Auhof (Schwarzach bei Nabburg)
Koordinaten: 49° 23' 28.43" N, 12° 11' 28.90" E
| Auhof | |
|---|---|
Auhof | |
| PLZ/Ort: | 92548 Auhof |
Auhof ist ein Ortsteil der Gemeinde Schwarzach bei Nabburg im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz in Bayern.
Geographie
Auhof liegt 4 Kilometer östlich von Schwarzenfeld und 3,4 Kilometer südwestlich von Schwarzach bei Nabbung neben der Staatsstraße 2159.
Historische Schreibweisen
- 1782 Auhof
- 1831 Auhof
Namensdeutung
Der Ortsname leitet sich von einer Siedlung, die vom Wasser umflossenen ist oder feuchten Grund auf dem es erbaut wurde ab. Der Hof liegt in der Aue der Schwarzach.[1]
Geschichte
1782 wird der Sohn des Georg Pesl, Bauer in Auhof getauft. Somit erfahren wir zum ersten Mal von diesen Hof.[2]
1806 heiratet Andreas Lippert aus Pretzabruck und wird Bauer auf dem Auhof.[3]
1808 wird Andreas Lippert auf dem Auhof genannt. Der Hof war gerichtsbar zur Gutsherrschaft Altendorf, er war erbrechtsweise grundbar, zins- und gültbar nach Altendorf und zehentbar zum Domkapitel Regensburg.
1852 heiratet Johann Lippert am 6. Juli Katharina Forster in Schwarzach. Er war Witwer auf dem Auhof.[4]
Steuerdistrikte
1808 umfasste der Steuerdistrikt Altfalter das Dorf Altfalter, mit dem Schloss des Theobald Freiherrn von Anethan, dem Weiler Richt, den Einöden Furthmühle und Auhof sowie den Waldungen Eichelberg und Schwarzacher Kirchholz. Es gab 51 Häuser mit 271 Einwohner. Es gehörten 200 Morgen Äcker, 80 Morgen Wiesen, 250 Morgen Holz, 1 Weiher, 45 Morgen öde Gründe und Wege dazu. Sie hatten 4 Pferde, 36 Ochsen, 60 Kühe, 36 Stück Jungvieh, 20 Schafe und 45 Schweine.[5]
1811 gehörte zur Obmannschaft Wölsendorf die Orte Wölsendorf, Altfalter, Weiding, Warnbach, Dietstätt, Sindelsberg, Richt, Auhof und Sattelhof. Furthmühle dürfte auch bei der Obmannschaft Wölsendorf eingegliedert worden sein, da es vorher bei Altfalter war.[6]
Gemeindebildung
1818 wurde die patrimonialgerichtische Ruralgemeinde Altfalter gebildet. Altfalter hatte 42 Familien, Furthmühle hatte 3 Familien und Auhof hatte 1 Familie.[7]
1828 gehörten zur Gemeinde Altfalter 45 Wohngebäude mit 70 Familien und 289 Einwohner. Altfalter hatte 41 Wohngebäude mit 66 Familien und 266 Einwohnern, Auhof hatte 1 Wohngebäude mit 1 Familie und 5 Einwohnern und Furthmühle hatte 3 Wohngebäude mit 3 Familien und 18 Einwohner.[8]
1842 waren alle Bewohner katholisch. Auhof gehörte zur Filialkirche Altfalter der Pfarrei Schwarzach. Die Schule in Altfalter wurde von 54 Werktags- und 60 Sonntagsschülern besucht.[9]
1964 hatte die Gemeinde Altfalter 70 Häuser mit 349 Einwohnern. Altfalter hatte 64 Wohngebäude und 318 Einwohner, Auhof hatte 1 Wohnhaus und 5 Einwohner und Furthmühle hatte 5 Häuser mit 26 Einwohner.[10]
Am 1. Januar 1971 wurde die Gemeinde Altfalter und Weiding zusammengelegt und am 1. Januar 1975 in die Gemeinde Schwarzach eingegliedert. Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Schwarzach in die Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld eingegliedert.
Historische Straßen
- Altstraßen im Bereich der TK 25 6539 Nabburg
- Altstraßen im Bereich der TK 25 6539 Nabburg/Gesamt
- Altstraßen im Bereich der TK 25 6539 Nabburg/Historische Karten
Weblinks
- Auhof In: BayernAtlas
- Auhof In: Bavarikon
- Auhof In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
Literatur
- Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
Einzelnachweise
- ↑ AuhofIn: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- ↑ Matricula online, Pf. Schwarzach, S. 185
- ↑ Matricula online, Pf. Schwarzach002_0190
- ↑ Matricula online, Pf. Schwarzach002_0219
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 397
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 407
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 415
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 417
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 417
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 417
Am Eisenhammer | An der Hohlleite | An der Salzleite | Bründlsteig | Förenweg | Hauptstraße | Kohlweg | Max-Reger-Weg | Schulweg | Untere Dorfstraße | Waldweg
In Altfalter: Alter Schulweg | Am Bleischacht | Am Haar | Am Pfarrerberg | Am Seidelacker | Auweg | Brühlweg | Eichelbergstraße | Graßlweg | Hauptstraße | Im Schwarzachgrund | Kirchplatz | Kappenweg | Muracher Weg | Ringstraße | Pointweg | Schloßstraße | Weinbergweg
In Unterauerbach: Altfalterer Straße | Am Auerbach | Am Kirchberg | Am Tannenberg | Flurstraße | Konhofer Weg | Krandorfer Straße | Neunburger Straße | Pfarräcker | Pfarrer-Zormeier-Straße | Schmiedgasse | Schwarzacher Straße | Waldstraße
In Wölsendorf: Alte Dorfstraße | Am Auhorn | Am Hofzell | Bachstraße | Bahnhofstraße | Birkenweg | Fichtenweg | Flußspatweg | Tulpenweg | Nelkenweg | Lindenweg | Kirchstraße | Klärwerksweg | Kocher-Stollen-Straße | Marienschachtweg | Naabstraße | Johanneschachtweg | Rosenweg | Sandweg | Wiesenweg | Wölsenberger Straße
Ortsteile ohne Straßennamen: Auhof | Dietstätt | Furthmühle | Oberwarnbach | Öd | Ödgarten | Richt | Sattelhof | Sindelsberg | Unterwarnbach | Weiding
Ehemalige Straßennamen:
Wüstungen: