Wiesmühle (Nabburg)
Koordinaten: 49° 27' 31.43" N, 12° 10' 58.37" E
| Wiesmühle (Nabburg) | |
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Wiesmühle 2018 an der Naab | |
| Rosi Mühlendatenbank | |
| Adresse: | Wiesmühle (Nabburg) 92507 Nabburg |
Wiesmühle liegt unterhalb der Stadt Nabburg an der Naab im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz.
Lage
Die Wiesmühle liegt an der Naab unterhalb der Stadt Nabburg.
Historische Schreibweisen
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Namensdeutung
Es handelt sich um eine Mühle die auf Wiesenland gelegen ist.
Geschichte
1444 erscheint die Wiesmühle in den Steuerbüchern des Amtes Nabburg als „von der Mül auf der Mulwiesen“.[1]
1473 gibt der Müller Peter Wuled für ein Mühlschwein 1 Pfund 2 Schilling und 1 Schilling Pfennig für eine Weihnachtssemmel und 36 Achtel Korn von der Mühle. Der Müller Contz Mulner reicht 1 Pfund Pfennig 2 Schilling für einen Mühlstein und 1 Schilling Pfennig für 1 Semmel. 24 Achtel Korn von der Mühle und 8 Achtel Korn von der "walb müll" (Walkmühle). Damit werden die Wiesmühle und die Ledermühle zu Nabburg genannt.[2]
1513 gibt der Müller von der "Wisenmull" ein Weihnachtswecken und 24 Achtel Kornzins an Mühlzins zur Stadt Nabburg. 8 Achtel gibt der Tucher Lengfelder von der Walkmühle, welche bei der Wiesmühle lag. Hans Hebenstreit gibt für ein Mastschwein 1 Weihnachtswecken oder 1 Schilling und 24 Achtel Kornzins.[3][4]
1596 wird die Wiesmühle im Amtsverzeichnis genannt.[5]
1606 wird Georg Herbst auf der „Wißmüll“ genannt. Die Mühle hatte einen Wert von 1350 Gulden. Er besaß 1 Pferd, 2 Fohlen, 3 Kühe und 4 Schweine, wovon er 9 Gulden 40 Kreuzer steuerte.[6]
1721 steuerte Conrad Huebmann von der Mühle und einem Halbhof.[7]
1762 war Johannes Gerstner Müller auf der Wiesmühle. Er hatte eine Mahlmühle mit sechs Gängen und einem Ölstampf oder Leinschlag. Der Schätzwert lag bei 1830 Gulden. Der Müller versteuerte seine Profession.[8]
Steuerdistrikte
1808 entstand die Obmannschaft Tauchersdorf mit den Orten: Tauchersdorf, Namsenbach Neusath, Wiesensüß, Perschen, Haselhof, Richtmühle, Kurmhof, Wiesmühle und die ämtischen Untertanen der Stadt Nabburg.[9]
1811 wurden die Steuerdistrikte gebildet. Der Steuerdistrikt Nabburg II. Sektion bestand aus der Vorstadt Venedig am linken Naabufer, der Einöde Wiesmühle und der Nabburger Stadtkammer Waldung Pirkig. Sie hatte 25 Häuser. Es gehörten 200 Morgen Äcker, 56 Morgen Wiesen, 10 Morgen Holz, 6 Weiher, 30 Morgen öde Gründe und Wege dazu. Sie hatten 5 Pferde, 10 Ochsen, 60 Kühe, 8 Stück Jungvieh und 20 Schweine.[10]
Gemeindebildung
Die Wiesmühle wurde in die Gemeinde Diendorf eingegliedert.
Gebäude/Einrichtungen/Firmen
| Hausnummer | Gebäude |
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Weblinks
- Wiesmühle In: BayernAtlas
- Wiesmühle In: Bavarikon
- Wiesmühle In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
Literatur
- Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
Einzelnachweise
- ↑ StAAm, Fstm. Obere Pfalz, Regierung Amtsbücher und Akten, 1743, fol. 74
- ↑ StAAm, Standbuch 29, fol. 1-57
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 310
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 338
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 409
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 400
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