Gütting (Oberviechtach)

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Gütting (Oberviechtach)
Gütting (Bildmitte), ehemaliges Goldabbaugebiet (2025)

Gütting ist ein Gemeindeteil der Stadt Oberviechtach im Landkreis Schwandorf.

Lage von Gütting

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Die Einöde Gütting liegt rund sechs Kilometer nordöstlich von Oberviechtach in der Langau. Der Begriff Langau bezeichnet ein Gebiet, das sich mit den Ortschaften Unterlangau, Mitterlangau und Oberlangau umschreiben lässt. Gütting liegt rund 200 Meter südöstlich der Kreisstraße SAD 44 von Plechhammer nach Mitterlangau.[1].

Historische Schreibformen von Gütting

  • 1571: ain goltperckhwerch die Guetung genandt [2]
  • 1843-1851: Gütting

Bedeutung des Ortsnamens Gütting

Der Name Gütting bedeutet Bergwerk, das Gutes/Gewinn bringt/bringen soll [3].

Gütting in alten Beschreibungen

  • 1318: „Goldwerk zu Langenau“
  • 1571: „(...) bey der Langenaw ain goltperckhwerch die Guetung genandt“, später abgegangen, wieder nachweisbar im 19.Jahrhundert
  • 1860: Gütting, Einöde, ein Haus, 10 Bewohner, zugehörig zur Pfarrei Pullenried [4].

Bilder zum Goldbergbaugebiet bei Gütting

Gemeindebildung

1964 bestand die Gemeinde Langau aus den Ortsteilen Oberlangau, Brandhäuser, Gütting, Mitterlangau, Pirk, Tannermühle und Unterlangau[5]. Im Zuge der Gebietsreform wurde 1971 der Vorschlag debattiert, die Gemeinden Langau, Pullenried und Wildeppenried zu einer neuen Gemeinde umzugliedern.

Die Gemeinde Langau wollte ursprünglich einen Anschluss an die Gemeinde Schönsee. Die Gemeindeteile Brandhäuser und Pirk stimmten dem nicht zu und verlangten eine Ausgliederung aus der Gemeinde Langau und eine Eingliederug in die Stadt Oberviechtach. Dieser Forderung schloss sich auch Unterlangau an.

Am 1. Juli 1976 wurde die Gemeinde Langau und mit ihr Gütting in die Stadt Oberviechtach eingemeindet.

Ältester, belegter Goldbergbau in der Oberpfalz

In Gütting, einem Waldgebiet bei Unterlangau befindet sich der älteste urkundlich belegte Goldbergbau der Oberpfalz. Bereits 1318 wurde bei Gütting nachweislich Gold abgebaut.

Heute ist das Gebiet Teil des „Goldlehrpfads“, der an mittelalterlichen Schürfgruben und Halden vorbeiführt. Bei Führungen besteht die Möglichkeiten zum Goldwaschen.

  • Historischer Goldbergbau: Das Gebiet um Unterlangau, speziell im Wald "Gütting", war ein wichtiges Zentrum der Goldsuche. Zeugnisse sind der ehemalige Stollen „Güttingloch“ und zahlreiche Abraumhalden.
  • Goldlehrpfad & Erlebnisse: Der Gütting-Rundwanderweg (ca. 3,5 km) führt zu den historischen Fundstellen und goldführenden Bächen wie dem Forellenbach.
  • Goldwaschen heute: Die Stadt Oberviechtach bietet geführte Wanderungen mit Goldwaschen an, bei denen Teilnehmer selbst Goldflitter (Goldflinserl) finden können.
  • Museum: Das Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum in Oberviechtach zeigt eine Ausstellung zum Goldabbau in der Langau.

„Waldumbaupavillon Oberviechtacher Land“ bei Gütting

Am Goldlehrpfad bei Unterlangau und Gütting befindet sich der „Waldumbaupavillon Oberviechtacher Land“. Der Pavillon besteht aus einem Rundgang mit insgesamt 13 Infoständern. „Schon seit längerem können sich Schatzsucher am Goldlehrpfad bei Unterlangau informieren. Nun können auch interessierte Waldbesitzer hier einen Wissensschatz finden“, so Forstdirektor Alwin Kleber, stellvertretender Leiter des Bereichs Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regensburg-Schwandorf, bei seiner Eröffnungsrede. Anhand der Informationstafeln, deren Holzkonstruktion von den Naab-Werkstätten, einer gemeinnützigen anerkannten Werkstätte für Menschen mit Behinderung, gefertigt wurde, wird anschaulich gezeigt, wie die Wälder im Landkreis Schwandorf für zukünftige Generationen zu stabilen, ertragreichen Mischwäldern umgebaut werden können.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Alois Köppl, Altlandkreis Oberviechtach, Verlag Katzenstein-Gleiritsch, 2. Auflage, Gleiritsch 2024, S. 87
  2. Gütting In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
  3. Gütting In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
  4. Emma Mages, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 61, Oberviechtach, S. 157
  5. Emma Mages, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 61, Oberviechtach, S. 212
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