Pamsendorf
Koordinaten: 49° 29' 37.03" N, 12° 16' 22.84" E
| Pamsendorf | |
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Pamsendorf 2021 | |
| PLZ/Ort: | 92548 Pamsendorf |
Pamsendorf ist ein Ortsteil der Stadt Pfreimd im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz in Bayern.
Geographie
Pamsendorf liegt 7 Kilometer östlich der Stadt Pfreimd an der Kreisstraße SAD 36.
Historische Schreibweisen
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Namensdeutung
Das Grundwort ist das ahd. „dorf“ für Gehöft, Hof, Dorf. Das Bestimmungswort ist der slawische Personenname Pom-šь, nach der Übernahme ins Deutsch im Genetiv Pom-ssen. Der Ortsname leitet sich von einer Siedlung des Pom-sso ab.[1]
Geschichte
Pamsendorf erscheint als Pomessęndorph in einer Tauschurkunde von 1142. Der Regensburger Bischof Heinrich I. (1132-1155), Graf von Wolfratshausen, erhielt von Herrmann Graf von Höchstadt einen Hof in Pomessendorf.[2] 1265 wird Pamsendorf in den Urkunden des Katharinenspitals genannt. 1280 erscheint der Ort in den Urkunden der Landgrafschaft Leuchtenberg. 1317, 1333 und 1342 wird Pamsendorf in den Urkunden des Spitalarchivs in Regensburg genannt.[3]
1413 erscheint der Ort als Pennsendorff. Die Bauern mussten 1 Achtel Hafer reichen.[4]
1473 mussten die sieben Bauern Zeydler, Peter Hilprant, Linhart Hilprant, Michel Fuchs, Hans Gobhart, Michel Hausl und Widenpauer 6 Schilling 15 Pfennig und 2 Achtel Hafer an Zins reichen.[5][6]
1513 reichten die Bauern Erhard Zeidler, Hans Zeidler, Michel Jörg, Hans Gebhard, Pauern Jörg jeweils einen Schilling und die Halbbauern Andres Herolt und Georg Schmid jeweils 15 Pfennig. Ulrich Steffl zinste für sein Lehen.[7][8]
1596 gab es 6 ganze Höfe und 4 Halbhöfe.[9]
1606 werden 4 ganze Höfe, 1 Dreiviertelhof, 1 Halbhof, 2 Güter und ein Badhaus erwähnt. Sie besaßen 26 Ochsen, 20 Kühe, 7 Rinder, 6 Schweine, 1 Stier, 1 Kalb, 144 Schafe, 1 Frischling und steuerten 25 Gulden 24 ½ Kreuzer.[10][11]
1630 gehörte ein Gut zur Hofmark Guteneck. Sie besaßen 4 Ochsen, 3 Kühe, 4 Rinder, 2 Frischlinge und steuerten 2 Gulden 48 ¾ Kreuzer.[12]
1634 werden die Bauern Hans Pauer, Peter Hahn, Kaspar Mayr, Endreß Nusskern, Leonhard Sitl und Georg Zeitler mit Abgaben zum Amt Nabburg genannt.[13]
1721 gab es 8 Anwesen und ein Hirtenhaus. Hans Kumeth, Stephan Zeitler, Andreas Premb und Wolf Hösl besaßen einen ganzen Hof. Thomas Ertl hatte einen Dreiviertelhof und Jakob Kraus, Michael Mayr und Hans Eckl hatten einen Halbhof. Ulrich Demleitner besaß einen Viertelhof und zinste zur Hofmark Guteneck.[14][15]
1762 gab es 8 Anwesen. Ein Anwesen gehörte zur Hofmark Guteneck.[16][17]
1792 werden 8 Anwesen genannt.[18]
Steuerdistrikte
1808 umfasste der Steuerdistrikt Pamsendorf die Ortschaften Pamsendorf und Trefnitz sowie dem von Kreuthschen Trefnitzer Holz im Brunschlag. Es gab 18 Häuser mit 130 Einwohner. Es gehörten 260 Morgen Äcker, 75 Morgen Wiesen, 90 Morgen Holz, 1 Weiher, 20 Morgen öde Gründe und Wege dazu. Sie hatten 2 Pferde, 44 Ochsen, 40 Kühe, 50 Stück Jungvieh, 70 Schafe und 36 Schweine.[19]
1811 gehörten zur Obmannschaft Pamsendorf die Orte Pamsendorf, Trefnitz, Weidenthal, Gleiritsch, Steinach, Hebenhof, Stöcklhof, Krohermühle und Sägmühle. [20]
Gemeindebildung
1818 wurde die Gemeinde Pamsendorf mit 96 Familien gebildet. Pamsendorf hatte 20 Familien, Trefnitz 10 Familien, Fuchsendorf 10 Familien, Bornmühle 2 Familien, Tauchersdorf 10 Familien, Wiesensüß 7 Familien, Kurmhof 2 Familien, Oberpfreimd 16 Familien, Rappenberg 12 Familien und Löffelsberg 7 Familien.[21]
Zur Gemeinde Pamsendorf gehörte 1828 58 Wohngebäude und 68 Familien mit 394 Einwohner. Kurmhof hatte 2 Wohngebäude mit 2 Familien und 6 Einwohnern, Löffelsberg 3 Wohngebäude, 4 Familien, 24 Einwohnern, Oberpfreimd 9 Wohngebäude, 11 Familien, 64 Einwohner, Pamsendorf 13 Wohngebäude, 14 Familien, 98 Einwohner, Rappenberg 10 Wohngebäude, 11 Familien, 56 Einwohner, Tauchersdorf 9 Wohngebäude, 11 Familien, 56 Einwohner, Trefnitz 7 Wohngebäude, 10 Familien, 54 Einwohner und Wiesensüß 5 Wohngebäude, 5 Familien, 38 Einwohner.[22]
1842 waren alle Bewohner katholisch. Unter landgerichtlicher Jurisdiktion waren 65 Familien mit 392 Einwohner und unter patrimonialgerichtlicher Jurisdiktion 5 Familien mit 36 Einwohner. Die Filialkirchen in Pamsendorf und Oberpfreimd gehörten zur Pfarrei Nabburg. Die Gemeinde selbst besaß keine Schule. Ihrem Wohnort entsprechend besuchten die Kinder die Schulen in Hohentreswitz, Weidenthal, Perschen und Pfreimd.[23]
1964 hatte die Gemeinde Pamsendorf 54 Häuser mit 297 Einwohnern. Häuslberg oder Häuslnmühl hatte 2 Wohngebäude und 9 Einwohner, Kurmhof war unbewohnt, Löffelsberg hatte 4 Wohngebäude mit 19 Einwohner, Oberpfreimd 7 Wohngebäude mit 43 Einwohner, Pamsendorf 14 Wohngebäude mit 76 Einwohner, Rappenberg 9 Wohngebäude mit 44 Einwohner, Tauchersdorf 9 Wohngebäude mit 57 Einwohner, Trefnitz 6 Wohngebäude mit 31 Einwohner und Wiesensüß 3 Wohngebäude mit 18 Einwohner.[24]
Am 1. Januar 1971 wurden die Gemeinde Pamsendorf aufgelöst und in die Gemeinde Hohentreswitz eingegliedert und am 1. Mai 1978 kam die Gemeinde Hohentreswitz zur Stadt Pfreimd. Die Ortsteile Häuslberg und Trefnitz wurden in die Gemeinde Guteneck eingegliedert. Grubhof, Tauchersdorf und Wiesensüß kamen zur Stadt Nabburg.
Historische Straßen
Hausnamen und Häusernamen
Bei den Anwesen ist der Hausname und Häusername angegeben, der im Kataster um 1840 niedergeschrieben wurde.[25]
| Hausnummer | Hausname | Häusername |
|---|---|---|
| 1 | “Beim Kehlbauer“ | “der ganze Kehlbauernhof“ |
| 2 | “Beim Wirt“ | “der halbe Wirtshof“ |
| 3 | “Das Hirthaus“ | |
| 4 | “Beim Schmied“ | |
| 5 | “Beim Melchner“ | “der ¾ Melchnerhof“ |
| 6 | “Beim Wölfl“ | “der ½ Wölflhof“ |
| 7 | “Beim Prem“ | “der ¾ Premhof“ |
| 8 | “Beim Krausen“ | “der ½ Kraushof“ |
| 9 | “Beim Ertl“ | “der ¾ Ertlhof“ |
| 10 | “Beim Kern“ | “der ganze Kernhof“ |
| 11 | “Beim Zeitler“ | “der ganze Zeitlerhof“ |
| 12 | “Beim Kumeten“ | “der ganze Kumet Hof“ |
| 13 | “Beim Oudl“ | “der ½ Oudlhof“ |
| 14 | Kirche St. Wolfgang | |
| 15 | “Beim Rückl“ |
Weblinks
Commons: Pamsendorf – Sammlung von Bildern
- Pamsendorf In: BayernAtlas
- Pamsendorf In: Bavarikon
- Pamsendorf In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
- Pamsendorf In: Geschichte Bayerns, Repositorium
- Topographischer Atlas vom Königreiche Baiern diesseits der Rhein. [36], Pfreimt (1818)
- 185 Karten In: Bayerische Landesbibliothek Online
- Versuch einer Geschichte des Vicedomamtes Nabburg In: MDZ, Digitale Bibliothek
Literatur
- Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, P&P Printmanagement, Trabelsdorf, 2024
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, Der neue Kopierer, Regensburg, 2021
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, Der neue Kopierer, Regensburg, 2023
- Helmut Friedl, Josef Lippert +: Pamsendorf. Dorfchronik mit Häuserbuch. Eigenverlag, Pamsendorf 2024
Einzelnachweise
- ↑ Pamsendorf In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
- ↑ Helmut Friedl, Josef Lippert +: Pamsendorf. Dorfchronik mit Häuserbuch. Eigenverlag, Pamsendorf 2024, S. 4
- ↑ Pamsendorf In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 72
- ↑ StAAm, Standbuch 29, fol. 1-57
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 76
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 321
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 321
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, P&P Printmanagement, Trabelsdorf, 2024
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 351
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, Der neue Kopierer, Regensburg, 2021
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 321
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, Der neue Kopierer, Regensburg, 2023
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 321
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 321
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 401
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 407
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 414
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 426
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 426
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 426
- ↑ Helmut Friedl, Josef Lippert +: Pamsendorf. Dorfchronik mit Häuserbuch. Eigenverlag, Pamsendorf 2024
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