Unterauerbach (Schwarzach bei Nabburg)
Koordinaten: 49° 23' 25.73" N, 12° 14' 54.24" E
| Unterauerbach | |
|---|---|
| PLZ/Ort: | 92548 Unterauerbach |
| Wahrscheinlich fehlt die Wikidata-Verknüpfung: Q16857628 (Unterauerbach_(Schwarzach_bei_Nabburg)) | |
Unterauerbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Schwarzach bei Nabburg im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz in Bayern.
Geographie
Unterauerbach liegt 2,7 Kilometer südöstlich von Schwarzach bei Nabburg.
Historische Schreibweisen
|
|
Namensdeutung
Der Ortsname leitet sich von einer Siedlung am Bach, an dem Auerochsen vorkamen ab.[1]
Geschichte
Früh- und Vorgeschichte
Die Gegend um Unterauerbach ist uraltes Siedlungsgebiet. Bereits aus der mittleren Altsteinzeit liegen Beweise für die Anwesenheit des Menschen in diesem Gebiet vor. Ein in Unterauerbach 1958 gefundenes Absatzbeil aus der mittleren Bronzezeit zeugt von der frühen Besiedelung des Auerbachtales. Bei Dietstätt wurde eine frühmittelalterliche, slawische Siedlung und ein intakter Brunnen entdeckt. Im Dokuzentrum „Slawische Besiedlung“ in Weiding finden sich viele Artefakte aus dieser Zeit.
Geschichte von Unterauerbach
Unterauerbach war schon im 9. Jahrhundert von Slawen besiedelt. Im Jahr 1031 wurde Unterauerbach erstmals erwähnt.[2] 1120 erscheint der Ort in den Urkunden von Prüfening als „Marcwart de Vrbach“ genannt wird. 1177 wird „Erkenbertus de Vrbach“ in den Urkunden des Klosters Waldsassen genannt. 1170 erscheint „Marchwart de Urbach“ in den Urkunden des Kloster Prüfening.[3] Im ältesten bayerischen Salbuch 1231 wurde Unterauerbach im Amt Schwarzach aufgeführt. Im Urbar von 1280 erscheint der Ort im Amt „Awerpach“ mit 5 Höfen und einer Mühle. 1326 wird „Nidern Awerbach“ im Amt Neunburg genannt. In dieser Zeit gab es bereits eine Kirche.[4]
1499 gibt es 6 Höfe, ein Haus, einen Wirt und ein Bräuhaus. Es werden die Familien Resch, Schwammenkrug, Köppl, Vellhorn, Mörl, Kleinmayer genannt. Der Pfarrer und Frühmesser geben jeweils Vogteigeld.[5][6]
1622 gab es 1 Kirche, 5 Höfe, 9 Güter, 1 Sölde und eine Mühle.[7]
1631 hatte Unterauerbach eine Kirche, 1 Hof, 4 Güter, 2 Gütel, 1 Söldengut, 2 Söldengütel, 8 Häusel, 1 Taferne, 1 Badstube und 1 Schmiede. Sie besaßen 1 Pferd, 65 Rinder, 16 Schweine, 32 Schafe und 2 Ziegen. Zur Hofmark Altfalter gehörte 1 Hof. Sie besaßen 11 Rinder, 3 Schweine und 7 Schafe. 1 Hof gehörte zum Kloster Walderbach. Sie besaßen 1 Pferd, 11 Rinder, 4 Schweine und 20 Schafe.[8]
1661 gab es 1 Kirche, 1 Hof, 5 Güter, 1 Sölde, 1 Söldengütel, 10 Häusel, davon waren 5 öde und abgebrannt. Außerdem gab es eine Taferne, eine Badstube und einen Schmied. Sie besaßen 29 Rinder, 6 Schweine, 16 Schafe, 6 Ziegen und 4 Bienenstöcke. Ein Hof gehörte zur Hofmark Altfalter. Sie besaßen 9 Rinder, 1 Schwein und 3 Bienenstöcke. Ein Hof gehörte zum Kloster Walderbach. Sie besaßen 9 Rinder, 1 Schwein und 3 Bienenstöcke.[9]
1762 gab es 24 Anwesen, 1 Schmiede, 12 Häuser und ein Hirtenhaus. 1797 gehörte ein Hof und die Mühle zum Kloster Walderbach. 1808 werden 26 Anwesen genannt. Ein Anwesen gehörte zur Hofmark Altfalter.[10]
Steuerdistrikte
1808 umfasste der Steuerdistrikt Mitterauerbach die Ortschaften Mitterauerbach mit 8 Anwesen, Oberauerbach mit 10 Anwesen, Unterauerbach mit 25 Anwesen und Öd mit 5 Anwesen.[11]
Gemeindebildung
1818 wurde die Ruralgemeinde Unterauerbach mit 32 Familien gebildet. Unterauerbach hatte 27 Familien und Öd 5 Familien.[12]
1830 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Mitterauerbach mit den Orten Mitterauerbach und Oberauerbach aufgelöst und der Gemeinde Unterauerbach zugeteilt. Am 1. Januar 1974 wurden die Gemeindeteile Mitterauerbach und Oberauerbach nach Neunburg vorm Wald umgegliedert. Die Orte Unterauerbach, Öd und Ödgarten wurden am 1. Januar 1974 in die Gemeinde Schwarzach bei Nabburg eingegliedert.[13] Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Schwarzach in die Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld eingegliedert.
Historische Straßen
Weblinks
- Unterauerbach In: BayernAtlas
- Unterauerbach In: Bavarikon
- Unterauerbach In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
- Unterauerbach In: Geschichte Bayerns, Repositorium
- Topographischer Atlas vom Königreiche Baiern diesseits der Rhein. [36], Pfreimt (1818)
- 191 Karten In: Bayerische Landesbibliothek Online
- Versuch einer Geschichte des Vicedomamtes Nabburg In: MDZ, Digitale Bibliothek
Literatur
- Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 52: Neunburg vorm Wald. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9
- Heribert Batzl, Max Pöppl: Familienkundliche Beiträge, Heft 36. Steuerbeschreibung des Landrichteramts Neunburg vorm Wald 1768. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2005
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 71. Steuerbeschreibung 1661. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2017
- Franz Grabinger, Anton Grabinger, Anni Klier: Die Geschichte des Auerbachtales. Hrsg.: Josef Flor, Unterauerbach
Einzelnachweise
- ↑ Unterauerbach In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
- ↑ Die Geschichte des Auerbachtales
- ↑ Unterauerbach In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- ↑ Google Play, Monumenta boica, S. 583
- ↑ StAAm, Fürstentum Obere Pfalz, Rentkammer 1094, Saalbuch 1499
- ↑ Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 52: Neunburg vorm Wald. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 300
- ↑ Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 52: Neunburg vorm Wald. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 300
- ↑ Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 52: Neunburg vorm Wald. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 300
- ↑ Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 52: Neunburg vorm Wald. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 301
- ↑ Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 52: Neunburg vorm Wald. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 301
- ↑ Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 52: Neunburg vorm Wald. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 364-365
- ↑ Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 52: Neunburg vorm Wald. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 421
- ↑ Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 52: Neunburg vorm Wald. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 434
An der Hohlleite | An der Salzleite | Bründlsteig | Förenweg | Hauptstraße | Kohlweg | Max-Reger-Weg | Schulweg | Untere Dorfstraße | Waldweg
In Altfalter: Alter Schulweg | Am Bleischacht | Am Haar | Am Pfarrerberg | Am Seidelacker | Auweg | Brühlweg | Eichelbergstraße | Graßlweg | Hauptstraße | Im Schwarzachgrund | Kirchplatz | Kappenweg | Muracher Weg | Ringstraße | Pointweg | Schloßstraße | Weinbergweg
In Unterauerbach: Altfalterer Straße | Am Auerbach | Am Kirchberg | Am Tannenberg | Flurstraße | Konhofer Weg | Krandorfer Straße | Neunburger Straße | Pfarräcker | Pfarrer-Zormeier-Straße | Schmiedgasse | Schwarzacher Straße | Waldstraße
In Wölsendorf: Alte Dorfstraße | Am Auhorn | Am Hofzell | Bachstraße | Bahnhofstraße | Birkenweg | Fichtenweg | Flußspatweg | Tulpenweg | Nelkenweg | Lindenweg | Kirchstraße | Klärwerksweg | Kocher-Stollen-Straße | Marienschachtweg | Naabstraße | Johanneschachtweg | Rosenweg | Sandweg | Wiesenweg | Wölsenberger Straße
Ortsteile ohne Straßennamen: Auhof | Dietstätt | Furthmühle | Oberwarnbach | Öd | Ödgarten | Richt | Sattelhof | Sindelsberg | Unterwarnbach | Weiding
Ehemalige Straßennamen:
Wüstungen: