Sonnenried

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Koordinaten: 49° 23' 50.50" N, 12° 6' 57.49" E

Sonnenried
PLZ/Ort:92521 Schwarzenfeld
Q136344803  SonnenriedODB_S00037969
Die Daten aus dieser Infobox stammen aus OpenStreetMap. Die Daten sind unter einer offenen Lizenz frei verwendbar und wurden letztmals abgerufen am 2026-02-05T22:47:01+01:00.

Sonnenried ist ein Ortsteil der Marktgemeinde Schwarzenfeld im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz.

Lage

Sonnenried liegt 8 Kilometer südöstlich von Schwarzenfeld an der Staatsstraße 2151.

Die Pfalz-Neuburgische Landesaufnahme: Das Pflegamt Schwandorf, Sonnenried

Historische Schreibweisen

  • 1321 Sunnrevt
  • 1324 Svnnrivt, Sunraud,
  • 1499 Sunrieth
  • 1622 Sonnriet
  • 1631 Sunrieth
  • 1661 Sonriedt
  • 1768 Sonnenrieth
  • 1785 Sonnenrieth

Namensdeutung

Die Siedlung entstand an einem sonnenbeschienen Rodungsplatz.[1]

Geschichte

Sonnenried, Historische Karte, Uraufnahmeblatt 1835

1321 wird Sonnenried in einer Urkunde als „Vlrich der marschalch von Sunnrevt“ erwähnt.[2]

1499 zinsten 4 Anwesen jeweils 15 Helbling zum Landrichteramt Neunburg vorm Wald.[3][4]

1622 hatte Sonnenried 4 Höfe, 7 Güter, 2 Sölden.[5]

1631 verzeichnet Sonnenried 6 Höfe, 3 Güter, 1 Söldengütl, 1 Häusel. Sie hatten 2 Pferde, 102 Rinder, 34 Schweine, 1 Ziege, 1 Bienenstock. 1 Anwesen gehörte zur Hofmark Altfalter. Sie hatten 6 Rinder und 2 Schweine.[6]

1661 waren in Sonnenried 12 Anwesen, davon waren zwei abgebrannt und noch nicht wieder errichtet worden. Sie hatten 10 Pferde, 75 Rinder, 18 Schweine, 16 Schafe, 6 Ziegen, 3 Bienenstöcke. Ein baufälliger Hof gehörte zur Hofmark Altfalter mit 1 Pferd und 1 Rind. [7][8] 1762 verzeichnet Sonnenried 13 Anwesen, 2 Nebenhäusel, 1 Sölde und 2 Hirtenhäuser.[9]

1768 gab es 4 ganze Höfe, 6 Halbhöfe, ein 1/16 Anwesen und zwei Hirtenhäuser.[10]

1792 waren 12 Anwesen und 1 Hirtenhaus im Ort.[11]

Steuerdistrikte

Die Steuerdistrikte im Landgericht Neunburg vorm Wald wurden am 13. Mai 1808 gebildet. Zum Steuerdistrikt Sonnenried gehörte Sonnenried mit 15 Anwesen, Hohenirlach mit 7 Anwesen, Raffach mit 6 Anwesen, Rauberweiherhaus mit 15 Anwesen, Ameisgrub mit 2 Anwesen, Glöcklhof mit 2 Anwesen, Weiherhaus mit 3 Anwesen und Oedhof mit 1 Anwesen.[12]

Gemeindebildung

1830 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Raffach mit den Orten Göcklhof, Glöcklmühle, Hohenirlach, Ödhof und Weiherhaus aufgelöst und der Gemeinde Sonnenried zugeteilt. 1946 wurde die Gemeinde Rauberweiherhaus in die Gemeinde Sonnenried umgegliedert. Am 1. Januar 1974 ging der Gemeindeteil Godlhof der aufgelösten Gemeinde Kemnath bei Fuhrn an die Gemeinde Sonnenried über. Am 1. Januar 1978 wurde die Gemeinde Sonnenried aufgelöst und der Gemeinde Schwarzenfeld eingegliedert. Rauberweiherhaus kam zur Gemeinde Wackersdorf.[13]

Baudenkmäler

Der Söllnerhof ein zweigeschossiges und verputztes Wohnhaus mit Satteldach und Dachreiter. Der Stall ist ein erdgeschossiger Bruchsteinbau mit Satteldach, Hoftor mit rundbogig geöffnetem Mauerwerk zwischen Wohnhaus und Stall um 1813 erbaut. Südöstliches Hoftor aus verputztem Mauerwerk mit Rundbogenöffnung, flankiert von farbig gefassten Heiligenreliefs in Rundbogennischen mit der Jahreszahl 1868. Denkmalliste für Schwarzenfeld

Gebäude/Einrichtungen/Firmen

Hausnummer Gebäude

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Sonnenried In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
  2. Sonnenried In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
  3. StAAm, Fürstentum Obere Pfalz, Rentkammer 1094, Saalbuch 1499
  4. Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 52: Neunburg vorm Wald. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 295
  5. Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 52: Neunburg vorm Wald. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 295
  6. Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 52: Neunburg vorm Wald. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 295
  7. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 71. Steuerbeschreibung 1661. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2017
  8. Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 52: Neunburg vorm Wald. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 295
  9. Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 52: Neunburg vorm Wald. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 295
  10. Heribert Batzl, Max Pöppl: Familienkundliche Beiträge, Heft 36. Steuerbeschreibung des Landrichteramts Neunburg vorm Wald 1768. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2005
  11. Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 52: Neunburg vorm Wald. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 295
  12. Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 52: Neunburg vorm Wald. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 368
  13. Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 52: Neunburg vorm Wald. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 433
Straßennamen in Schwarzenfeld

Schloßstraße

In Kögl:

In Irrenlohe: Fichtenhof | Forstweg | Hutweg | Kapellenweg | Luckerweg | Rosenweg

In Traunricht:

Ortsteile ohne Straßennamen: Ameisgrub | Asbach | Deiselkühn | Frotzersricht | Glöcklhof | Godlhof | Hohenirlach | Holzhaus | Ödhof | Pretzabruck | Raffach | Sonnenried | Schwaig | Weiherhaus | Zilchenricht

Ehemalige Straßennamen:

Wüstungen: