Weiding (Schwarzach bei Nabburg)

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Koordinaten: 49° 22' 47.06" N, 12° 12' 47.41" E

Weiding
PLZ/Ort:92548 Weiding
Die Daten aus dieser Infobox stammen aus OpenStreetMap. Die Daten sind unter einer offenen Lizenz frei verwendbar und wurden letztmals abgerufen am 2026-03-31T19:10:29+02:00.

Weiding ist ein Ortsteil der Gemeinde Schwarzach bei Nabburg im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz in Bayern.

Geographie

Weiding liegt östlich von Schwarzenfeld.

Historische Schreibweisen

  • 1225 Widingen
  • 1310 Weiding
  • 1326 Weidig
  • 1413 Weyding
  • 1473 Weyding
  • 1513 Weyding
  • 1596 Weidinng
  • 1606 Weyding
  • 1721 Weyding
  • 1762 Weyding

Namensdeutung

Der Ortsname leitet sich von den Leuten ab, die bei den Weiden siedelten.[1]

Geschichte

1225 erscheint Weiding als „villa Widingen“ in den Urkunden, als die Landgrafen von Leuchtenberg an Heinrich I. von Ortenburg und Murach die Veste Schmidgaden und Einkünfte in Nessating und Weiding verpfändeten. Auch 1310 und 1326 wird der Ort in den Urkunden genannt.[2]

1413 zinsten die Bewohner 1 Achtel Hafer.[3]

1473 werden 8 Anwesen genannt. Sie zinsten 5 Schilling 22 Pfennig 1 Heller und 1 Achtel Hafer.[4][5]

1513 hatte Peter Leckl, Georg Hirll, Steffl Wagner und Hans Schon einen ganzen Hof, Paul Rauch besaß einen Halbhof und Hans Kiener ein Gütl. Im bayerischen Krieg waren zwei Gütlein abgebrannt und sind noch nicht wieder aufgebaut worden.[6][7]

1596 hatte Weiding 5 ganze Höfe und 4 Gütel.[8]

1606 gab es 5 Höfe, 3 Güter und 1 Taferne. Sie besaßen 5 Pferde, 16 Ochsen, 29 Kühe, 27 Rinder, 14 Schweine, 4 Kälber, 130 Schafe, 2 Frischlinge und zinsten 29 Gulden 53 Kreuzer.[9][10]

1630 gehörte ein Gut zum allodialen Landsassengut Altfalter, ebenso 1721 und 1762. Er besaß 2 Ochsen, 3 Kühe, 5 Rinder, 1 Schwein, 2 Frischlinge und steuerte 3 Gulden 5 Kreuzer und 2 Pfennig.[11]

1721 gab es 5 ganze Höfe, 3 Halbhöfe, 1 Viertelhof, 1 Sechzehntelhof und ein Hirtenhaus.[12][13]

1762 gab es 10 Anwesen, davon ein Wirtshaus und eine Schmiede und ein Hirtenhaus.[14][15]

1792 waren in Weiding 9 Anwesen.[16]

Steuerdistrikte

1808 umfasste der Steuerdistrikt Weiding die Ortschaften Weiding, den Weiler Dietstätt und Sindelsberg und die Einöde Sattelhof und das Privatholz, Schelmricht genannt. Es gab 20 Häuser mit 130 Einwohner. Es gehörten 280 Morgen Äcker, 140 Morgen Wiesen, 70 Morgen Holz, 6 Weiher, 50 Morgen öde Gründe und Wege dazu. Sie hatten 2 Pferde, 40 Ochsen, 50 Kühe, 60 Stück Jungvieh, 90 Schafe und 30 Schweine.[17]

1811 gehörte zur Obmannschaft Wölsendorf die Orte Wölsendorf, Altfalter, Weiding, Warnbach, Dietstätt, Sindelsberg, Richt, Auhof und Sattelhof.[18]

Gemeindebildung

1818 wurde die Ruralgemeinde Schwarzach mit 84 Familien gebildet. Schwarzach hatte 22 Familien, Warnbach hatte 10 Familien, Wölsendorf hatte 19 Familien, Richt hatte 7 Familien, Weiding hatte13 Familien, Dietstätt hatte 9 Familien, Sindelsberg hatte 3 Familien und Sattelhof hatte 1 Familie. Weiding gehörte 1828 zur Gemeinde Schwarzach und wurde erst durch Regierungsentschließung vom 29. September 1831 zur selbständigen Gemeinde erhoben.[19]

Zur Gemeinde Weiding gehörte 1831 Dietstätt mit 5 Wohngebäuden mit 5 Familien und 38 Einwohner, Richt mit 6 Wohngebäuden mit 10 Familien und 52 Einwohner, Sattelhof mit 2 Wohngebäuden mit 2 Familien und 10 Einwohner, Sindelsberg mit 2 Wohngebäuden mit 3 Familien und 17 Einwohner und Weiding mit 11 Wohngebäuden mit 12 Familien und 50 Einwohner.[20]

1842 waren alle Bewohner katholisch. Weiding gehörte zur Pfarrei Kemnath bei Fuhrn und teilweise zur Pfarrei Altfalter. Die Schüler gingen nach Altfalter zur Schule. 1842 waren 31 Familien der Gemeinde Weiding unter landgerichtlicher Gerichtsbarkeit und 1 Familie unter patrimonialgerichtlicher Gerichtsbarkeit.[21]

1964 hatte die Gemeinde Weiding 26 Häuser mit 139 Einwohnern. Dietstätt hatte 4 Häuser mit 29 Einwohner, Richt hatte 7 Häuser mit 38 Einwohner, Sattelhof hatte ein Haus mit 5 Einwohner, Sindelsberg hatte 1 Haus mit 6 Einwohner und Weiding hatte 13 Häuser mit 61 Einwohner.[22]

Am 1. Januar 1971 wurden die Gemeinde Weiding in die Gemeinde Altfalter eingegliedert. Am 1. Januar 1975 wurde die Gemeinde Altfalter mit der ehemaligen Gemeinde Weiding in die Gemeinde Schwarzach bei Nabburg eingegliedert. Am 9. April 1976 wurde die Gemeinde Schwarzach in die Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld eingegliedert.[23]

Historische Straßen

Gebäude/Einrichtungen/Firmen

Hausnummer Gebäude
13 Dokuzentrum slawische Besiedlung

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Weiding In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
  2. Weiding In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
  3. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 72
  4. StAAm, Standbuch 29, fol. 1-57
  5. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 76
  6. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
  7. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 337
  8. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 337
  9. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 337
  10. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
  11. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 345
  12. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
  13. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 337
  14. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
  15. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 337
  16. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 337
  17. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 403
  18. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 407
  19. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 414
  20. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 431
  21. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 431
  22. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 431
  23. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 435
Straßennamen in Schwarzach bei Nabburg

Am Eisenhammer | An der Hohlleite | An der Salzleite | Bründlsteig | Förenweg | Hauptstraße | Kohlweg | Max-Reger-Weg | Schulweg | Untere Dorfstraße | Waldweg

In Altfalter: Alter Schulweg | Am Bleischacht | Am Haar | Am Pfarrerberg | Am Seidelacker | Auweg | Brühweg | Eichelbergstraße | Graßlweg | Hauptstraße | Im Schwarzachgrund | Kirchplatz | Kappenweg | Muracher Weg | Ringstraße | Pointweg | Schloßstraße | Weinbergweg

In Unterauerbach: Altfalterer Straße | Am Auerbach | Am Kirchberg | Am Tannenberg | Flurstraße | Konhofer Weg | Krandorfer Straße | Neunburger Straße | Pfarräcker | Pfarrer-Zormeier-Straße | Schmiedgasse | Schwarzacher Straße | Waldstraße

In Wölsendorf: Alte Dorfstraße | Am Auhorn | Am Hofzell | Bachstraße | Bahnhofstraße | Birkenstraße | Fichtenweg | Flußspatweg | Tulpenweg | Nelkenweg | Lindenweg | Kirchstraße | Klärwerksweg | Kocher-Stollen-Straße | Marienschachtweg | Naabstraße | Johanneschachtweg | Rosenweg | Sandweg | Wiesenweg | Wölsenberger Straße

Ortsteile ohne Straßennamen: Auhof | Dietstätt | Furthmühle | Oberwarnbach | Öd | Ödgarten | Richt | Sattelhof | Sindelsberg | Unterwarnbach | Weiding

Ehemalige Straßennamen:

Wüstungen: