Kroau
Koordinaten: 49° 29' 43.44" N, 12° 18' 32.40" E
| Kroau | |
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Kroau (2024) | |
| Rosi Mühlendatenbank | |
| Adresse: | 92723 Kroau, Gemeinde Gleiritsch |
| Ortsvorwahl: | 09655 |
Kroau, früher auch Krohermühle, ist der Name eines Ortsteils von Gleiritsch.


Lage
Der Ortsteil Kroau liegt 200 Meter südlich der Ortschaft Gleiritsch am Kroauweg, der weiter zum Ortsteil Stöcklhof führt und hier als Sackgasse endet.
Gewässer bei Kroau
Der Kroaubach entspringt bei Trichenricht unterhalb der Geißzell im Fichtental. Der Wasserlauf diente früher als Energielieferant für die so genannte „Krohermühle“. Hier befindet sich auf einer Höhe von rund 460 Metern der „Krohermühlweiher“, der für den Mühlenbetrieb angelegt worden war.
Historische Schreibweisen
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Namensdeutung
Der Ortsname leitet sich von der Mühle in der Au, wo viele Krähen vor kamen ab. [1]
Geschichte
1606 wird Erhard Lebgab als Müller in Kroe genannt. Die Mühle hatte einen Wert von 240 Gulden. Er besaß 3 Kühe und steuerte 1 Gulden 42 Kreuzer zur Hofmark Gleiritsch, die Hans Christoph von Plassenberg zu Gleiritsch inne hatte.[2]
1630 wird eine Mühle in Gleiritsch genannt.[3]
1721 wird Mattes Kopp auf der Mühle und einem Sechszehntelhof erwähnt.[4]
1762 wird Georg Adam Truckmühler auf der Krohermühle genannt. Sie gehörte zur Hofmark Gleiritsch.[5]
1780 wird die Krohermühle Nr. 50 und das 1/8 Kroherbauerngütl beschrieben. Es gehörte ein Wohnhaus, Stall, Stadl, Schweinestall, Schupfe und Hofraum, Samgärtel und ein Backofen dazu. Am 10. August 1780 übernahm Weber das Anwesen um 700 Gulden. 1809 hatte Wolfgang Haberl das 1/16 Krohermühlgütl mit Mahlmühle, Wohnhaus, Stall, Mühle, Stadl, Schupferl, Schweinställe, Keller, Backofen, Hofraum und Pflanzgärtel inne. 1844 besitzt die Mühle Johann Haberl. 1852 war Georg Koelbl auf der Mühle in Kroau.
Der Mahlbetrieb wurde im Jahre 1970[6] eingestellt, da größere Betriebe die unwirtschaftlichen kleineren Mühlen ersetzten.
Gemeindebildung
1818 wurde die Gemeinde Gleiritsch mit 111 Familien gebildet. Gleiritsch hatte 59 Familien, Hebenhof 1 Familie, Stöcklhof 1 Familie, Krohermühle 1 Familie, Sägmühle 1 Familie, Lampenricht 41 Familien, Steinach 5 Familien und Kohlmühle 2 Familien.[7]
Zur Gemeinde Gleiritsch gehörte 1828 Gleiritsch mit 50 Wohngebäuden mit 54 Familien und 239 Einwohnern, Hebenhof mit 1 Wohngebäuden mit 1 Familien und 11 Einwohnern, Kohlmühle mit 1 Wohngebäude, 1 Familie, 4 Einwohner, Krohermühle mit 2 Wohngebäuden, 2 Familien, 12 Einwohner, Lampenricht mit 28 Wohngebäuden, 32 Familien, 137 Einwohner, Sägmühle mit 1 Wohngebäude, 1 Familie, 23 Einwohner, Steinach mit 5 Wohngebäude, 8 Familien, 35 Einwohner und Stöcklhof mit 1 Wohngebäude, 2 Familien, 10 Einwohner.[8]
Am 1. Januar 1974 schloss sich die Gemeinde Gleiritsch mit Niedermurach, Teunz und Winklarn zusammen und bildet mit Oberviechtach eine Verwaltungsgemeinschaft. Sitz der Verwaltungsgemeinschaft ist Oberviechtach.
Historische Straßen
Gemeindlicher Weiher und Zeltplatz
Im Rahmen der Flurbereinigung wurde im Jahre 1974 bei der Kroau der so genannte Badeweiher[9]angelegt. Es handelt sich um ein Naturbad[10]. 1986 erfolgte eine Umgestaltung durch Aufteilung in Badeweiher und Vorteich. Aufgrund geänderter Rechtsvorschriften müsste die Gemeinde Gleiritsch bei einem Badeweiher eine Schwimmaufsicht stellen. Da dies nicht möglich ist, wurde der Weiher in einen Fischteich rückgebaut. Eine Schwimmaufsicht entfällt für die Gemeinde. Vereine und Gruppen nutzen im Sommer den idyllisch gelegenen Gemeindlichen Weiher in der Kroau zum Campen[11]. Von der Gemeinde Gleiritsch errichtete Sanitäreinrichtungen und Stromanschluss stehen zur Verfügung. Die Buchung für die Nutzung dieser Einrichtung erfolgt über die Gemeinde Gleiritsch.
Literatur
- Alois Köppl: Aus der Geschichte der Gemeinde Gleiritsch. Gemeinde Gleiritsch 1988, 2. Auflage
- Alois Köppl: Altlandkreis Oberviechtach (Buch, 2. Auflage). Verlag Katzenstein-Gleiritsch, 2. Auflage, Gleiritsch 2024, ISBN 978-3-9819712-3-1
- Siegfried Burger, Alois Köppl, Stephan Zimmerer: Gleiritsch, Streifzug durch die Gemeinde im Wechsel der Jahreszeiten. Verlag Katzenstein-Gleiritsch, Gleiritsch 2013, ISBN 978-3-00-041242-4
Weblinks
- Bilder aus der Gemeinde Gleiritsch nach Themen sortiert
- Luftaufnahmen Kroau
- Kroau In: BayernAtlas
- Kroau In: Bavarikon
- Kroau In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- Topographischer Atlas vom Königreiche Baiern diesseits der Rhein. [36], Pfreimt (1818)
- 182 Karten In: Bayerische Landesbibliothek Online
Einzelnachweise
- ↑ Kroau In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, P&P Printmanagement, Trabelsdorf, 2024
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 348
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, Der neue Kopierer, Regensburg, 2021
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, Der neue Kopierer, Regensburg, 2023
- ↑ mündliche Auskunft Robert Irlbacher, heutiger Besitzer des ehemaligen Mühlanwesens (2011)
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 415
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 421
- ↑ Siegfried Burger, Alois Köppl, Stephan Zimmerer, Gleiritsch, Streifzug durch die Gemeinde im Wechsel der Jahreszeiten, Verlag Katzenstein-Gleiritsch, Gleiritsch 2013, S. 18
- ↑ Alois Köppl, Aus der Geschichte der Gemeinde Gleiritsch, Gemeinde Gleiritsch 1988, S. 142, 143
- ↑ Alois Köppl, Altlandkreis Oberviechtach, 2. Auflage, Verlag Katzenstein-Gleiritsch 224, S. 112
Straßennamen in Gleiritsch: Am Steinbruch | Am Vogelherd | Berggasse | Hauptstraße | Im Winkl | Kirchstraße | Kroauweg | Lohweg | Nabburger Straße | Pfarrweg | Plassenbergerstraße | Sandgasse | Schlehenweg | Trathweg | Zeinrieder Straße
Straßennamen im Ortsteil Lampenricht: Am Hutanger | Am Lindenlohbach | Dorfstraße | Im Ziegelfeld | Mühlweg | Pilchauer Straße | Seebergstraße | Triftweg | Untere Gasse
Straßenname im Ortsteil Steinach: Nabburger Straße
Straßenname im Ortsteil Kroau: Kroauweg
Ortsteile ohne Straßennamen: Bernhof | Boxmühle | Heilinghäusl | Kohlmühle | Stöcklhof | Zieglhäuser