Inzendorf
Koordinaten: 49° 27' 33.23" N, 12° 4' 49.12" E
| Inzendorf | |
|---|---|
Inzendorf 2023 | |
| PLZ/Ort: | 92546 Inzendorf |
| Höchstgeschwindigkeit: | 50 |
| Belag: | Asphalt |
| Verkehrsbedeutung: | innerstädtische Vorfahrtstraßen mit Durchfahrtscharakter, Straße an und in Wohngebieten, Erschließungsweg |
Inzendorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Schmidgaden im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz.
Geographie
Inzendorf liegt 4 Kilometer nördlich von Schmidgaden am Hüttenbach und an der Straße SAD 26.
Historische Schreibweisen
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Namensdeutung
Der Ortsname leitet sich vom ahd. Personennamen Imizo ab. Es ist eine Siedlung des Imizo.[1]
Geschichte
Inzendorf erscheint in den Urkunden 1299 als „Impzendorf“.[2]
1473 reichten die 5 Bauern und der Müller zu Inzendorf 4 Schilling 19 Pfennig.[3][4]
1506 besitzt das Kloster Ensdorf ein Gut in Inzendorf.[5]
1513 zahlten jährlich Jägergeld die Bewohner von 2 Höfen, 3 Halbhöfen, 2 Gütlein und einer Mühle, die Inzendorfer Mühle.[6][7]
1596 gab es 2 ganze Höfe, 4 Güter und 2 Mühlen (Kadermühle und Inzendorfer Mühle).[8]
1606 hatte Inzendorf 2 ganze Höfe, 1 Halbhof, 3 Güter. Die Inzendorfer Mühle bewirtschaftete Cuntz Luitpold. Sie besaßen 4 Pferde, 12 Ochsen, 19 Kühe, 15 Rinder, 4 Schweine, 2 Kälber, 133 Schafe, 7 Frischlinge und steuerten 22 Gulden 57 ½ Kreuzer.[9][10]
1634 gab es 4 Bauern und eine Mühle in Inzendorf mit Abgaben zum Amt Nabburg.[11]
1721 gab es 2 ganze Höfe, 5 Halbhöfe, 1 Mühle und ein Hirtenhaus.[12][13]
1762 gab es 7 Anwesen, eine Mühle und 1 Hirtenhaus. Zwei Anwesen zinsten zum Pflegamt Tännesberg. Die Inzendorfer Mühle hatte 2 Gänge. Der Müller Johannes Pürner besaß die Mühle und einen Hof. Die Kadermühle war in Besitz des Adam Gierl.[14][15]
1792 hatte Inzendorf 6 Anwesen und eine Mühle.[16]
Steuerdistrikte
1808 begann in Folge des Organischen Ediktes des Innenministers Maximilian von Montgelas in Bayern die Bildung von Gemeinden. Dabei wurde das Landgericht Nabburg zunächst in landgerichtische Obmannschaften geteilt. Zur Obmannschaft Rottendorf gehörte: Rottendorf, Hohersdorf, Legendorf, Inzendorf, Kadermühle und Grimmerthal.[17]
1811 wurden in Bayern Steuerdistrikte gebildet. Der Steuerdistrikt Inzendorf bestand aus den Dörfern Inzendorf und Legendorf, sowie der Einöde Kadermühle. Er hatte 18 Häuser und 134 Seelen. Es gehörten 150 Morgen Äcker, 50 Morgen Wiesen, 50 Morgen Holz, 2 Weiher, 15 Morgen öde Gründe und Wege dazu. Sie besaßen 2 Pferde, 36 Ochsen, 30 Kühe, 24 Stück Jungvieh, 40 Schafe und 20 Schweine.[18]
Gemeindebildung
1818 wurde mit dem Zweiten Gemeindeedikt die übertriebene Zentralisierung weitgehend rückgängig gemacht und es wurden relativ selbständige Landgemeinden mit eigenem Vermögen gebildet, über das sie frei verfügen konnten. Die Gemeinde Gösselsdorf bestand aus den OrtschaftenGösselsdorf mit 16 Familien, Windpaißing mit 7 Familien, Götzendorf mit 5 Familien, Scharlmühle mit 2 Familien, Inzendorf mit 15 Familien, Legendorf mit 7 Familien und Kadermühle mit 2 Familien.[19]
1828 gehörte zur Gemeinde Gösselsdorf 39 Wohngebäude mit 270 Einwohnern: Gösselsdorf mit 13 Wohngebäuden mit 17 Familien und 92 Einwohnern, Götzendorf mit 5 Wohngebäude mit 4 Familie und 32 Einwohnern, Inzendorf mit 13 Wohngebäuden mit 17 Familien und 86 Einwohnern, Kadermühle mit 1 Wohngebäude mit 1 Familie und 11 Einwohnern, Legendorf mit 6 Wohngebäude mit 6 Familie und 41 Einwohnern, Scharlmühle mit 1 Wohngebäude mit 1 Familie und 8 Einwohnern und Windpaißing, ohne Angaben.[20]
1842 waren alle Bewohner katholisch. Inzendorf gehörte zur Pfarrei Rottendorf. 21 Werktags- und 28 Sonntagsschüler besuchten die Schule in Rottendorf.[21]
1964 hatte die Gemeinde Gösseldorf 48 Häuser und 278 Einwohner. Gösselsdorf hatte 12 Häuser mit 83 Einwohnern, Badhaus hatte 2 Häuser mit 16 Einwohnern, Götzendorf hatte 3 Häuser mit 19 Einwohnern, Inzendorf hatte 12 Häuser und 72 Einwohner, Kadermühle hatte 1 Haus mit 6 Einwohnern, Legendorf hatte 4 Häuser mit 25 Einwohnern, Scharlmühle hatte 1 Haus mit 8 Einwohnern und Windpaißing hatte 10 Häuser mit 49 Einwohnern.[22]
Am 1. Januar 1972 wurden die Gemeinden Rottendorf, Trisching und Gösselsdorf ohne Götzendorf und Windpaißing in die Gemeinde Schmidgaden eingegliedert. Am 1. Januar 1974 wurde die Verwaltungsgemeinschaft Schmidgaden gebildet, zu der auch die Gemeinde Fensterbach gehört. Sitz der Verwaltungsgemeinschaft ist Schmidgaden.
Historische Straßen
Inzendorf lag auf der historischen Altstraße von Amberg nach Nabburg.
- Altstraßen im Bereich der TK 25 6538 Schmidgaden
- Altstraßen im Bereich der TK 25 6538 Schmidgaden/Gesamt
- Altstraßen im Bereich der TK 25 6538 Schmidgaden/Historische Karten
Gebäude/Einrichtungen/Firmen
| Hausnummer | Gebäude |
|---|---|
| 16 | Fotografie Judith Deichl |
Weblinks
- Inzendorf In: BayernAtlas
- Inzendorf In: Genwiki, Häuserbücher von Helmut Reis
- Inzendorf In: Bavarikon
- Inzendorf In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
- Inzendorf In: Geschichte Bayerns, Repositorium
- Topographischer Atlas vom Königreiche Baiern diesseits der Rhein. [36], Pfreimt (1818)
- 188 Karten In: Bayerische Landesbibliothek Online
Literatur
- Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
Einzelnachweise
- ↑ Inzendorf In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
- ↑ Inzendorf In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
- ↑ StAAm, Standbuch 29, fol. 1-57
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 75
- ↑ Hans Zitzelsberger: Die Geschichte des Klosters Ensdorf von der Gründung bis zur Auflösung in der Reformation 1121-1525, 1954
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 307
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 307
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 307
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 307
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 307
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 408
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 399
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 413
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 421
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 421
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 421
Hauptstraße | Pfarrer-Willkofer-Str. | Schwarzenfelder Weg
In Rottendorf: In Trisching: In Inzendorf:
Ortsteile ohne Straßennamen: Berghof | Gösselsdorf | Grimmerthal | Hartenricht | Hohersdorf | Kadermühle | Legendorf | Littenhof | Rödlmühle | Scharlmühle | Schwärzermühle | Wolfsbach | Zißlmühle
Ehemalige Straßennamen:
Wüstungen: