Etzelhof

Aus OberpfalzWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen





Koordinaten: 49° 27' 1.51" N, 12° 7' 58.76" E

Etzelhof
Etzelhof 2023
PLZ/Ort:92507 Etzelhof
Belag:Asphalt
Verkehrsbedeutung:Straße an und in Wohngebieten
Q110182828   Etzelhof  EtzelhofODB_S00037505
Die Daten aus dieser Infobox stammen aus OpenStreetMap. Die Daten sind unter einer offenen Lizenz frei verwendbar und wurden letztmals abgerufen am 2026-03-28T00:37:44+01:00.

Etzelhof ist ein Ortsteil der Stadt Nabburg im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz in Bayern.

Geographie

Etzelhof liegt 3,4 Kilometer westlich von Nabburg.

Historische Schreibweisen

  • 1285 Etzelnhouen
  • 1317 Ezelnhof
  • 1326 Ezelnhof
  • 1596 Etslhof
  • 1606 Etzelhoff
  • 1630 Etzelhof
  • 1712 Ezlhof
  • 1721 Ezlhof
  • 1762 Ezlhof

Namensdeutung

Der Ortsname leitet sich vom ahd. Personennamen Ezzilo oder mhd. Etzele ab. Hof bedeutet ein ländliches Anwesen. Es ist eine Siedlung des Ezzilo/Etzele.[1]

Geschichte

Um 1285 erscheint Etzelhof als „aput Etzelnhouen“ in den Urkunden. Es werden vier Höfe erwähnt. 1317 wird es als „ze Ezelnhof“ und 1326 als „Ezelnhof“ geschrieben. 1326 zahlten die vier Höfe 30 Denare, welche Heinrich Sohn des Otto Cenger besitzt.[2][3]

1513 wird Hans Schreyer zu Götzendorf von einem öden Hof in Etzelhof genannt.[4]

1596 gab es einen ganzen Hof.[5]

1606 gab es 2 Höfe. Sie besaßen 2 Pferde, 2 Ochsen, 3 Kühe, 3 Rinder, 2 Stiere, 1 Kalb und steuerten 6 Gulden 39 Kreuzer.[6][7]

1630 gehörte ein Hof in Etzelhof zur Hofmark Weihern. Sie besaßen 8 Ochsen, 11 Kühe, 14 Rinder, 3 Schweine, 4 Frischlinge und steuerten 9 Gulden 53 Kreuzer.[8]

1634 zinst Mathes Frey 9 Gulden 20 Kreuzer und Hans Schrodt 4 Gulden 48 Kreuzer zum Amt Nabburg. [9]

1712 zinst Michael Englhardt von einem ganzen Hof im Wert von 208 Gulden und Hans Zetl von einem Dreiviertelhof im Wert von 62 Gulden.[10]

1721 besaß Michael Englhardt einen ganzen Hof und Hans Zetl einen Dreiviertelhof. Es gab ein Hirtenhaus. 2 Anwesen gehörten zur Hofmark Weihern.[11][12]

1762 gab es 2 Höfe, die in Besitz des Michael Englhardt und Hans Schmidtpauer waren und zusätzlich zwei Höfe welche zur Hofmark Weihern gehörten.[13][14]

1792 gab es 2 Anwesen.[15]

Steuerdistrikte

1808 umfasste der Steuerdistrikt Lissenthan die Dörfer Lissenthan und Etzelhof, den Weiler Bergelshof und die Spitalwaldung der Stadt Nabburg, Herrenberg genannt. Es gab 19 Häuser mit 129 Seelen. Es gehörten 220 Morgen Äcker, 45 Morgen Wiesen, 55 Morgen Holz, 1 Weiher, 20 Morgen öde Gründe und Wege dazu. Sie hatten 2 Pferde, 30 Ochsen, 27 Kühe, 45 Stück Jungvieh, 45 Schafe und 20 Schweine.[16]

1811 gehörte zur Obmannschaft Brudersdorf: Brudersdorf, Diepoltshof, Passelsdorf, Lissenthan, Etzelhof, Bergelshof und Ödhof.[17]

Gemeindebildung

1818 wurde die Ruralgemeinde Brudersdorf gebildet. Brudersdorf hatte 10 Familien, Passelsdorf hatte 9 Familien, Diepoltshof hatte 7 Familien, Ödhof hatte 1 Familie, Lissenthan hatte 10 Familien, Etzelhof hatte 7 Familien und Bergelshof hatte 6 Familien.[18]

1828 gehörten zur Gemeinde Brudersdorf 42 Wohngebäude mit 57 Familien und 302 Einwohner. Bergelshof mit 4 Wohngebäuden mit 4 Familien und 26 Einwohner, Brudersdorf mit 11 Wohngebäuden mit 12 Familien und 67 Einwohner, Diepoltshof mit 7 Wohngebäuden mit 8 Familien und 50 Einwohner, Etzelhof mit 5 Wohngebäuden mit 11 Familien und 51 Einwohner. Fraunberg mit 4 Wohngebäuden mit 4 Familien und 20 Einwohner.[19]

1842 waren alle Bewohner katholisch. Etzelhof gehörte zur Filialkirche Brudersdorf der Pfarrei Nabburg. Die Schule in Brudersdorf wurde von 48 Werktags- und 47 Sonntagsschülern besucht.[20]

1964 hatte die Gemeinde Brudersdorf 68 Häuser mit 379 Einwohnern. Bergelshof hatte 10 Häuser mit 55 Einwohner, Brudersdorf hatte 10 Häuser mit 47 Einwohner, Diepoltshof hatte 6 Häuser mit 37 Einwohner, Etzelhof hatte 6 Häuser mit 32 Einwohner und Fraunberg hatte 6 Häuser mit 28 Einwohner.[21]

Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Brudersdorf in die Stadt Nabburg eingegliedert.

Historische Straßen

Von Amberg nach Nabburg verlief eine historische Altstraße.

Gebäude/Einrichtungen/Firmen

Hausnummer Gebäude

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Etzelhof In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
  2. Etzelhof In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
  3. Google Play, Monumenta Boica, S. 587
  4. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
  5. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 300
  6. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 300
  7. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
  8. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 365
  9. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
  10. StAAm, Oberpfälzer Landschaft 95
  11. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
  12. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 300
  13. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
  14. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 300
  15. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 300
  16. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 400
  17. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 408
  18. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 412
  19. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 417
  20. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 417
  21. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 417
Straßennamen in Nabburg

Oberer Markt | Obertor | Schmiedgasse

In Bergelshof: Bergelshofer Steig

Ortsteile ohne Straßennamen: Bärnmühle | Etzelhof | Göslmühle | Kumpfmühle | Ledermühle | Richtmühle | Tauchersdorf | Wiesmühle | Windpaißing

Ehemalige Straßennamen: