Dietstätt

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Koordinaten: 49° 22' 51.89" N, 12° 12' 2.41" E

Dietstätt
PLZ/Ort:92548 Dietstätt
Die Daten aus dieser Infobox stammen aus OpenStreetMap. Die Daten sind unter einer offenen Lizenz frei verwendbar und wurden letztmals abgerufen am .

Dietstätt ist ein Ortsteil der Gemeinde Schwarzach bei Nabburg im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz in Bayern.

Geographie

Diestätt liegt östlich von Schwarzenfeld und südwestlich von Schwarzach bei Nabburg.

Historische Schreibweisen

  • 1126 Ditsteten
  • 1413 Dietstad
  • 1425 Dietstet
  • 1473 Dyetstetten
  • 1513 Dietstetten
  • 1606 Diedtstätten
  • 1721 Diettstätt
  • 1762 Diettstätt

Namensdeutung

Der Ortsname leitet sich von einer Wohnstätte des Diet ab. Das Bestimmungswort ist der mhd. Personenname Diet. Das Grundwort ist das mhd. stat für Ort, Stelle oder Stätte.[1]

Geschichte

Dietstätt erscheint erstmals 1126 in den Urkunden des Klosters Ensdorf als Wignand von Wolfsbach ein Gut und eine Hofstatt zu Dietstätt dem Kloster Ensdorf schenkt. 1126 schenkt Vochold von Allersbach ein Gut zu Dietstätt an das Kloster. 1333 wird erwähnt, dass die Einkünfte aus den Höfen für das Siechenhaus verwendet werden. 1406 wird Dietstätt beim Verkauf eines Lehens in den Urkunden des Klosters Ensdorf genannt. 1424 wird das Erbrecht auf diesen Hof durch Paul den Schnitter bestätigt. Von 1415-1426 gab es 3 Erbrechtsübergaben. 1517 besitzt das Kloster Ensdorf 3 Höfe und 1 Gut.[2][3]

1413 zinsen Altfalter und Dietstätt zusammen an Walburgis 40 Regensburger Pfennig und an Michaelis 52 Regensburger Pfennig.[4]

1473 zinst Dietstätt 7 Schilling 22 Pfennig 1 Heller. Es gab 2 Anwesen.[5]

1513 wird Kristian Schneider von einem Hof genannt und ein ödes Gut, der Zwerchshoff genannt.[6][7]

1606 werden 2 Höfe genannt. Erhard Schottenhammel und Georg Hierl hatten einen Hof im Wert von jeweils 400 Gulden. Sie besaßen 6 Ochsen, 8 Kühe, 9 Rinder, 7 Frischlinge und steuerten 7 Gulden 37 ½ Kreuzer.[8][9]

1634 zinst Georg Lang 2 Gulden 20 Kreuzer und Andreas Wagner 1 Gulden 24 Kreuzer.[10]

1721 besaß Hans Pösl und Georg Pösl jeweils einen ganzen Hof.[11][12]

1762 besaß Hanns Wolf Pösl und Johannes Pöckl einen Hof in Dietstätt.[13][14]

1792 gab es 2 Anwesen.[15]

Steuerdistrikte

1808 umfasste der Steuerdistrikt Weiding die Ortschaften Weiding, den Weiler Dietstätt und Sindelsberg und die Einöde Sattelhof und das Privatholz, Schelmricht genannt. Es gab 20 Häuser mit 130 Einwohner. Es gehörten 280 Morgen Äcker, 140 Morgen Wiesen, 70 Morgen Holz, 6 Weiher, 50 Morgen öde Gründe und Wege dazu. Sie hatten 2 Pferde, 40 Ochsen, 50 Kühe, 60 Stück Jungvieh, 90 Schafe und 30 Schweine.[16]

1811 gehörte zur Obmannschaft Wölsendorf die Orte Wölsendorf, Altfalter, Weiding, Warnbach, Dietstätt, Sindelsberg, Richt, Auhof und Sattelhof.[17]

Gemeindebildung

1818 wurde die Ruralgemeinde Schwarzach mit 84 Familien gebildet. Schwarzach hatte 22 Familien, Warnbach hatte 10 Familien, Wölsendorf hatte 19 Familien, Richt hatte 7 Familien, Weiding hatte13 Familien, Dietstätt hatte 9 Familien, Sindelsberg hatte 3 Familien und Sattelhof hatte 1 Familie.[18]

Zur Gemeinde Weiding gehörte 1831 Dietstätt mit 5 Wohngebäuden mit 5 Familien und 38 Einwohner, Richt mit 6 Wohngebäuden mit 10 Familien und 52 Einwohner, Sattelhof mit 2 Wohngebäuden mit 2 Familien und 10 Einwohner, Sindelsberg mit 2 Wohngebäuden mit 3 Familien und 17 Einwohner und Weiding mit 11 Wohngebäuden mit 12 Familien und 50 Einwohner.[19]

1842 waren alle Bewohner katholisch. Dietstätt gehörte zur Pfarrei Kemnath bei Fuhrn. Die Schüler gingen nach Altfalter zur Schule. 1842 waren 31 Familien der Gemeinde Weiding unter landgerichtlicher Gerichtsbarkeit und 1 Familie unter patrimonialgerichtlicher Gerichtsbarkeit.[20]

1964 hatte die Gemeinde Weiding 26 Häuser mit 139 Einwohnern. Dietstätt hatte 4 Häuser mit 29 Einwohner, Richt hatte 7 Häuser mit 38 Einwohner, Sattelhof hatte ein Haus mit 5 Einwohner, Sindelsberg hatte 1 Haus mit 6 Einwohner und Weiding hatte 13 Häuser mit 61 Einwohner.[21]

Am 1. Januar 1971 wurden die Gemeinde Weiding in die Gemeinde Altfalter eingegliedert. Am 1. Januar 1975 wurde die Gemeinde Altfalter mit der ehemaligen Gemeinde Weiding in die Gemeinde Schwarzach bei Nabburg eingegliedert. Am 9. April 1976 wurde die Gemeinde Schwarzach in die Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld eingegliedert.[22]

Historische Straßen

Gebäude/Einrichtungen/Firmen

Hausnummer Gebäude

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Dietstätt In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
  2. StAAm, Kloster Ensdorf, Urkunden Band 1, 1115-1797, Dr. Ambronn, 2001
  3. Hans Zitzelsberger: Die Geschichte des Klosters Ensdorf von der Gründung bis zur Auflösung in der Reformation 1121-1525, 1954
  4. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 72
  5. StAAm, Standbuch 29, fol. 1-57
  6. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
  7. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 296
  8. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 296
  9. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
  10. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
  11. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
  12. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 296
  13. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
  14. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 296
  15. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 296
  16. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 403
  17. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 407
  18. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 414
  19. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 431
  20. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 431
  21. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 431
  22. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 435
Straßennamen in Schwarzach bei Nabburg

Am Eisenhammer | An der Hohlleite | An der Salzleite | Bründlsteig | Förenweg | Hauptstraße | Kohlweg | Max-Reger-Weg | Schulweg | Untere Dorfstraße | Waldweg

In Altfalter: Alter Schulweg | Am Bleischacht | Am Haar | Am Pfarrerberg | Am Seidelacker | Auweg | Brühweg | Eichelbergstraße | Graßlweg | Hauptstraße | Im Schwarzachgrund | Kirchplatz | Kappenweg | Muracher Weg | Ringstraße | Pointweg | Schloßstraße | Weinbergweg

In Unterauerbach: Altfalterer Straße | Am Auerbach | Am Kirchberg | Am Tannenberg | Flurstraße | Konhofer Weg | Krandorfer Straße | Neunburger Straße | Pfarräcker | Pfarrer-Zormeier-Straße | Schmiedgasse | Schwarzacher Straße | Waldstraße

In Wölsendorf: Alte Dorfstraße | Am Auhorn | Am Hofzell | Bachstraße | Bahnhofstraße | Birkenstraße | Fichtenweg | Flußspatweg | Tulpenweg | Nelkenweg | Lindenweg | Kirchstraße | Klärwerksweg | Kocher-Stollen-Straße | Marienschachtweg | Naabstraße | Johanneschachtweg | Rosenweg | Sandweg | Wiesenweg | Wölsenberger Straße

Ortsteile ohne Straßennamen: Auhof | Dietstätt | Furthmühle | Oberwarnbach | Öd | Ödgarten | Richt | Sattelhof | Sindelsberg | Unterwarnbach | Weiding

Ehemalige Straßennamen:

Wüstungen: