Traunricht

Aus OberpfalzWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen





Koordinaten: 49° 23' 17.45" N, 12° 9' 12.35" E

Traunricht
Die Karte wird geladen …
PLZ/Ort:92521 Traunricht
Die Daten aus dieser Infobox stammen aus OpenStreetMap. Die Daten sind unter einer offenen Lizenz frei verwendbar und wurden letztmals abgerufen am 2026-02-07T18:43:32+01:00.

Traunricht ist ein Ortsteil des Marktes Schwarzenfeld im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz.

Lage

Traunricht liegt östlich von Schwarzenfeld in der Nähe des Zusammenflusses der Naab und der Schwarzach und direkt neben der Autobahn A 93.

Historische Schreibweisen

  • 1129 Trenrewt
  • 1191 Traginriut[1]
  • 1326 Dreinrivt
  • 1473 Tynriet
  • 1513 Traunried
  • 1596 Trennrieth
  • 1606 Treinriedt
  • 1762 Traunrieth

Namensdeutung

Der Ortsname leitet sich von der Rodungssiedlung des Trago ab.[2]

Geschichte

1129 wird Traunricht in den Urkunden von Eichstätt genannt. 1191 findet sich der Ort in den Urkunden des Klosters Plankstetten und 1326 in den Urkunden von Kurbayern.[3]

1473 gab es 4 Anwesen in Traunricht.[4]

1513 gab es 4 Anwesen die Abgaben zum Amt Nabburg leisteten.[5][6]

1596 hatte der Ort 2 ganze Höfe und 2 Halbhöfe.[7]

1606 werden 4 Anwesen und 1 Hirtenhaus genannt. Sie hatten 6 Pferde, 4 Ochsen, 10 Kühe, 6 Rinder, 2 Kälber, 4 Frischlinge und zahlten 13 Gulden 20 ½ Kreuzer an Steuern.[8][9]

1721 gab es 2 ganze Höfe, 2 Halbhöfe, einen 1/16 Hof und ein Hirtenhaus.[10][11]

1762 hatte Traunricht 5 Anwesen.[12]

1792 gab es 5 Anwesen.[13]

Steuerdistrikte

Zum Steuerdistrikt Pretzabruck gehörte Pretzabruck und Zilchenricht mit 15 Häuser und 101 Seelen. Sie hatten 200 Morgen Äcker, 80 Morgen Wiesen, 50 Morgen Holz, 3 Weiher, 30 Morgen öde Gründe und Wege. Sie besaßen 4 Pferde, 30 Ochsen, 26 Kühe, 24 Rinder, 25 Schafe und 12 Schweine.[14]

Zum Steuerdistrikt Traunricht gehörten die Dörfer Traunricht, Asbach und die Weiler Schwaig und Weiherhaus mit 16 Häuser und 127 Seelen. Die gräflich von Holnsteinsche Gutswaldungen Dachsberg, Haidweiher, Wechsel und Blankenholz gehörten auch dazu. Sie hatten 120 Morgen Äcker, 40 Morgen Wiesen, 60 Morgen Holz, 12 Weiher, 12 öde Gründe und Wege. Sie besaßen 3 Pferde, 40 Ochsen, 36 Kühe, 60 Rinder 70 Schafe und 25 Schweine.[15]

1811 gehörte zur Obmannschaft Schwarzenfeld: Schwarzenfeld, Pretzabruck, Zilchenricht, Traunricht, Asbach und Schwaig.[16]

Die Steuerdistrikte im Landgericht Nabburg wurden am 23. Juni 1818 gebildet. Zum Steuerdistrikt Pretzabruck gehörten: Pretzabruck mit 14 Anwesen, Zilchenricht mit 6 Anwesen, Traunricht mit 6 Anwesen, Asbach mit 5 Anwesen und Weiherhaus mit 1 Anwesen. [17]

Gemeindebildung

Zur Gemeinde Pretzabruck gehörte 1828: Asbach mit 7 Wohngebäuden und 59 Einwohner, Pretzabruck mit 10 Wohngebäuden und 64 Einwohner, Traunricht mit 6 Wohngebäuden und 37 Einwohner,Zilchenricht mit 5 Wohngebäuden und 37 Einwohner und Weiherhaus mit einem Wohngebäude. Weiherhaus wurde abgebrochen. 1842 waren alle Einwohner der Gemeinde Pretzabruck unter landgerichtlicher Jurisdiktion. Alle Bewohner waren katholisch und gehörten zur Pfarrei und Schule nach Schwarzenfeld.[18]

1964 gab es in Asbach 9 Wohngebäude mit 40 Einwohner, Holzhaus (Schwarzenfeld) 1 Haus mit 4 Einwohner, Pretzabruck 18 Wohngebäude mit 102 Einwohner, Traunricht 40 Wohngebäude mit 202 Einwohner und Zilchenricht mit 6 Wohngebäuden und 39 Einwohner.[19]

Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Pretzabruck in den Markt Schwarzenfeld eingegliedert.

Gebäude/Einrichtungen/Firmen

Hausnummer Gebäude

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Traunricht In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
  2. Traunricht In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
  3. Traunricht In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen
  4. StAAm, Standbuch 29, fol. 1-57
  5. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
  6. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 332
  7. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 332
  8. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
  9. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 332
  10. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
  11. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 332
  12. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
  13. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 332
  14. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 401
  15. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 402
  16. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 407
  17. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 414
  18. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 427
  19. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 427
Straßennamen in Schwarzenfeld

Schloßstraße

In Kögl:

In Irrenlohe: Fichtenhof | Forstweg | Hutweg | Kapellenweg | Luckerweg | Rosenweg

In Traunricht:

Ortsteile ohne Straßennamen: Ameisgrub | Asbach | Deiselkühn | Frotzersricht | Glöcklhof | Godlhof | Hohenirlach | Holzhaus | Ödhof | Pretzabruck | Raffach | Sonnenried | Schwaig | Zilchenricht

Ehemalige Straßennamen:

Wüstungen: Weiherhaus | Weiherhaus