Hartenricht (Schmidgaden)

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Koordinaten: 49° 24' 55.73" N, 12° 4' 19.88" E

Hartenricht
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PLZ/Ort:92546 Hartenricht (Schmidgaden)
Verkehrsbedeutung:Straße an und in Wohngebieten
Die Daten aus dieser Infobox stammen aus OpenStreetMap. Die Daten sind unter einer offenen Lizenz frei verwendbar und wurden letztmals abgerufen am 2026-03-07T12:52:45+01:00.

Hartenricht ist ein Ortsteil der Gemeinde Schmidgaden im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz.

Geographie

Hartenricht liegt südlich von Schmidgaden und nördlich von Dürnsricht an der Straße SAD 24.

Historische Schreibweisen

  • 1143 Hattenrewt
  • 1370 Hartenrewt
  • 1377 Hartenrewt
  • 1413 Hartenrewt
  • 1444 Hertenrewt
  • 1473 Hertenrit
  • 1513 Herttenried
  • 1596 Herttenrieth
  • 1606 Hartenrieth
  • 1721 Herttenrieth
  • 1762 Hartenrieth

Namensdeutung

Der Ortsname leitet sich vom mhd. Personennamen Härten ab. Es ist eine Rodungssiedlung des Härten. Die Siedlung dürfte im 9./10. Jahrhundert entstanden sein.[1]

Geschichte

Hartenricht erscheint 1143 in den Urkunden des Klosters Ensdorf, als Adalbero von Guttenberg ein Gut verschenkt. Es gab 3 Höfe.[2]

1413 zinsten die Bauern zu Hartenricht an Walburgis 5 Schilling und an Michaelis 6 Schilling.[3]

1444 mussten die Bauern an Walburgis und and Michaelis jeweils 5 Schilling Regensburger reichen.[4]

1473 werden die 4 Bauern Frey Hertell, Hirtrag, Planck und Liews mit Abgaben zum Amt Nabburg genannt.[5]

1513 reichen Hans Selner von einem ganzen Hof, Peter Planck von einem dreiviertel Hof, Wolf Pesolt und Hans Frech Hertl jeweils von einem Halbhof Zinsen zum Amt Nabburg. Das Löchleins- oder Lerchenlehen war eine öde Hofstatt.[6][7]

1596 gab es zu Hartenricht 1 ganzen Hof, 1 Dreiviertelhof und 2 Halbhöfe.[8]

1606 werden vier Höfe genannt. Sie hatten 6 Pferde, 8 Ochsen, 17 Kühe, 7 Rinder, 4 Schweine, 2 Stiere, 2 Kälber, 90 Schafe und 7 Frischlinge. Sie steuerten 17 Gulden 32 Kreuzer. Auf drei Höfen war die Familie Planckh und am vierten Hof die Familie Schrott.[9][10]

1721 gab es 1 ganzen Hof, einen Dreiviertelhof, 2 Halbhöfe und ein Hirtenhaus. [11][12]

1762 gab es vier Anwesen.[13][14]

1792 hatte Hartenricht vier Anwesen.[15]

Steuerdistrikte

1808 umfasste der Steuerdistrikt Schmidgaden die Ortschaften Schmidgaden und den Weiler Hartenricht. Es gab 36 Häuser mit 219 Seelen. Es gehörten 305 Morgen Äcker, 80 Morgen Wiesen, 33 Morgen Holz, 2 Weiher, 25 Morgen öde Gründe und Wege dazu. Sie hatten 9 Pferde, 44 Ochsen, 45 Kühe, 60 Stück Jungvieh, 105 Schafe und 36 Schweine.[16]

1811 gehörte zur Obmannschaft Trisching die Orte Trisching, Schmidgaden, Hartenricht und die Schwärzermühle.[17]

Gemeindebildung

1818 wurde die Gemeinde Schmidgaden gebildet. Schmidgaden hatte 35 Familien und Hartenricht hatte 6 Familien.[18]

Zur Gemeinde Schmidgaden gehörte 1828 Schmidgaden mit 30 Wohngebäuden mit 34 Familien und 196 Einwohnern und Hartenricht mit 9 Wohngebäuden mit 7 Familien und 40 Einwohnern.[19]

1842 waren alle Bewohner katholisch. Schmidgaden war Sitz der Pfarrei mit Filialkirchen in Högling und Trisching. Die Schule in Schmidgaden wurde von 49 Werktags- und 51 Sonntagsschülern besucht.[20]

1964 hatte Schmidgaden 118 Häuser mit 697 Einwohnern und Hartenricht 9 Häuser mit 57 Einwohnern.[21]

Am 1. Januar 1971 wurden die Gemeinden Rottendorf, Trisching und Gösselsdorf ohne Götzendorf in die Gemeinde Schmidgaden eingegliedert. Am 1. Januar 1974 wurde die Verwaltungsgemeinschaft Schmidgaden gebildet zu der die Gemeinde Fensterbach gehört. Sitz der Verwaltungsgemeinschaft ist Schmidgaden.[22]

Historische Straßen

Gebäude/Einrichtungen/Firmen

Hausnummer Gebäude

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Hartenricht In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
  2. Hans Zitzelsberger: Die Geschichte des Klosters Ensdorf von der Gründung bis zur Auflösung in der Reformation 1121-1525, 1954, S. 87
  3. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 71
  4. StAAm, Regierung Amberg 1743
  5. StAAm, Standbuch 29, fol. 1-57
  6. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
  7. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 305
  8. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 305
  9. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 305
  10. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
  11. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
  12. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 305
  13. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
  14. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 305
  15. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 305
  16. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 401
  17. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 408
  18. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 414
  19. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 428
  20. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 428
  21. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 428
  22. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 428
Straßennamen in Schmidgaden