Gartenriedermühle
Koordinaten: 49° 29' 19.68" N, 12° 27' 1.80" E
| Gartenriedermühle | |
|---|---|
Gartenriedermühle (2025) | |
| Adresse: | 92526 Oberviechtach |
Gartenriedermühle ist ein Gemeindeteil der Stadt Oberviechtach im Landkreis Schwandorf.
Lage von Gartenriedermühle
Die Einöde Gartenriedermühle liegt rund drei Kilometer nordöstlich von Oberviechtach am Fluss Murach. Die Zufahrt ist nur von Pirkhof aus möglich. Rund 600 Meter nordwestlich von Gartenriedermühle liegt der Ort Gartenried[1].
Beschreibung Gartenriedermühle
In einer Beschreibung aus dem Jahre 1810 ist vermerkt[2]:
- 1774: veranlagt mit Gartenried
- 1810: "Gartenriedermühl", 1 Anwesen, 1/4 Mühl mit Schneidsäge
Steuerdistrikte
1808 erfolgte eine Neuordnung des Steuerwesens durch Einteilung in Steuerdistrikte. Einer dieser Distrikte war der Steuerdistrikt Pirkhof mit den Ortschaften Pirkhof, Gartenried, Plechhammer, Gartenriedermühle, Kotzenhof, Lukahammer und Neumühle[3].
Gemeindebildung
Nach den Gemeindeedikten von 1808 und 1818 wurden Ruralgemeinden (ab 1835 in Landgemeinden umbenannt) eingerichtet, um die Verwaltung auf dem Land zu organisieren. „Rural“ leitet sich vom Lateinischen für „auf dem Lande lebend“ ab. Sie wurden von einem Gemeindevorsteher und einem Gemeindeausschuss (Vorläufer des Gemeinderats) verwaltet.
1818 entstand die Landgerichtliche Ruralgemeinde Pirkhof mit den Ortschaften Pirkhof, Gartenriedermühle, Gartenried, Kotzenhof und Lukahammer[4]. Die Familienzahl der Gemeinde Pirkhof betrug zu diesem Zeitpunkt 25 Familien, wobei mindestens 20 Familien für eine Gemeindebildung nötig waren.
Die Gemeinde Pirkhof, zu der die Gartenriedermühle gehörte, wurde 1946 aufgelöst. Es erfolgte ein Anschluss an die Gemeinde Wildeppenried. Das Landratsamt schlug 1971 vor, aus den bisherigen Gemeinden Langau, Pullenried und Wildeppenried eine neue Gemeinde zu bilden. 1972 beantragten die Orte Gartenried, Lukahammer und Pirkhof die Ausgliederung aus der Gemeinde Wildeppenried. Sie wollten sich der Stadtgemeinde Oberviechtach anschließen, um einen Anschluss an Teunz oder Pullenried zu verhindern. Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Wildeppenried aufgelöst und dem Wunsch der Bürger folgend nach Oberviechtach eingemeindet[5].
Literatur
- Emma Mages: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 61: Oberviechtach. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1996, ISBN 3-7696-9693-X, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00007678-0
- Alois Köppl, Altlandkreis Oberviechtach, Verlag Katzenstein-Gleiritsch, 2. Auflage, Gleiritsch 2024, ISBN 978-3-9819712-3-1
Weblinks
- Luftaufnahmen von Gartenreidermühle
- Luftaufnahmen Oberviechtach und Gemeindeteile
- Karte der Hohlwege, Steige und Denkmäler im Bereich der TK 25 Blatt 6540: Oberviechtach und Gartenreidermühle
Einzelnachweise
- ↑ Alois Köppl, Altlandkreis Oberviechtach, Verlag Katzenstein-Gleiritsch, 2. Auflage, Gleiritsch 2024, S. 82
- ↑ Emma Mages, Historischer Atlas von Bayern, Oberviechtach, S. 157
- ↑ Emma Mages, Historischer Atlas von Bayern, Oberviechtach, S. 203
- ↑ Emma Mages, Historischer Atlas von Bayern, Oberviechtach, S. 206
- ↑ Emma Mages, Historischer Atlas von Bayern, Oberviechtach, S. 218
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