Kotzenhof (Oberviechtach)

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Koordinaten: 49° 30' 2.52" N, 12° 26' 58.24" E

Kotzenhof (Oberviechtach)
Kotzenhof 1 (2018)
PLZ/Ort:92526 Kotzenhof, Stadt Oberviechtach
Q14548357   Kotzenhof_(Oberviechtach)  Kotzenhof (Oberviechtach)ODB_S00037783
Die Daten aus dieser Infobox stammen aus OpenStreetMap. Die Daten sind unter einer offenen Lizenz frei verwendbar und wurden letztmals abgerufen am 2026-02-13T12:26:49+01:00.
Kotzenhof 3 (2018)
Kotzenhof auf einer Landkarte des Königreichs Baiern um 1830

Kotzenhof ist ein Gemeindeteil der Stadt Oberviechtach im Landkreis Schwandorf.

Lage von Kotzenhof

Kotzenhof besteht aus zwei Anwesen[1] und liegt viereinhalb Kilometer nordöstlich von Oberviechtach. Die Anwesen sind rund 700 Meter von Wildeppenried entfernt. Kotzenhof ist über die Gemeindeverbindungsstraße von Pirkhof nach Wildeppenried zu erreichen. [2].

Aus der Geschichte

Historische Schreibformen von Kotzenhof bzw. Raubersried

  • 1581: Kozenhof, sonst Raubersrieth genannt [3]
  • 1592-1594: Kozenhof in der Raubersried
  • 1622: Saubersrieth ... sonst Kozenhoff genant
  • 1782-1787: Kotzenhof
  • 1808-1813: Kotzenhof oder Raubersried

Bedeutung des Siedlungsnamens Kotzenhof bzw. Raubersried

Ausgehend vom Grundwort hof und dem Bestimmungswort Kotz bedeutet der Name Kotzenhof Hof des Kotz. Der weitere Name Raubersried hat als Grundwort ried und als Bestimmungswort Rauber und bedeutet Rodungssiedlung des Rauber[4].

Historische Beschreibung von Kotzenhof

Die Beschreibung von Gartenried erfolgt aufgrund des Steuer- und Anlagenbuches des Pflegamts Murach von 1774[5].

  • 1285: „Gotfrides Grvole“? [6]
  • 1581: „Kozenhof, sonst Raubersrieth genannt. Ist mit allen Thomas Philippen vonn Murach zugehörig, die hoche obrigkheit“ zum Amt
  • 1592/94: „Kozenhof in der Raubersried“
  • 1622: „Saubersrieth (...) eine einzige mannschafft, sonst Kozenhoff genant, dem von Murach zu Nidern Murach zustendig“
  • 1810: „Kotzenhof oder Raubersried“

Steuerdistrikte

1808 erfolgte eine Neuordnung des Steuerwesens durch Einteilung in Steuerdistrikte. Einer dieser Distrikte war der Steuerdistrikt Pirkhof mit den Ortschaften Pirkhof, Gartenried, Plechhammer, Gartenriedermühle, Kotzenhof, Lukahammer und Neumühle[7].

Gemeindebildung und Gemeindezugehörigkeit

Nach den Gemeindeedikten von 1808 und 1818 wurden Ruralgemeinden (ab 1835 in Landgemeinden umbenannt) eingerichtet, um die Verwaltung auf dem Land zu organisieren. „Rural“ leitet sich vom Lateinischen für „auf dem Lande lebend“ ab. Sie wurden von einem Gemeindevorsteher und einem Gemeindeausschuss (Vorläufer des Gemeinderats) verwaltet.

1818 entstand die Landgerichtliche Ruralgemeinde Pirkhof mit den Ortschaften Pirkhof, Gartenriedermühle, Gartenried, Kotzenhof und Lukahammer[8]. Die Familienzahl der Gemeinde Pirkhof betrug zu diesem Zeitpunkt 25 Familien, wobei mindestens 20 Familien für eine Gemeindebildung nötig waren. Die Gemeinde Pirkhof, zu der Kotzenhof gehörte, wurde 1946 aufgelöst. Es erfolgte ein Anschluss an die Gemeinde Wildeppenried. Das Landratsamt schlug 1971 vor, aus den bisherigen Gemeinden Langau, Pullenried und Wildeppenried eine neue Gemeinde zu bilden. 1972 beantragten die Orte Gartenried, Lukahammer und Pirkhof die Ausgliederung aus der Gemeinde Wildeppenried. Sie wollten sich der Stadtgemeinde Oberviechtach anschließen, um einen Anschluss an Teunz oder Pullenried zu verhindern. Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Wildeppenried aufgelöst und dem Wunsch der Bürger folgend nach Oberviechtach eingemeindet[9].

Einwohnerentwicklung von Kotzenhof

Kotzenhof besteht aus zwei Einzelgehöften, von denen eines bewohnt ist.[10][11]

Jahr 1871 1925 1950 1970 1987 2019[12] 2025
Einwohner 16 14 15 7 2 1 3

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Alois Köppl, Altlandkreis Oberviechtach, Verlag Katzenstein-Gleiritsch, 2. Auflage, Gleiritsch 2024, S. 83
  2. Alois Köppl, Altlandkreis Oberviechtach, Verlag Katzenstein-Gleiritsch, 2. Auflage, Gleiritsch 2024, S. 83
  3. Kotzenhof In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
  4. Kotzenhof In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
  5. Emma Mages, Historischer Atlas von Bayern, Altbayern, Reihe I, Heft 61, Oberviechtach, S. 160
  6. Der Beleg wurde von Emma Mages mit einem Fragezeichen versehen. Es kann sein, dass es sich bei der Erwähnung im Jahre 1285 um eine andere nicht mehr bestehende Siedlung handelt.
  7. Emma Mages, Historischer Atlas von Bayern, Altbayern, Reihe I, Heft 61, Oberviechtach, S. 203
  8. Emma Mages, Historischer Atlas von Bayern, Altbayern, Reihe I, Heft 61, Oberviechtach, S. 206
  9. Emma Mages, Historischer Atlas von Bayern, Altbayern, Reihe I, Heft 61, Oberviechtach, S. 218
  10. Einwohnerzahlen Kotzenhof 1871 bis 1987 laut Bavarikon
  11. Einwohnerzahl: Stand 12. Februar 2026
  12. Einwohnerzahl 2019 laut Homepage der Stadt Oberviechtach, abgerufen am 12. Februar 2026