Schönthan (Oberviechtach)

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Koordinaten: 49° 27' 56.52" N, 12° 29' 2.40" E

Schönthan (Oberviechtach)
Schönthan (2017)
PLZ/Ort:92526 Schönthan, Stadt Oberviechtach
Q14912554   Sch%C3%B6nthan_(Oberviechtach)  Schönthan (Oberviechtach)ODB_S00037797
Die Daten aus dieser Infobox stammen aus OpenStreetMap. Die Daten sind unter einer offenen Lizenz frei verwendbar und wurden letztmals abgerufen am .
Marienkapelle aus dem Jahre 1891
Glockenturm aus dem Jahre 1801

Schönthan ist ein Gemeindeteil der Stadt Oberviechtach im Landkreis Schwandorf.

Lage von Schönthan

Schönthan liegt rund vier Kilometer östlich von Oberviechtach. Der Ort ist über eine Gemeindeverbindungsstraße, die von Lind nach Gaisthal führt, zu erreichen[1]. 200 Meter westlich von Schönthan fließt der Hornmühlbach, auch als Grubbach bezeichnet, vorbei. Er mündet rechtsseitig in die Ascha.

Aus der Geschichte von Schönthan

Historische Schreibformen von Schönthan

  • 1494: Schonthan [2]
  • 1532: Schonthan
  • 1581: Schönthann
  • 1630: Schönthann
  • 1797: Schoͤnthann
  • 1867: Schönthan

Bedeutung des Ortsnamens Schönthan

Ausgehend vom mittelhochdeutschen Grundwort tann (Wald) bedeutet der Ortsname (Siedlung am) Wald[3]

Historische Beschreibung von Schönthan

  • 1494: Schönthan
  • 1581: Schönnthann untersteht unmittelbar dem Amt
  • 1622: 11 Mannschaften, deren velder vnnd wismath bis vff die greniz der Ascha stoßendt
  • 1630: Schönthann 6 Höfe (davon sind 2 verpflichtet, ein raißpferdt zu halten),

3 Güter, 1 Söldengütl, 1 Sölde; 2 Inleute (davon 1 Hüter). 12 Anw.: 5 je ein ganzer Hof (davon 1 Weber), 5 je ½ Hof, ¼ Hof, 1/16 Hof Gemeinde: Hüthaus[4].

Erläuterungen zum besseren Verständnis:

Hofgröße:

  • Ganzer Hof (Mayrhof/Meierhof): Das größte Anwesen, ca. 40-90 Tagwerk Land, mit mehreren Pferden und Ochsen
  • Halber Hof (Huber/Halbbauer): Etwa die Hälfte eines ganzen Hofes, ca. 30 Tagwerk, mit weniger Pferden und Ochsen
  • Viertel-Hof (Lehen/Gütler): Ein Viertel der Größe eines vollen Hofes, ca. 15-20 Tagwerk, mit einem Pferd und einem Ochsen
  • Achtel-Hof (Sölde/Söldner): Ein Achtel des vollen Hofes, ca. 5-10 Tagwerk Land, oft ohne Pferd, mit einer oder zwei Kühen
  • Kleinere Einheiten: Darunter folgten noch Sechzehntel-Höfe (Leersölde, 1-3 Tagwerk) und Zweiunddreißigstel-Höfe (Häusler, Leerhäusler) ohne oder mit sehr wenig Grundbesitz

Steuerdistrikte

1808 erfolgte eine Neuordnung des Steuerwesens durch Einteilung in Steuerdistrikte. Einer dieser Distrikte war der Steuerdistrikt Nunzenried mit den Ortschaften Nunzenried, Eppenried, Konatsried, Lind, Schönthan, Tressenried, Käfermühle, Untereppenried, Bruderbügerl, Herzoghof, Hornmühle, Oedsteinbach, Werneröd und Ziegelhütte[5].

Gemeindebildung

Nach den Gemeindeedikten von 1808 und 1818 wurden Ruralgemeinden (ab 1835 in Landgemeinden umbenannt) eingerichtet, um die Verwaltung auf dem Land zu organisieren. „Rural“ leitet sich vom Lateinischen für „auf dem Lande lebend“ ab. Sie wurden von einem Gemeindevorsteher und einem Gemeindeausschuss (Vorläufer des Gemeinderats) verwaltet.

1818 entstand die Landgerichtliche Ruralgemeinde Schönthan mit den Ortschaften Schönthan und Herzoghof [6]. Die Familienzahl der Gemeinde Schönthan betrug zu diesem Zeitpunkt insgesamt 15 Familien, wobei mindestens 20 Familien für eine Gemeindebildung nötig waren. Aus diesem Grund erfolgte im März 1830 der Anschluss der Gemeinde Schönthan mit Herzoghof an die Gemeinde Lind.

Die Gemeinde Lind wurde am 1. Januar 1972 in die Stadt Oberviechtach eingemeindet[7].

Sehenswürdigkeiten

  • Marienkapelle, errichtet 1891
  • Glockenturm, errichtet 1801, unter der Akten-Nr. D-3-76-151-44 als Baudenkmal eingetragen

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Alois Köppl, Altlandkreis Oberviechtach, Verlag Katzenstein-Gleiritsch, 2. Auflage, Gleiritsch 2024, S. 70, 71
  2. Schönthan In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
  3. Schönthan In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
  4. Emma Mages, Historischer Atlas von Bayern, Altbayern, Reihe I, Heft 61, Oberviechtach, S. 174
  5. Emma Mages, Historischer Atlas von Bayern, Altbayern, Reihe I, Heft 61, Oberviechtach, S. 202
  6. Emma Mages, Historischer Atlas von Bayern, Altbayern, Reihe I, Heft 61, Oberviechtach, S. 207
  7. Emma Mages, Historischer Atlas von Bayern, Altbayern, Reihe I, Heft 61, Oberviechtach, S. 213
Straßennamen in der Stadt Oberviechtach

Adolf-Kolping-Straße | Alfons-Goppel-Straße | Am Bahnhof | Am Bleichanger | Am Galgenberg | Am Hopfengarten | Am Sandradl | Am Schießanger | Am Schlosserfeld | Am Schützenheim | Am Steinforst | An der Allee | Bahnhofstraße | Bezirksamtstraße | Bürgermeister-Fuhrmann-Straße | Bürgermeister-Neuber-Straße | Bürgermeister-Roßmann-Straße | Bgm.-Spichtinger-Straße | Birkenweg | Bischofweg | Böhmerwaldstraße | Buchbergerstraße | Diepoldstraße | Dr.-Eisenbarth-Straße | Dr.-Mathieu-Straße | Dr.-Max-Schwarz-Platz | Dr.-Max-Schwarz-Straße | Dreifaltigkeit | Eigelsberger Straße | Erika-Odemer-Straße | Fabrikweg | Fichtenbühl | Gewerbepark | Hann. Mündener Straße | Hans-Lang-Straße | Hans-Schneeberger-Straße | Hintere Sailergasse | Im Gressergarten | Im Wiesengrund | Im Winkl | In den Siechenwiesen | Industriegebiet West | Industriestraße | Jahnstraße | Johannisweg | Kapellenweg | Kardinal-Bengsch-Straße | Karfreitaggasse | Kastlstraße | Klostergasse | Krankenhausstraße | Kreissiedlung | Marktgasse | Marktplatz | Martin-Luther-Straße | Muracher Straße | Mühlfeld | Mühlweg | Münchner Ring | Nabburger Straße | Nepomukstraße | Nunzenrieder Straße | Ortenburgstraße | Ostmarkstraße | Pater-Knellinger-Straße | Pfälzerweg | Pfarrer-von-Miller-Straße | Prälat-Sindersberger-Straße | Rapotohöhe | Raschauer Straße | Reiterstraße | Rot-Kreuz-Weg | Sailergasse | Schlesierstraße | Schmiedgasse | Schönseer Straße | Schützenring | Sankt-Wendelin-Straße | Sudetenstraße | Tannenweg | Taubenplatz | Teunzer Straße | Tressenrieder Straße | Turnerweg | Watzlikstraße | Weidenweg | Wolfgrubenweg | Zahlweingarten | Ziegelanger | Zum Bahnhof | Zwischen den Gassen

Ehemalige Straßennamen in Oberviechtach: Adolf-Hitler-Straße | Hindenburgstraße

Ortsteile im Gemeindebereich Oberviechtach ohne Straßennamen: Antelsdorf | Bahnhof Lind | Bahnhof Niedermurach | Brandhäuser | Bruderbügerl | Brücklinghof | Dietersdorf | Eigelsberg | Fritzenhäusl | Forst | Gartenriedermühle | Gütting | Hannamühle | Herzoghof | Hof | Hornmühle | Johannisberg | Käfermühle | Knaumühle | Kotzenhof | Lind | Lukahammer | Mitterlangau | Neumühle | Niesaß | Nunzenried | Oberlangau | Obermurach | Pirk | Pirkhof | Plechhammer | Pullenried | Schieberberg | Schlüsselhof | Schönthan | Steinmühle | Tannermühle | Tressenried | Unterlangau | Weißbach | Werneröd | Wildeppenried | Zieglhäusl

Wüstungen im Gemeindebereich Oberviechtach: Ameshof | Eisberg | Falzhäusl | Geisruck | Greiner | Günzelsried | Haslöd | Johannesthal | Kühschlag | Lindhäusl | Michelsrieth | Stangenberg | Wasenheim | Wolfsbrunn | Wolfsgrub