Unterwarnbach

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Koordinaten: 49° 24' 11.63" N, 12° 11' 55.97" E

Unterwarnbach
Unterwarnbach-Oberwarnbach-Fluss Schwarzach-Altfalter 2022
PLZ/Ort:92548 Unterwarnbach
Die Daten aus dieser Infobox stammen aus OpenStreetMap. Die Daten sind unter einer offenen Lizenz frei verwendbar und wurden letztmals abgerufen am .
Wahrscheinlich fehlt die Wikidata-Verknüpfung: Q16861488 (Unterwarnbach)

Unterwarnbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Schwarzach bei Nabburg im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz in Bayern.

Geographie

Unterwarnbach liegt 2,5 Kilometer südwestlich von Schwarzach.

Historische Schreibweisen

  • 1231 ze Warmpach
  • 1240 Warinpach
  • 1285 Warenpach
  • 1326 Warempach
  • 1413 Warenpach
  • 1473 Warnpach
  • 1513 Warmbach
  • 1596 Warmbach
  • 1606 Warmbach
  • 1634 Warnbach
  • 1721 Warnbach
  • 1762 Warmbach

Namensdeutung

Der Ortsname leitet sich vom mhd. Personennamen des „Ware“ ab. Es ist eine Siedlung an einem Bach des „Ware“.[1]

Geschichte

Die Orte Unterwarnbach und Oberwarnbach wurden meisten gemeinsam als Warnbach genannt. 1231 werden drei Höfe zu Warnbach im Amt Schwarzach mit Abgaben genannt. Sie mussten 22 Schilling steuern. 1285 steuerten 3 Höfe zum Amt Schwarzach. 1326 steuerten 3 Höfe zum Amt Nabburg, welche Dietrich Zenger inne hatte.[2] 1413 zinsten die Bauern zu Warnbach 1 Achtel Hafer.[3]

1473 zinsten Nickel Filher, Hannß Koler, Peter Kontz und Vislpaur jeweils 1 Schilling Pfennig und Mayr Linl, Thoman und Siber jeweils 15 Pfennig und Hans Smid 8 Pfennig. Nickel Filher musste außerdem 10 Pfennig für 2 Herbsthennen und 1 Achtel Hafer geben.[4][5]

1513 zinste Erhard Schottenhemel und Ulrich Knoblach jeweils 1 Schilling. Das Schintlerlehen gehörte zum Spital nach Regensburg und hatte 15 Pfennig zu leisten.[6][7]

1596 gab es zwei Höfe.[8]

1606 werden zwei Höfe genannt. Wolf Mayer und Hannß Pauers Witwe bewirtschafteten das Anwesen. Sie besaßen 7 Pferde, 6 Kühe, 6 Rinder, 1 Schwein, 2 Frischlinge und steuerten 8 Gulden 32 ½ Kreuzer.[9][10]

1630 gehörten zum Burggut Nabburg 2 Höfe, 4 Güter und ein Haus. Sie besaßen 18 Ochsen, 18 Kühe, 16 Rinder, 4 Kälber 9 Frischlinge, 1 Bienenstock, 3 Ziegen und steuerten 19 Gulden 14 Kreuzer.[11] 1634 musste Hans Knoblach 40 Kreuzer an Steuern zahlen.[12]

1721 gab es zwei ganze Höfe in Warnbach, die Conrad Pösl und Joseph Winter bewirtschafteten. Zwei Höfe und zwei Häuser aus Oberwarnbach gehörten zum Burggut Nabburg. Unterwarnbach hatte 4 Anwesen und 6 Häuser. Es werden die Familien Mayr, Peckl, Wittman, Hölzl und Paur genannt.[13][14]

1762 saßen Georg Adam Scharpf und Lorenz Wünter auf den beiden Höfen. 6 Anwesen und ein Hirtenhaus gehörten zum Burggut Nabburg.[15][16]

Steuerdistrikte

1808 umfasste der Steuerdistrikt Warnbach die Ortschaften Ober- und Unterwarnbach, Wölsendorf, sowie die königlichen Waldungen Wolfsberg und Bokswiese. Es gab 30 Häuser mit 217 Einwohner. Es gehörten 200 Morgen Äcker, 80 Morgen Wiesen, 100 Morgen Holz, 1 Weiher, 40 Morgen öde Gründe und Wege dazu. Sie hatten 4 Pferde, 54 Ochsen, 48 Kühe, 60 Stück Jungvieh, 80 Schafe und 36 Schweine.[17]

1811 gehörte zur Obmannschaft Wölsendorf die Orte Wölsendorf, Altfalter, Weiding, Warnbach, Dietstätt, Sindelsberg, Richt, Auhof und Sattelhof.[18]

Gemeindebildung

1818 wurde die Ruralgemeinde Schwarzach mit 84 Familien gebildet. Schwarzach hatte 22 Familien, Warnbach 10 Familien, Wölsendorf 19 Familien, Richt 7 Familien, Weiding 13 Familien, Dietstätt 9 Familien, Sindelsberg 3 Familien und Sattelhof 1 Familie.[19]

Zur Gemeinde Schwarzach bei Nabburg gehörte 1828 Schwarzach mit 25 Wohngebäuden mit 63 Familien und 255 Einwohnern, Warnbach mit 10 Wohngebäuden mit 10 Familien und 73 Einwohnern und Wölsendorf mit 20 Wohngebäuden mit 20 Familien und 142 Einwohner.[20]

1842 waren alle Bewohner katholisch. Warnbach gehört zur Pfarrei Schwarzach.[21]

1964 hatte Schwarzach 52 Häuser mit 293 Einwohner, Warnbach hatte 9 Häuser mit 54 Einwohner und Wölsendorf hatte 50 Häuser mit 277 Einwohner.[22]

Am 1. Januar 1974 wurden die Gemeindeteile Unterauerbach mit Öd, Ödgarten nach Schwarzach eingegliedert. Am 1. Januar 1971 wurde die Gemeinde Altfalter und Weiding zusammengelegt und am 1. Januar 1975 in die Gemeinde Schwarzach eingegliedert. Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Schwarzach in die Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld eingegliedert.

Historische Straßen

Hausnamen und Häusernamen

Bei den Anwesen ist der Hausname und Häusername angegeben, der im Kataster um 1840 niedergeschrieben wurde.

Hausnummer Hausname Häusername
1 “Beim Riesen“ “dder ganze Riesenhof“
2 “Beim Schwarzen“ “der1/4 Schwarzenhof“
3 “Beim Stefel“ “der 1/16 Stefelbauerhof“
4 “Beim Böhm“ “das 1/32 Böhmhäusl“

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Unterwarnbach In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
  2. Monumenta Boica, 1852, S. 122, 398, 586 In: Google Play
  3. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 72
  4. StAAm, Standbuch 29, fol. 1-57
  5. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 76
  6. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
  7. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 336
  8. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 336
  9. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 336
  10. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
  11. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 355
  12. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
  13. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
  14. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 336
  15. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
  16. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 336
  17. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 403
  18. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 407
  19. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 414
  20. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 428-429
  21. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 428
  22. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 429
Straßennamen in Schwarzach bei Nabburg
Am Eisenhammer |

An der Hohlleite | An der Salzleite | Bründlsteig | Förenweg | Hauptstraße | Kohlweg | Max-Reger-Weg | Schulweg | Untere Dorfstraße | Waldweg

In Altfalter: Alter Schulweg | Am Bleischacht | Am Haar | Am Pfarrerberg | Am Seidelacker | Auweg | Brühlweg | Eichelbergstraße | Graßlweg | Hauptstraße | Im Schwarzachgrund | Kirchplatz | Kappenweg | Muracher Weg | Ringstraße | Pointweg | Schloßstraße | Weinbergweg

In Unterauerbach: Altfalterer Straße | Am Auerbach | Am Kirchberg | Am Tannenberg | Flurstraße | Konhofer Weg | Krandorfer Straße | Neunburger Straße | Pfarräcker | Pfarrer-Zormeier-Straße | Schmiedgasse | Schwarzacher Straße | Waldstraße

In Wölsendorf: Alte Dorfstraße | Am Auhorn | Am Hofzell | Bachstraße | Bahnhofstraße | Birkenweg | Fichtenweg | Flußspatweg | Tulpenweg | Nelkenweg | Lindenweg | Kirchstraße | Klärwerksweg | Kocher-Stollen-Straße | Marienschachtweg | Naabstraße | Johanneschachtweg | Rosenweg | Sandweg | Wiesenweg | Wölsenberger Straße

Ortsteile ohne Straßennamen: Auhof | Dietstätt | Furthmühle | Oberwarnbach | Öd | Ödgarten | Richt | Sattelhof | Sindelsberg | Unterwarnbach | Weiding

Ehemalige Straßennamen:

Wüstungen: