St. Georg (Nabburg)

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Koordinaten: 49° 27' 6.92" N, 12° 10' 46.29" E

St. Georg (Nabburg)
Friedhofskapelle St. Georg (2023)
Adresse:Mittelschulstraße
92507 Nabburg
BLfD-ID:D-3-76-144-65
Wahrscheinlich fehlt die Wikidata-Verknüpfung: Q41422082 (St._Georg_(Nabburg))
Innenansicht St. Georg (2023)

St. Georg ist eine Friedhofskapelle in Nabburg im Landkreis Schwandorf. Das römisch-katholische Kirchenbauwerk steht unter Denkmalschutz und ist unter der Denkmalnummer D-3-76-144-65 als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen. Die Friedhofskapelle in Nabburg gehört zum Bistum Regensburg.

Lage

Die Kirche St. Georg liegt in der südwestlichen Vorstadt von Nabburg erhöht auf einem Hügelvorsprung. Der Zugang erfolgt über die Mittelschulstraße.

Beschreibung des Gotteshauses

Baukörper

Der östlich vorgelegte Turm von St. Georg ist romanischen Ursprungs [1]. Der langgestreckte aus Bruchsteinen errichtete Saalbau hat eine Flachdecke mit Rahmenstuck aus dem 18. Jahrhundert. Das Langhaus mit Sakristei bedeckt ein Pyramidendach. Im oberen Geschoss befindet sich ein Glockenstuhl [2].

Ausstattung Innenraum

Im Innenraum der Kirche befindet sich ein von Säulen flankierter Rokokoaltar. Das Altarblatt zeigt den hl. Georg von Engeln getragen[3]. Die Predella, also der Sockel des Altars und der Tabernakel wurden in späterer Zeit hinzugefügt. Über dem Tabernakel befindet sich eine kleine Alabasterfigur der Muttergottes mit dem Kinde. Auf einer dort angebrachten Notiz findet sich folgender Text: Dißes Altar hat Jungfrau Anna Barbara Dißlerin Spittalerin alhie auß dern aignen willen under libation(?) Joh. Caspar Antoni Schmitt(?) … Stadtschreibers und Spitalverwalthers der orthen durch den kunsterfahrenen Heinrichen Adam Croneiß machen lassen und ausfyren lassen den 14. February anno 1759 [4]. Auf dem Nebenaltar zeigt das Altarblatt den hl. Johannes Nepomuk.

Epitaphreliefs und Grabsteine

Insgesamt befinden sich neun Epitaphreliefs und Grabsteine am Kirchengebäude [5]:

  • Rotmarmorepitaph des 1521 verstorbenen Priesters Petrus Thurschel [6].
  • Grabstein des Wolff Schuls, Sohn des Georg Schuls, Bürger des Rats der Stadt Nabburg, verstorben am 22. Juni 1591
  • Grabstein des Georg Schuls, Bürger des Rats der Stadt Nabburg, ohne Sterbedatum
  • Epitaphrelief des Heinrich (?) Vischer, verstorben am 11. Juli 1603
  • Grabstein des Andreas Süeckhel, kurfürstlicher Gerichtsschreiber, verstorben am 10. August 1640
  • Grabstein des Johann Benno Freiherrn von Hörwarth auf Hohenburg, Planckh und Zeholtzen, kurfürstlicher Kämmerer, verstorben am 9. August 1694
  • Grabstein des Sebald Joseph Perger, kurfürstlicher Oberumgelter, also Verwaltungsbeamter und Gerichtsschreiber, verstorben am 15. November 1707
  • Grabstein des Dekans Georg Thomas Lenz, verstorben am 28. August 1740
  • Grabstein der Freifrau Franziska von Anethan, geb. Freiin von Saur von Zangenstein, verstorben am 5. Dezember 1803

Literatur

  • Georg Dehio, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Bayern V, Regensburg und Oberpfalz. Deutscher Kunstverlag, München 1991, ISBN 3-422-03011-5
  • Georg Hager, Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Zweiter Band, Regierungsbezirk Oberpfalz und Regensburg, XVIII Bezirksamt Nabburg, München 1910

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Georg Hager, Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Zweiter Band, Regierungsbezirk Oberpfalz und Regensburg, XVIII Bezirksamt Nabburg, S. 43
  2. Georg Dehio, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Bayern V, Regensburg und Oberpfalz, S. 323
  3. Georg Dehio, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Bayern V, Regensburg und Oberpfalz, S. 323
  4. Georg Hager, Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Zweiter Band, Regierungsbezirk Oberpfalz und Regensburg, XVIII Bezirksamt Nabburg, S. 43
  5. Georg Hager, Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Zweiter Band, Regierungsbezirk Oberpfalz und Regensburg, XVIII Bezirksamt Nabburg, S. 46 bis 49
  6. Georg Dehio, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Bayern V, Regensburg und Oberpfalz, S. 323