Falzhäusl (Oberviechtach)

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Koordinaten: 49° 31' 54.30" N, 12° 29' 5.50" E

Falzhäusl (Oberviechtach)
Mitterlangau, im Hintergrund die Waldabteilung Falz, am oberen Bildrand der Gipfel des Stangenberges (2020)
PLZ/Ort:Falzhäusl, abgegangene Siedlung
nördlich von Mitterlangau
Q138416851  FalzhäuslODB_S00054950
Die Daten aus dieser Infobox stammen aus OpenStreetMap. Die Daten sind unter einer offenen Lizenz frei verwendbar und wurden letztmals abgerufen am .
Falzhäusl, Kartenausschnitt aus dem Jahre 1860
Falzhäusl, Ausschnitt Karte Landvermessung 1808-1864

Die ehemalige Siedlung Falzhäusl[1]ist eine Wüstung, die im heutigen Gemeindegebiet von Oberviechtach liegt.

Lage der Wüstung Falzhäusl

Falzhäusl lag einen Kilometer nördlich von Mitterlangau in einem Waldgebiet mit dem Flurnamen Falz am Falzbach. In der Karte der Uraufnahme von 1808‒1864 ist die Einöde eingetragen.

Historische Schreibform

  • 1808-1864: Falzhaeusl ... Falz [2]
  • 1867: Falzhäusl, Einöde
  • 1904: Falzhäusl[3]

Namenerklärung

Der Siedlungsname besteht aus dem Grundwort Häusl, also Häuschen oder kleines Haus. Als Bestimmungswort kommt der Flurname Falz hinzu. Der Name des abgegangenen Siedlung Falzhäusl bedeutet am Falz gelegenes Häusl.

Einwohnerentwicklung von Falzhäusl

Einwohnerzahlen von Falzhäusl:

Jahr 1863[4] 1867[5] 1871[6] 1875[7] 1882[8] 1883[9] 1886[10]
Einwohner 10 7 4 4 4 4 4

Anna Ruppert aus Falzhäusl wanderte 1848 nach Amerika aus[11].

Pfarreienzugehörigkeit im Jahre 1809

Falzhäusl gehörte 1809 zur Pfarrei Pullenried, die aus den folgenden Ortsteilen bestand [12]:

Pullenried, Brandhäuser, Falzhäusl, Greiner, Gütting, Hannamühle, Holzhäuser, Mitterlangau, Neumühle, Oberlangau, Ödreichersried, Pirk, Plechhammer, Stangenberg, Tannermühle, Unterlangau und Weißbach.

Literatur

  • Emma Mages: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 61: Oberviechtach. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1996, ISBN 3-7696-9693-X, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00007678-0
  • Königlich Bayerisches Statistisches Bureau, Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, LXV Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern, München 1904
  • Matrikel des Bisthums Regensburg nach der allgemeinen Pfarr- und Kirchen-Beschreibung von 1860 mit Rücksicht auf die älteren Bisthums-Matrikeln zusammengestellt, Regensburg, Bischöfliche Ordinariats-Kanzlei, 1863
  • Oskar Brunkow, Die Wohnplätze des Deutschen Reiches, Auf Grund der amtlichen Urmaterialien bearbeitet und herausgegeben von Oskar Brunkow, II. Abteilung, Die ausserpreussischen Staaten und die Reichslande, 1875
  • Valentin Grübel, Statistisches Orts-Lexikon des Königreichs Bayern, ein Handbuch für Amts- und Gerichts-, dann Post-, Telegraphen- und Eisenbahnverkehr, bearbeitet nach authentischen Quellen und amtlichen Mittheilungen der königlichen Post- und Eisenbahnbehörden, sowie nach Maßgabe der vom 1. Oktober 1879 und 1. Januar 1880 an bestehenden neuen Gerichts- und Amtsbezirke
  • Valentin Grübel, Statistisches Amtshandbuch für den kgl. bayer. Regierungsbezirk Oberpfalz und Regensburg, 1886

Weblinks

  • Falzhäusl In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
  • Wandertour Falzbachweg auf der Homepage der Tourismusgemeinschaft Oberpfälzer Wald

Einzelnachweise

  1. Falzhäusl In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz, abgerufen am 21. Februar 2026
  2. Falzhäusl In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
  3. Königlich Bayerisches Statistisches Bureau, Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern, München 1904, S. 33
  4. Matrikel des Bisthums Regensburg nach der allgemeinen Pfarr- und Kirchen-Beschreibung von 1860 mit Rücksicht auf die älteren Bisthums-Matrikeln zusammengestellt, Regensburg, Bischöfliche Ordinariats-Kanzlei, 1863, S. 253
  5. Bavaria, Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern, mit einer Übersichtskarte des diesseitigen Bayerns in 15 Blättern, S. 724
  6. Einwohnerzahlen Falzhäusl 1871 bis 1987 laut Bavarikon
  7. Oskar Brunkow, Die Wohnplätze des Deutschen Reiches, Auf Grund der amtlichen Urmaterialien bearbeitet und herausgegeben von Oskar Brunkow, II. Abteilung, Die ausserpreussischen Staaten und die Reichslande, 1875, S. 10
  8. Otto Lehnerdt, Alphabetisches Ortsverzeichniß des Deutschen Reiches auf Grund der neuen Gerichtsorganisation nach amtlichen Quellen bearbeitet von Lehnerdt, Gerichtsschreiber beim Königl. Sächs. Landgericht Dresden, R. von Grumbkow, Hof-Verlag, 1882, S. 587
  9. Valentin Grübel, Statistisches Orts-Lexikon des Königreichs Bayern, ein Handbuch für Amts- und Gerichts-, dann Post-, Telegraphen- und Eisenbahnverkehr, bearbeitet nach authentischen Quellen und amtlichen Mittheilungen der königlichen Post- und Eisenbahnbehörden, sowie nach Maßgabe der vom 1. Oktober 1879 und 1. Januar 1880 an bestehenden neuen Gerichts- und Amtsbezirke, S. 159
  10. Valentin Grübel, Statistisches Amtshandbuch für den kgl. bayer. Regierungsbezirk Oberpfalz und Regensburg, 1886, S. 186
  11. Königlich bayerisches Intelligenzblatt für die Oberpfalz und von Regensburg. 1848, S. 782
  12. Emma Mages, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Oberviechtach, S. 228
Straßennamen in der Stadt Oberviechtach

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Ehemalige Straßennamen in Oberviechtach: Adolf-Hitler-Straße | Hindenburgstraße

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