Herzoghof (Oberviechtach)

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Koordinaten: 49° 27' 10.08" N, 12° 29' 7.26" E

Herzoghof (Oberviechtach)
Herzoghof (2017)
PLZ/Ort:92526 Herzoghof, Stadt Oberviechtach
Q15056647   Herzoghof  HerzoghofODB_S00037776
Die Daten aus dieser Infobox stammen aus OpenStreetMap. Die Daten sind unter einer offenen Lizenz frei verwendbar und wurden letztmals abgerufen am .

Herzoghof ist ein Gemeindeteil der Stadt Oberviechtach im Landkreis Schwandorf.

Lage von Herzoghof

Herzoghof liegt rund vier Kilometer östlich von Oberviechtach. Der Ortsteil ist über eine Gemeindeverbindungsstraße zu erreichen, die von der Staatstraße 2160 von Lind nach Schneeberg abzweigt. Herzoghof liegt am rechten Ufer des Flusses Ascha und gehört zum Gemeindegebiet Oberviechtach, während das an der linken Flussseite liegende Schneeberg zum Gemeindegebiet des Marktes Winklarn gehört[1].

Aus der Geschichte von Herzoghof

Historische Schreibformen von Herzoghof

  • 1532: Herczopshoff [2]
  • 1581: Herzoghoff
  • 1622: Herzoghoff
  • 1782-1787: Falz- oder Herzoghöf
  • 1831: Herzogshof, Weiler
  • 1838: Falzhöfen, Weiler
  • 1867: Herzoghof

Bedeutung des Ortsnamens Herzoghof

Ausgehend vom mittelhochdeutschen Grundwort hof (Hof, umschlossener Raum) und dem Bestimmungswort Herzog bedeutet der Name Herzoghof Hof des Herzog[3].

Die weitere Bezeichnung Falzhöfen bedeutet bei den Höfen in einer rinnenförmigen Senke[4].

Historische Beschreibung von Herzoghof

Die Beschreibung von Herzoghof erfolgt aufgrund des Steuer- und Anlagenbuches des Pflegamts Murach von 1774[5].

  • 1581: „Herzoghoff“ untersteht unmittelbar dem Amt
  • 1622: „Herzoghoff (...) dieser hoff (ligt) an der greniz bey Schneberg“
  • 1630:1 Hof

Weitere Beschreibungen:

  • 1780-87: „Falz- oder Herzoghöf“
  • 1835/1860: „Falzhöfen“
  • 1916: „Herzoghof“

Steuerdistrikte

1808 erfolgte eine Neuordnung des Steuerwesens durch Einteilung in Steuerdistrikte. Einer dieser Distrikte war der Steuerdistrikt Nunzenried mit den Ortschaften Nunzenried, Eppenried, Konatsried, Lind, Schönthan, Tressenried, Käfermühle, Untereppenried, Bruderbügerl, Herzoghof, Hornmühle, „Oedsteinbach“, Werneröd und Ziegelhütte[6].

Gemeindebildung

Nach den Gemeindeedikten von 1808 und 1818 wurden Ruralgemeinden (ab 1835 in Landgemeinden umbenannt) eingerichtet, um die Verwaltung auf dem Land zu organisieren. „Rural“ leitet sich vom Lateinischen für „auf dem Lande lebend“ ab. Sie wurden von einem Gemeindevorsteher und einem Gemeindeausschuss (Vorläufer des Gemeinderats) verwaltet.

1818 entstand die Landgerichtliche Ruralgemeinde Schönthan mit den Ortschaften Schönthan und Herzoghof[7]. Die Familienzahl der Gemeinde Schönthan betrug zu diesem Zeitpunkt 17 Familien, wobei mindestens 20 Familien für eine Gemeindebildung nötig waren. Aus diesem Grund erfolgte im März 1830 der Anschluss der Gemeinde Schönthan mit Herzoghof an die Gemeinde Lind.

Die Gemeinde Lind wurde am 1. Januar 1972 in die Stadt Oberviechtach eingemeindet[8].

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Alois Köppl, Altlandkreis Oberviechtach, Verlag Katzenstein-Gleiritsch, 2. Auflage, Gleiritsch 2024, S. 72
  2. Herzoghof In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
  3. Herzoghof In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
  4. Herzoghof In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
  5. Emma Mages, Historischer Atlas von Bayern, Altbayern, Reihe I, Heft 61, Oberviechtach, S. 158
  6. Emma Mages, Historischer Atlas von Bayern, Altbayern, Reihe I, Heft 61, Oberviechtach, S. 202
  7. Emma Mages, Historischer Atlas von Bayern, Altbayern, Reihe I, Heft 61, Oberviechtach, S. 207
  8. Emma Mages, Historischer Atlas von Bayern, Altbayern, Reihe I, Heft 61, Oberviechtach, S. 213
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