Pretzabruck

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Koordinaten: 49° 23' 32.21" N, 12° 10' 1.06" E

Pretzabruck
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PLZ/Ort:92521 Pretzabruck
Höchstgeschwindigkeit:50, 100
Belag:Asphalt
Verkehrsbedeutung:Straße an und in Wohngebieten, Staatsstraße oder sehr gut ausgebaute Kreisstraße
Die Daten aus dieser Infobox stammen aus OpenStreetMap. Die Daten sind unter einer offenen Lizenz frei verwendbar und wurden letztmals abgerufen am 2026-02-07T18:40:04+01:00.
Wahrscheinlich fehlt die Wikidata-Verknüpfung: Q17591194 (Pretzabruck)

Pretzabruck ist ein Ortsteil des Marktes Schwarzenfeld im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz.

Lage

Pretzabruck liegt östlich von Schwarzenfeld an der Staatsstraße 2159 und befindet sich am Südufer der Schwarzach.

Historische Schreibweisen

  • 1129 Peczenbruck
  • 1191 Pecinbrukke
  • 1413 Prezenpruk
  • 1473 Petzenprück
  • 1513 Petzenpruckh
  • 1565 Petznbrückh
  • 1606 Pretzabrückh
  • 1721 Prezapruckh
  • 1762 Prezaprückl

Namensdeutung

Der Ortsname leitet von einer Siedlung an einer Brücke des Pёzo ab.[1]

Geschichte

Pretzabruck wurde erstmals 1129 erwähnt, als Ernst von Grögling diesen Besitz für die Gründung des Klosters gegen Plankstetten mit seinem Bruder Hartwig tauschte. Noch im gleichen Jahr schenkte Hartwig von Grögling „Peczenbruck“ an der „Swarza“ dem Benediktinerkloster Plankstetten. In den sechziger Jahren des 13. Jahrhunderts, wahrscheinlich noch unter Graf Wolfgang von Altendorf wechselte Pretzabruck aus dem Besitz der Altendorfer in den Besitz der Wittelsbacher. Im Urbar Ludwig des Strengen wird es als Teil des den bayerischen Herzögen zugefallenen Besitzes aufgezählt.[2]

1413 gab Prezabruck jährlich an Walburgis und Michaelis 3 ½ Pfund Regensburger. Es gab auch ein Fischer der Abgaben leisten musste.[3] 1473 gab es in Pretzabruck 5 Anwesen und 1 Mühle.[4] 1513 und 1596 hatte Pretzabruck 6 Höfe und eine Mühle.[5]

1517 wurde ein Bauer gemustert.[6] [7]

Im Registraturbuch des Klosters Reichenbach von 1565 wird auch Pretzabruck mit Abgaben erwähnt.[8]

1606 gab es 6 Höfe und eine Mühle. Sie hatten 7 Pferde, 12 Ochsen, 16 Kühe, 16 Rinder, 13 Schweine und 75 Schafe und steuerten 28 Gulden 55 Kreuzer.[9][10]

1721 und 1762 werden 9 Anwesen und ein Hirtenhaus aufgeführt.[11][12][13]

1792 werden 8 Anwesen und eine Mühle genannt.[14]

Steuerdistrikte

Zum Steuerdistrikt Pretzabruck gehörte Pretzabruck und der Weiler Zilchenricht mit 15 Häuser und 101 Seelen. Sie hatten 200 Morgen Äcker, 80 Morgen Wiesen, 50 Morgen Holz, 3 Weiher, 30 Morgen öde Gründe und Wege. Sie besaßen 4 Pferde, 30 Ochsen, 26 Kühe, 24 Rinder, 25 Schafe und 12 Schweine.[15]

1811 gehörte zur Obmannschaft Schwarzenfeld: Schwarzenfeld, Pretzabruck, Zilchenricht, Traunricht, Asbach und Schwaig.[16]

Die Steuerdistrikte im Landgericht Nabburg wurden am 23. Juni 1818 gebildet. Zum Steuerdistrikt Pretzabruck gehörten: Pretzabruck mit 14 Anwesen, Zilchenricht mit 6 Anwesen, Traunricht mit 6 Anwesen, Asbach mit 5 Anwesen und Weiherhaus mit 1 Anwesen. [17]

Gemeindebildung

Zur Gemeinde Pretzabruck gehörte 1828: Asbach mit 7 Wohngebäuden und 59 Einwohner, Pretzabruck mit 10 Wohngebäuden und 64 Einwohner, Traunricht mit 6 Wohngebäuden und 37 Einwohner, Zilchenricht mit 5 Wohngebäuden und 37 Einwohner und Weiherhaus mit einem Wohngebäude. Weiherhaus wurde abgebrochen. 1842 waren alle Einwohner der Gemeinde Pretzabruck unter landgerichtlicher Jurisdiktion. Alle Bewohner waren katholisch und gehörten zur Pfarrei und Schule nach Schwarzenfeld.[18]

1964 gab es in Asbach 9 Wohngebäude mit 40 Einwohner, Holzhaus (Schwarzenfeld) 1 Haus mit 4 Einwohner, Pretzabruck 18 Wohngebäude mit 102 Einwohner, Traunricht 40 Wohngebäude mit 202 Einwohner und Zilchenricht mit 6 Wohngebäuden und 39 Einwohner.[19]

Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Pretzabruck in den Markt Schwarzenfeld eingegliedert.

Gebäude/Einrichtungen/Firmen

Hausnummer Gebäude

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Pretzabruck In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
  2. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 38
  3. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 71
  4. StAAm, Standbuch 29, fol. 1-57
  5. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 322
  6. StAAm, Pflegamt Nabburg, Musterungen 5/n
  7. StAAm, Pflegamt Nabburg, Musterungen 7/o
  8. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 50
  9. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
  10. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 322
  11. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 322
  12. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
  13. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
  14. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 323
  15. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 401
  16. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 407
  17. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 414
  18. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 427
  19. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 427
Straßennamen in Schwarzenfeld

Schloßstraße

In Kögl:

In Irrenlohe: Fichtenhof | Forstweg | Hutweg | Kapellenweg | Luckerweg | Rosenweg

In Traunricht:

Ortsteile ohne Straßennamen: Ameisgrub | Asbach | Deiselkühn | Frotzersricht | Glöcklhof | Godlhof | Hohenirlach | Holzhaus | Ödhof | Pretzabruck | Raffach | Sonnenried | Schwaig | Zilchenricht

Ehemalige Straßennamen:

Wüstungen: Weiherhaus | Weiherhaus