Wolfsbach (Schmidgaden)

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Koordinaten: 49° 28' 36.62" N, 12° 3' 55.62" E

Wolfsbach (Schmidgaden)
Wolfsbach (Schmidgaden) 2023
PLZ/Ort:92546 Schmidgaden
Die Daten aus dieser Infobox stammen aus OpenStreetMap. Die Daten sind unter einer offenen Lizenz frei verwendbar und wurden letztmals abgerufen am 2026-03-09T17:40:27+01:00.

Wolfsbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Schmidgaden im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz.

Geographie

Wolfsbach liegt 7 Kilometer nördllich von Schmidgaden am Espanbach, der bei Rödlmühle in den Hüttenbach mündet.

Historische Schreibweisen

  • 1271 in villa Wolffbach
  • 1285 aput Wolfspach
  • 1326 Wolffpach
  • 1473 Wolffspach
  • 1513 Wolffspach
  • 1596 Wolffspach
  • 1606 Wolffsbach
  • 1721 Wolspach
  • 1762 Wolspach

Namensdeutung

Der Ortsname leitet sich vom Personennamen Wolf ab. Es ist eine Siedlung des Wolf an einem Bach.[1]

Geschichte

Wolfsbach wird in den Urkunden 1271 als in „villa Wolffbach“, also im Dorf Wolfsbach erwähnt.[2]

In den Salbüchern 1283 werden fünf Lehen in Wolfsbach genannt, 1326 gab es fünf Lehen und eine Mühle, welche durch zwei Versatzbriefe an Heinrich Greul 1306 im Amberger Kopialbuche als zwei Höfe, drei Huben und eine Mühle, die Rödlmühle erklärt wurden.[3]

1473 werden 13 Anwesen genannt.[4]

1513 werden 9 Höfe, 3 Halbhöfe und 1 Mühle, die ((Rödlmühle]] genannt. [5][6]

1596 gab es 10 ganze Höfe, 3 Halbhöfe, 2 Söldengütl und eine Mühle, die Rödlmühle. [7]

1606 werden in Wolfsbach 10 ganze Höfe, 1 Halbhof, 4 Güter und 2 Mühlen und eine Schmiede genannt. Sie besaßen 28 Ochsen, 32 Kühe, 22 Rinder, 12 Schweine, 4 Stiere, 5 Kälber, 196 Schafe und 4 Frischlinge und steuerten 49 Gulden 48 ½ Kreuzer. [8][9]

1721 gab es 10 ganze Höfe, 3 Halbhöfe, 2 Viertelhöfe, 2 1/16 Höfe und ein Hirtenhaus.[10][11]

1762 gab es 17 Anwesen und ein Hirtenhaus.[12][13]

1792 waren in Wolfsbach 15 Anwesen.[14]

Steuerdistrikte

1808 begann in Folge des Organischen Ediktes des Innenministers Maximilian von Montgelas in Bayern die Bildung von Gemeinden. Dabei wurde das Landgericht Nabburg zunächst in landgerichtische Obmannschaften geteilt. Zur Obmannschaft Wolfsbach gehörten: Wolfsbach, Gösselsdorf, Götzendorf, Windpaißing, Littenhof, Scharlmühle und Rödlmühle.[15]

1811 wurden in Bayern Steuerdistrikte gebildet. Der Steuerdistrikt Wolfsbach bestand aus den Dörfern Wolfsbach und Littenhof, dem Weiler Gams, den Einöden Rödlmühle und Zißlmühle und den Privatwaldungen im Wetterberg. Er hatte 28 Häuser, 198 Seelen. Es gehörten 300 Morgen Äcker, 90 Morgen Wiesen, 150 Morgen Holz, 2 Weiher, 50 Morgen öde Gründe und Wege dazu. Sie besaßen 12 Pferde, 48 Ochsen, 40 Kühe, 36 Stück Jungvieh, 120 Schafe, 30 Schweine und 2 Ziegen.[16]<

Gemeindebildung

1818 wurde mit dem Zweiten Gemeindeedikt die übertriebene Zentralisierung weitgehend rückgängig gemacht und es wurden relativ selbständige Landgemeinden mit eigenem Vermögen gebildet, über das sie frei verfügen konnten. Die Gemeinde Rottendorf bestand aus den Ortschaften Rottendorf mit 38 Familien, Hohersdorf mit 8 Familien, Grimmerthal mit 1 Familie, Wolfsbach mit 16 Familien, Rödlmühle mit 2 Familien, Zißlmühle mit 2 Familien und Littenhof mit 10 Familien.[17]<

1828 gehörte zur Gemeinde Rottendorf: Rottendorf mit 27 Wohngebäuden mit 26 Familien und 196 Einwohnern, Grimmerthal mit 1 Wohngebäude mit 1 Familie und 4 Einwohnern, Hohersdorf mit 7 Wohngebäuden mit 7 Familien und 40 Einwohnern, Littenhof mit 14 Wohngebäuden mit 18 Familien und 90 Einwohnern, Rödlmühle mit 1 Wohngebäude mit 1 Familie und 7 Einwohnern, Wolfsbach mit 17 Wohngebäuden mit 21 Familien und 132 Einwohnern und Zißlmühle mit 1 Wohngebäude mit 2 Familien und 8 Einwohnern.[18]

1842 waren alle Bewohner katholisch. Sitz der Pfarrei war Rottendorf, mit Filialkirchen in Etsdorf und Gösselsdorf. Die Schule in Rottendorf wurde von 60 Werktags- und 83 Sonntagsschülern besucht.[19]

1964 hatte die Gemeinde Rottendorf 76 Häuser mit 428 Einwohnern. Rottendorf hatte 40 Häuser mit 213 Einwohnern, Grimmerthal 1 Haus und 3 Einwohner, Hohersdorf 7 Häuser mit 51 Einwohnern, Littenhof 12 Häuser mit 63 Einwohnern, Rödlmühle 1 Haus mit 9 Einwohnern, Wolfsbach 14 Häuser mit 83 Einwohnern und Zißlmühle 1 Haus mit 6 Einwohnern.[20]

Am 1. Januar 1972 wurden die Gemeinden Rottendorf, Trisching und Gösselsdorf ohne Götzendorf in die Gemeinde Schmidgaden eingegliedert. Am 1. Januar 1974 wurde die Verwaltungsgemeinschaft Schmidgaden gebildet, zu der auch die Gemeinde Fensterbach gehört. Sitz der Verwaltungsgemeinschaft ist Schmidgaden.

Historische Straßen

Gebäude/Einrichtungen/Firmen

Hausnummer Gebäude

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Wolfsbach In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
  2. Wolfsbach In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
  3. GooglePlay, Monumenta boica, S. 590
  4. StAAm, Standbuch 29, fol. 1-57
  5. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
  6. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 341
  7. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 341
  8. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 341
  9. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
  10. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
  11. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 341
  12. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
  13. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 341
  14. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 341
  15. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 408
  16. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 404
  17. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 414
  18. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 428
  19. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 427
  20. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 428
Straßennamen in Schmidgaden