Namsenbach
Koordinaten: 49° 27' 32.22" N, 12° 12' 56.27" E
| Namsenbach | |
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Namsenbach 2023 | |
| PLZ/Ort: | 92507 Namsenbach |
| Wahrscheinlich fehlt die Wikidata-Verknüpfung: Q15836266 (Namsenbach) | |
Namsenbach ist ein Ortsteil der Stadt Nabburg im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz in Bayern.
Geographie
Namsenbach liegt 2,6 Kilometer östlich von Nabburg.
Historische Schreibweisen
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Namensdeutung
Der Ortsname leitet sich vom ahd. Personennamen Nanso ab. Es ist eine Siedlung des Nanso an einem Bach.[1]
Geschichte
Das Burggeding des Pfalzgrafen Ruprecht III. erstreckte sich am 20. August 1379 bis zu den Ortsgrenzen der Dörfer und Weiler Perschen, Neusath, Namsenbach, Höflarn, Diendorf, Brensdorf, Stulln, Etzelhof, Diepoltshof, Fraunberg und Haindorf.[2]
Am 2. Februar 1422 verkauft Anna, Witwe des Wolfhart des Zenger zu Nabburg ihren Hof zu Namsenbach auf dem der Klainl sitzt und den sie von ihrem verstorbenen Mann geerbt hat an Friedreich dem Rabenstainer, Bürger zu Nabburg.[3]
1444 wird Namsenbach Steuerbuch des Amtes Nabburg genannt.[4]
1473 werden 4 Anwesen in Namsenbach genannt. Sie zinsten 3 Schilling 25 Pfennig. Es werden die Familien Geromt, Manutzn, Forster und Plydl genannt.[5][6]
1513 werden 2 ganze Höfe und 2 Halbhöfe genannt. Die Familien Greutter Zotl, Sendl und Thanhauser bewirtschafteten die Anwesen.[7][8]
1596 wird Namsenbach zusammen mit Neusath genannt. Es gab einen ganzen Hof, 5 Halbhöfe und 1 Söldengütl.[9]
1606 wird Namsenbach gemeinsam mit Neusath genannt. Es gab 2 ganze Höfe, 2 Halbhöfe und 3 Güter. Sie besaßen 1 Pferd, 1 Fohlen, 10 Ochsen, 17 Kühe, 20 Rinder, 1 Schwein, 164 Schafe, 10 Frischlinge und steuerten 28 Gulden 18 Kreuzer. Es werden die Familien Zettel, Ulman, Lorenz, Kraus, Weiß, Seuß und Kreutzerer genannt.[10][11]
1634 zinste die Witwe des Hans Haas 6 Gulden 40 Kreuzer, Georg Zödtl 7 Gulden und Peter Zetl 9 Gulden 20 Kreuzer.[12]
1721 gab es zwei ganze Höfe, 2 Halbhöfe und 1 Hirtenhaus. Die Familien Dobmayer, Zimmermann, Lobinger und Grueber bewirtschafteten die Anwesen.[13][14]
1762 gab es 4 Anwesen und ein Hirtenhaus. Auf den Höfen waren die Familien Dobmayer, Zimmermann, Lobinger und Grueber.[15][16]
1792 gab es 6 Anwesen in Namsenbach.[17][18]
Steuerdistrikte
1808 umfasste der Steuerdistrikt Perschen die Ortschaften Perschen, Neusath, mit dem von Riedelschen Schloß und Namsenbach, dem Weiler Haselhof, der Einöde Richtmühle sowie der nabburgischen Stadtkammerwaldung Ruid und dem Spitalholz der Stadt Nabburg. Es gab 58 Häuser mit 337 Einwohner. Es gehörten 260 Morgen Äcker, 65 Morgen Wiesen, 120 Morgen Holz, 2 Weiher, 15 Morgen öde Gründe und Wege dazu. Sie besaßen 2 Pferde, 96 Ochsen, 30 Kühe, 45 Stück Jungvieh, 70 Schafe und 30 Schweine.[19]
1811 entstand die Obmannschaft Tauchersdorf mit den Orten: Tauchersdorf, Namsenbach Neusath, Wiesensüß, Perschen, Haselhof, Richtmühle, Kurmhof, Wiesmühle und die ämtischen Untertanen der Stadt Nabburg.[20]
Gemeindebildung
1818 wurde die Ruralgemeinde Diendorf gebildet mit 93 Familien. Diendorf hatte 23 Familien, Wölsenberg 8 Familien, Girnitz 10 Familien, Höflarn 9 Familien, Eckendorf 12 Familien, Kumpfmühle 1 Familie, Bärnmühle 1 Familie, Namsenbach 10 Familien und Perschen 19 Familien.[21]
1828 gehörten zur Gemeinde Diendorf 68 Wohngebäude mit 91 Familien und 491 Einwohner. Bärnmühle hatte 1 Wohngebäude mit 1 Familie und 3 Einwohner, Diendorf hatte 15 Wohngebäude mit 20 Familien und 117 Einwohner, Eckendorf hatte 8 Wohngebäude mit 11 Familien und 59 Einwohner, Girnitz hatte 8 Wohngebäude mit 8 Familien und 56 Einwohner, Höflarn hatte 6 Wohngebäude mit 60 Einwohner, Kumpfmühle hatte 1 Wohngebäude mit 1 Familie und 4 Einwohner, Namsenbach hatte 6 Wohngebäude mit 8 Familien und 57 Einwohner, Perschen hatte 15 Wohngebäude mit 22 Familien und 96 Einwohner, Wölsenberg hatte 8 Wohngebäude mit 8 Familien und 39 Einwohner.[22]
1842 waren alle Bewohner katholisch. Diendorf gehörte zur Filialkirche in Perschen der Pfarrei Nabburg. Die Schule in Perschen wurde von 82 Werktags- und 70 Sonntagsschülern besucht. 1842 waren unter landgerichtlicher Jurisdiktion 93 Familien mit 536 Einwohner und unter patrimonialgerichtlicher Jurisdiktion eine Familie mit 9 Einwohner.[23]
1964 hatte die Gemeinde Diendorf 183 Häuser mit 1009 Einwohnern. Bärnmühle hatte 2 Häuser mit 7 Einwohner, Diendorf 67 Häuser mit 420 Einwohner, Eckendorf 9 Häuser mit 49 Einwohner, Girnitz 9 Häuser mit 49 Einwohner, Haindorf 11 Häuser mit 65 Einwohner, Haselhof 5 Häuser mit 21 Einwohner, Höflarn 6 Häuser mit 27 Einwohner, Kumpfmühle 2 Häuser mit 4 Einwohnern, Namsenbach 5 Häuser mit 30 Einwohner, Neusath 31 Häuser mit 145 Einwohner, Perschen 22 Häuser mit 120 Einwohner, Richtmühle 6 Häuser mit 39 Einwohner, Wiesmühle 6 Häuser mit 39 Einwohner und Wölsenberg 6 Häuser mit 25 Einwohner.[24]
Die Gemeinde Neusath mit den Orten Neusath, Haindorf, Haselhof und Richtmühle wurde 1949 aufgelöst und in die Gemeinde Diendorf eingegliedert. Am 1. Januar 1975 wurde die Gemeinde Diendorf in die Stadt Nabburg eingegliedert.
Historische Straßen
Weblinks
- Namsenbach In: BayernAtlas
- Namsenbach In: Bavarikon
- Namsenbach In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
- Namsenbach In: Geschichte Bayerns, Repositorium
- Topographischer Atlas vom Königreiche Baiern diesseits der Rhein. [36], Pfreimt (1818)
- 188 Karten In: Bayerische Landesbibliothek Online
- Versuch einer Geschichte des Vicedomamtes Nabburg In: MDZ, Digitale Bibliothek
Literatur
- Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
Einzelnachweise
- ↑ Namsenbach In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 107
- ↑ Stadtarchiv Nabburg, Urkunden Nr. 166
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 74
- ↑ StAAm, Standbuch 29, fol. 1-57
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 76
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 316
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 316
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 316
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 316
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 316
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 316
- ↑ StAAm, Regierung Amberg Generalakten Nr. 501/17, Untertanen 1792
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 401
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 409
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 409
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 418
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 418
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 418
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