfe die jeweils 1 Schilling zinsten. Es werden die Bauern Paul Enderl, Lienhart Kraus, Erhard Peß und Hans Pesel genannt.[4][5] 1596 gab es 4 Höfe.[6]
1606 zinsten Hans Forster, Jakob Zenger, Leonhard Pauer, Stefan Kiener und Georg Vogl von ihren Höfen. Sie besaßen 1 Pferd, 16 Ochsen, 16 Kühe, 10 Rinder, 9 Schweine, 136 Schafe und steuerten 25 Gulden 9 ½ Kreuzer.[7][8]
1634 zinste Paul Erhard, Peter Paumann, Stephan Kiener, Georg Leuttel und Jakob Zenger von ihren Anwesen.[9]
1721 gab es 3 ganze Höfe, einen Halbhof und ein Hirtenhaus. Aus den Höfen saßen Wolf Zenger, Hans Paulus, Andre Paulus, Andre Kiener, Niclas Pauman und Peter Paulus.[10][11]
1762 gab es 5 Höfe auf denen Gabriel Zenger, Hans Georg Paulus, Andreas Kiener, Hans Georg Pauman und Johannes Kraus saßen.[12][13] 1792 gab es 5 Höfe.[14]
Steuerdistrikte
1808 entstand die Obmannschaft Tauchersdorf mit den Orten: Tauchersdorf, Namsenbach, Neusath, Wiesensüß, Perschen, Haselhof, Richtmühle, Kurmhof, Wiesmühle und die ämtischen Untertanen der Stadt Nabburg.[15]
1811 wurden die Steuerdistrikte gebildet. Zum Steuerdistrikt Tauchersdorf gehörten die Orte Tauchersdorf, der Weiler Wiesensüß, die Einöde Kurmhof, das sogenannte Bonnholz am Stelzenbach des Regensburger Domkapitels, der Perschener Kirchenwald, Dölnitz genannt, sowie der Nabburger Stadtkammerwald Wolfsboden. Es gab 15 Häuser mit 96 Einwohner. Es gehörten 100 Morgen Äcker, 40 Morgen Wiesen, 100 Morgen Holz, 3 Weiher, 24 Morgen öde Gründe und Wege dazu. Sie hatten 1 Pferd, 48 Ochsen, 28 Kühe, 26 Stück Jungvieh, 80 Schafe und 20 Schweine.[16]
Gemeindebildung
1818 wurde die Gemeinde Pamsendorf gebildet. Die Gemeinde Pamsendorf bestand aus den Orten Pamsendorf mit 20 Familien, Trefnitz mit 10 Familien, Fuchsendorf mit 10 Familien, Bornmühle mit 2 Familien, Tauchersdorf mit 10 Familien, Wiesensüß mit 7 Familien, Kurmhof mit 2 Familien, Oberpfreimd 16 Familien, Rappenberg 12 Familien und Löffelsberg 7 Familien.[17]
1828 gab es in der Gemeinde Pamsendorf 58 Wohngebäude mit 68 Familien und 394 Einwohnern. Kurmhof hatte 2 Wohngebäude mit 2 Familien und 6 Einwohnern, Löffelsberg 3 Wohngebäude mit 4 Familien und 24 Einwohnern, Oberpfreimd 9 Wohngebäude mit 11 Familien und 64 Einwohnern, Pamsendorf 13 Wohngebäude mit 14 Familien und 98 Einwohnern, Rappenberg 10 Wohngebäude mit 11 Familien und 56 Einwohnern, Tauchersdorf 9 Wohngebäude mit 11 Familien und 54 Einwohnern, Trefnitz 7 Wohngebäude mit 10 Familien und 54 Einwohnern und Wießensüß 5 Wohngebäude mit 5 Familien und 38 Einwohner. Wiesensüß gehört zur Filialkirche Perschen der Pfarrei Nabburg. Alle Bewohner waren katholisch. Die Gemeinde besaß keine Schule. Ihrem Wohnort entsprechend besuchten die Kinder die Schulen in Hohentreswitz, Weidenthal, Perschen oder Pfreimd.[18]
1964 hatte die Gemeinde Pamsendorf 54 Häuser und 297 Einwohner. Häuslberg hatte 2 Häuser mit 9 Einwohnern, Kurmhof war unbewohnt, Löffelsberg hatte 4 Häuser mit 19 Einwohnern, Oberpfreimd 7 Häuser mit 43 Einwohnern, Pamsendorf 14 Häuser mit 76 Einwohnern, Rappenberg 9 Häuser mit 44 Einwohnern, Tauchersdorf 9 Häuser mit 57 Einwohnern, Trefnitz 6 Häuser mit 31 Einwohnern und Wiesensüß 3 Häuser mit 18 Einwohnern.[19]
Am 1. Januar 1971 wurde die Gemeinde Pamsendorf und Hohentreswitz zusammengelegt. Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Hohentreswitz augelöst und kam zur Stadt Nabburg.[20]
Historische Straßen
Weblinks
Commons: Wiesensüß – Sammlung von Bildern
- Wiesensüß In: BayernAtlas
- Wiesensüß In: Bavarikon
- Wiesensüß In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- Wiesensüß In: Geschichte Bayerns, Repositorium
- Topographischer Atlas vom Königreiche Baiern diesseits der Rhein. [36], Pfreimt (1818)
- 186 Karten In: Bayerische Landesbibliothek Online
- Versuch einer Geschichte des Vicedomamtes Nabburg In: MDZ, Digitale Bibliothek
Literatur
- Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
Einzelnachweise
- ↑ Wiesensüß In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
- ↑ Wiesensüß In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
- ↑ StAAm, Standbuch 29, fol. 1-57
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 338
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 338
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 338
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 338
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 338
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 409
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 402
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 414
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 426
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 426
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 437
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