Zilchenricht

Aus OberpfalzWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen



Fehler: Ungültig JSON ($2). „Fehler: Es wurde keine lokale Variable „lat“ gesetzt,“ ist keine Zahl. „Fehler: Es wurde keine lokale Variable „lon“ gesetzt,“ ist keine Zahl.

Koordinaten: 49° 23' 14.64" N, 12° 10' 55.67" E

Zilchenricht
Die Karte wird geladen …
PLZ/Ort:92521 Zilchenricht
Die Daten aus dieser Infobox stammen aus OpenStreetMap. Die Daten sind unter einer offenen Lizenz frei verwendbar und wurden letztmals abgerufen am .

Zilchenricht ist ein Ortsteil des Marktes Schwarzenfeld im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz.


Lage

Zilchenricht liegt östlich von Schwarzenfeld an der Staatsstraße 2159.

Historische Schreibweisen

  • 1473 Zulchenrieth
  • 1513 Zulchenried
  • 1606 Zilchenriedt

Namensdeutung

Der Ortsname leitet sich vom Personennamen Zullo oder Zulling ab. Es ist eine Rodungssiedlung des Zullihho.[1]

Geschichte

1473 gab es in Zilchenricht 4 Anwesen.[2] 1513 werden 4 Anwesensbesitzer genannt.[3][4]

Im Registraturbuch des Klosters Reichenbach von 1565 wird auch Zilchenricht mit Abgaben erwähnt.[5] 1606 gab es einen ganzen Hof, 2 Halbhöfe und 1 Gut. Sie hatten 8 Pferde, 4 Ochsen, 13 Kühe, 6 Rinder, 2 Kälber und 6 Frischlinge und steuerten 13 Gulden 43 ½ Kreuzer.[6][7] 1631 gab es 4 Anwesensbesitzer in Zilchenricht.[8] 1721 steuerten zum Kloster Reichenbach die Anwesensbesitzer von 2 ganzen Höfen, 2 dreiviertel Höfen, 2 Halbhöfen und 1 Hirtenhaus.[9] [10]

1762 gab es vier Anwesen die zum Kloster Reichenbach ihren Zins gaben.[11][12]

1770 und 1792 waren alle 4 Höfe zum Kloster Reichenbach zinspflichtig.[13]

Steuerdistrikte

Zum Steuerdistrikt Pretzabruck gehörte Pretzabruck und der Weiler Zilchenricht mit 15 Häuser und 101 Seelen. Sie hatten 200 Morgen Äcker, 80 Morgen Wiesen, 50 Morgen Holz, 3 Weiher, 30 Morgen öde Gründe und Wege. Sie besaßen 4 Pferde, 30 Ochsen, 26 Kühe, 24 Rinder, 25 Schafe und 12 Schweine.[14]

1811 gehörte zur Obmannschaft Schwarzenfeld: Schwarzenfeld, Pretzabruck, Zilchenricht, Traunricht, Asbach und Schwaig.[15]

Die Steuerdistrikte im Landgericht Nabburg wurden am 23. Juni 1818 gebildet. Zum Steuerdistrikt Pretzabruck gehörten: Pretzabruck mit 14 Anwesen, Zilchenricht mit 6 Anwesen, Traunricht mit 6 Anwesen, Asbach mit 5 Anwesen und Weiherhaus mit 1 Anwesen.[16]

Gemeindebildung

Zur Gemeinde Pretzabruck gehörte 1828: Asbach mit 7 Wohngebäuden und 59 Einwohner, Pretzabruck mit 10 Wohngebäuden und 64 Einwohner, Traunricht mit 6 Wohngebäuden und 37 Einwohner, Zilchenricht mit 5 Wohngebäuden und 37 Einwohner und Weiherhaus mit einem Wohngebäude. Weiherhaus wurde abgebrochen. 1842 waren alle Einwohner der Gemeinde Pretzabruck unter landgerichtlicher Jurisdiktion. Alle Bewohner waren katholisch und gehörten zur Pfarrei und Schule nach Schwarzenfeld.[17]

1964 gab es in Asbach 9 Wohngebäude mit 40 Einwohner, Holzhaus (Schwarzenfeld) 1 Haus mit 4 Einwohner, Pretzabruck 18 Wohngebäude mit 102 Einwohner, Traunricht 40 Wohngebäude mit 202 Einwohner und Zilchenricht mit 6 Wohngebäuden und 39 Einwohner.[18]

Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Pretzabruck in den Markt Schwarzenfeld eingegliedert.

Gebäude/Einrichtungen/Firmen

Hausnummer Gebäude

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Zilchenricht In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
  2. StAAm, Standbuch 29, fol. 1-57
  3. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 341
  4. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
  5. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 50
  6. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 341
  7. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
  8. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 88
  9. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
  10. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
  11. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
  12. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 370
  13. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 341
  14. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 401
  15. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 407
  16. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 414
  17. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 427
  18. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 427
Straßennamen in Schwarzenfeld

Schloßstraße

In Kögl:

In Irrenlohe: Fichtenhof | Forstweg | Hutweg | Kapellenweg | Luckerweg | Rosenweg

In Traunricht:

Ortsteile ohne Straßennamen: Ameisgrub | Asbach | Deiselkühn | Frotzersricht | Glöcklhof | Godlhof | Hohenirlach | Holzhaus | Ödhof | Pretzabruck | Raffach | Sonnenried | Schwaig | Zilchenricht

Ehemalige Straßennamen:

Wüstungen: Weiherhaus | Weiherhaus