Sindelsberg (Schwarzach bei Nabburg)

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Koordinaten: 49° 22' 32.84" N, 12° 11' 42.25" E

Sindelsberg
PLZ/Ort:92548 Sindelsberg
Höchstgeschwindigkeit:100
Belag:Asphalt
Verkehrsbedeutung:reine innerörtliche Erschließungsstraßen
Die Daten aus dieser Infobox stammen aus OpenStreetMap. Die Daten sind unter einer offenen Lizenz frei verwendbar und wurden letztmals abgerufen am 2026-03-31T12:21:39+02:00.

Sindelsberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Schwarzach bei Nabburg im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz in Bayern.

Geographie

Sindelsberg liegt 4,5 Kilometer östlich von Schwarzenfeld. Die Staatsstraße 2151 führt in der Nähe vorbei.

Historische Schreibweisen

  • 1496 Sonleinspurg
  • 1517 Sonleinsperg
  • 1554 Solensperg
  • 1606 Synleßberg
  • 1721 Sindlsperg
  • 1762 Sündlsperg

Namensdeutung

Der Ortsname leitet sich vom mhd. Personennamen Sünelī oder ahd. Personennamen Sunilo ab. Es ist eine Siedlung des Sünelī am Berg.[1]

Geschichte

1424 erscheint Sindelsberg als das Erbrecht auf einen Hof zu Dietstätt durch Paul den Schnitter bestätigt wurde.[2][3]

Im 14. Jahrhundert verlief die Grenze des Amtes Nabburg durch Sindelsberg.[4]

1413 steuerten Altfalter und Dietstätt an Walburgis 40 Pfennig Regensburger und an Michaelis 52 Pfennig Regensburger. Sindelsberg und Dietstätt wurden immer gemeinsam veranlagt.[5]

1473 gab es 5 Anwesen in Dietstätt. Sie zahlten 7 Schilling 22 Pfennig 1 Heller an Geldzins.[6][7]

1517 vermacht Kunz Windek dem Kloster Ensdorf zum Seelgerät Zinse aus einem Hof zu Sindelsberg.[8][9]

1554 besaß das Kloster Ensdorf in Sindelsberg einen Hof.[10]

1606 besaß Andreas Koller einen Hof. Sein Gut hatte einen Wert von 600 Gulden. Er besaß 4 Ochsen, 6 Kühe, 7 Rinder, 4 Schweine und steuerte 5 Gulden 23 Kreuzer.[11][12]

1634 werden zu Dietstätt zwei Höfe genannt.[13]

1721 hatte in Sindelsberg Hans Köppl einen ganzen Hof und Hans Moser einen Halbhof.[14][15]

1762 zinsten die beiden Anwesen in Sindelsberg zum Kloster Walderbach. Peter Köppl hatte einen ganzen Hof und Erhard Moser einen Halbhof.[16][17]

1808 gab es zwei Anwesen. Adam Köppl besaß einen ganzen Hof und Heinrich Stangl einen Halbhof. >[18]

Steuerdistrikte

1808 umfasste der Steuerdistrikt Weiding die Ortschaften Weiding, den Weiler Dietstätt und Sindelsberg und die Einöde Sattelhof und das Privatholz, Schelmricht genannt. Es gab 20 Häuser mit 130 Einwohner. Es gehörten 280 Morgen Äcker, 140 Morgen Wiesen, 70 Morgen Holz, 6 Weiher, 50 Morgen öde Gründe und Wege dazu. Sie hatten 2 Pferde, 40 Ochsen, 50 Kühe, 60 Stück Jungvieh, 90 Schafe und 30 Schweine.[19]

1811 gehörte zur Obmannschaft Wölsendorf die Orte Wölsendorf, Altfalter, Weiding, Warnbach, Dietstätt, Sindelsberg, Richt, Auhof und Sattelhof.[20]

Gemeindebildung

1818 wurde die Ruralgemeinde Schwarzach mit 84 Familien gebildet. Schwarzach hatte 22 Familien, Warnbach hatte 10 Familien, Wölsendorf hatte 19 Familien, Richt hatte 7 Familien, Weiding hatte13 Familien, Dietstätt hatte 9 Familien, Sindelsberg hatte 3 Familien und Sattelhof hatte 1 Familie.[21]

Zur Gemeinde Weiding gehörte 1831 Dietstätt mit 5 Wohngebäuden mit 5 Familien und 38 Einwohner, Richt mit 6 Wohngebäuden mit 10 Familien und 52 Einwohner, Sattelhof mit 2 Wohngebäuden mit 2 Familien und 10 Einwohner, Sindelsberg mit 2 Wohngebäuden mit 3 Familien und 17 Einwohner und Weiding mit 11 Wohngebäuden mit 12 Familien und 50 Einwohner.[22]

1842 waren alle Bewohner katholisch. Sindelsberg gehörte zur Pfarrei Kemnath bei Fuhrn. Die Schüler gingen nach Altfalter zur Schule. 1842 waren 31 Familien der Gemeinde Weiding unter landgerichtlicher Gerichtsbarkeit und 1 Familie unter patrimonialgerichtlicher Gerichtsbarkeit.[23]

1964 hatte die Gemeinde Weiding 26 Häuser mit 139 Einwohnern. Dietstätt hatte 4 Häuser mit 29 Einwohner, Richt hatte 7 Häuser mit 38 Einwohner, Sattelhof hatte ein Haus mit 5 Einwohner, Sindelsberg hatte 1 Haus mit 6 Einwohner und Weiding hatte 13 Häuser mit 61 Einwohner.[24]

Am 1. Januar 1971 wurden die Gemeinde Weiding in die Gemeinde Altfalter eingegliedert. Am 1. Januar 1975 wurde die Gemeinde Altfalter mit der ehemaligen Gemeinde Weiding in die Gemeinde Schwarzach bei Nabburg eingegliedert. Am 9. April 1976 wurde die Gemeinde Schwarzach in die Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld eingegliedert.[25]

Historische Straßen

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Sindelsberg In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
  2. StAAm, Kloster Ensdorf, Urkunden Band 1, 1115-1797, Dr. Ambronn, 2001
  3. Hans Zitzelsberger: Die Geschichte des Klosters Ensdorf von der Gründung bis zur Auflösung in der Reformation 1121-1525, 1954
  4. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 68
  5. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 72
  6. StAAm, Standbuch 29, fol. 1-57
  7. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 76
  8. StAAm, Kloster Ensdorf, Urkunden Band 1, 1115-1797, Dr. Ambronn, 2001
  9. Hans Zitzelsberger: Die Geschichte des Klosters Ensdorf von der Gründung bis zur Auflösung in der Reformation 1121-1525, 1954
  10. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 76
  11. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 296
  12. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
  13. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
  14. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
  15. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 297
  16. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
  17. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 297
  18. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 330
  19. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 403
  20. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 407
  21. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 414
  22. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 431
  23. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 431
  24. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 431
  25. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 435
Straßennamen in Schwarzach bei Nabburg

Am Eisenhammer | An der Hohlleite | An der Salzleite | Bründlsteig | Förenweg | Hauptstraße | Kohlweg | Max-Reger-Weg | Schulweg | Untere Dorfstraße | Waldweg

In Altfalter: Alter Schulweg | Am Bleischacht | Am Haar | Am Pfarrerberg | Am Seidelacker | Auweg | Brühweg | Eichelbergstraße | Graßlweg | Hauptstraße | Im Schwarzachgrund | Kirchplatz | Kappenweg | Muracher Weg | Ringstraße | Pointweg | Schloßstraße | Weinbergweg

In Unterauerbach: Altfalterer Straße | Am Auerbach | Am Kirchberg | Am Tannenberg | Flurstraße | Konhofer Weg | Krandorfer Straße | Neunburger Straße | Pfarräcker | Pfarrer-Zormeier-Straße | Schmiedgasse | Schwarzacher Straße | Waldstraße

In Wölsendorf: Alte Dorfstraße | Am Auhorn | Am Hofzell | Bachstraße | Bahnhofstraße | Birkenstraße | Fichtenweg | Flußspatweg | Tulpenweg | Nelkenweg | Lindenweg | Kirchstraße | Klärwerksweg | Kocher-Stollen-Straße | Marienschachtweg | Naabstraße | Johanneschachtweg | Rosenweg | Sandweg | Wiesenweg | Wölsenberger Straße

Ortsteile ohne Straßennamen: Auhof | Dietstätt | Furthmühle | Oberwarnbach | Öd | Ödgarten | Richt | Sattelhof | Sindelsberg | Unterwarnbach | Weiding

Ehemalige Straßennamen:

Wüstungen: