Goldlehrpfad

Der Goldlehrpfad mit Goldwaschen in der Langau bei Gütting ist ein Ausflugsziel im Oberviechtacher Land.
Lage des Goldlehrpfads
Der Eingang zum Goldlehrpfad liegt rund sechs Kilometer nordöstlich von Oberviechtach in der Langau. Der Begriff Langau bezeichnet ein Gebiet, das sich mit den Ortschaften Unterlangau, Mitterlangau [1] und Oberlangau [2] umschreiben lässt. Der Goldlehrpfad liegt an der Kreisstraße SAD 44 von Plechhammer nach Mitterlangau [3]. Hier befindet sich auch ein Besucherparkplatz.
Goldbergbau im Oberviechtacher Land
Das Oberviechtacher Land in der Oberpfalz weist zahlreiche Zeugnisse eines historischen Goldabbaus auf. Besonders die Umgebung des Ortsteils Langau gilt als bedeutendes Zentrum des mittelalterlichen Goldbergbaus in der Region. In Langau befand sich der älteste urkundlich belegte Goldbergbau der Oberpfalz [4]. Die Spuren des ehemaligen Bergbaus sind bis heute in der Landschaft erhalten. Dazu gehören unter anderem Pingen, Halden und sogenannte Seifenhügel, die auf frühere Abbau- und Aufbereitungsverfahren hinweisen. Diese Relikte dokumentieren die historische Bedeutung der Goldgewinnung für die Region.
Goldlehrpfad
Zur Vermittlung der Geschichte des Goldabbaus wurde ein Goldlehrpfad eingerichtet, der durch die ehemaligen Abbaugebiete rund um Langau führt. Ausgangspunkt ist eine Informationsstelle bei Gütting [5] südlich von Unterlangau [6]. Entlang des Weges informieren Schautafeln über die Geschichte des Goldbergbaus und die geologischen Voraussetzungen der Goldvorkommen.
Bilder zum Goldbergbaugebiet
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Goldabbaugebiet bei Gütting (2024)
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Eingang zum Goldlehrpfad (2017)
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Infotafeln am Stangenberg
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Greinerschleif (2026)
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Goldbergbau, Ausstellung im Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum
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Hinweistafel an der Autobahn bei Nabburg
Wanderwege
Gütting-Rundwanderweg
Der Gütting-Rundwanderweg erschließt mehrere historische Bergbauareale. Die Strecke führt vom Güttingloch [7] zur Murach sowie zu den goldführenden Bächen Braunbeergraben und Forellenbach. Entlang des Weges finden sich ehemalige Schürfgruben und Abraumhalden. Ein Abzweig ermöglicht den Zugang zum Greiner Weiher und zur Greinerschleif.
Falzbachweg
Der Falzbachweg folgt teilweise dem historischen Langauer Kirchsteig und führt zu den sogenannten Totenbrettern, die als Zeugnisse regionaler Bestattungs- und Erinnerungskultur gelten. Der Weg verläuft durch die typische Hügellandschaft des Oberviechtacher Landes.
Stangenbergweg
Der Stangenbergweg führt auf den höchsten Punkt des Stadtgebiets von Oberviechtach und zum ehemaligen Hofgut am Stangenberg. Die Route bietet Ausblicke auf die Landschaft des Oberpfälzer Waldes.
Bedeutung
Der Goldlehrpfad verbindet die Vermittlung regionaler Bergbaugeschichte mit naturkundlichen und landschaftlichen Aspekten. Er dient der Dokumentation und Erschließung einer historischen Kulturlandschaft, die durch den mittelalterlichen Goldabbau geprägt wurde.
Literatur
- Emma Mages: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 61: Oberviechtach. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1996, ISBN 3-7696-9693-X, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00007678-0
- Alois Köppl, Altlandkreis Oberviechtach, Verlag Katzenstein-Gleiritsch, 2. Auflage, Gleiritsch 2024, ISBN 978-3-9819712-3-1
Weblinks
- Download Wegekarte Goldlehrpfad
- Goldlehrpfad und Goldwaschen bei Gütting auf der Homepage der Stadt Oberviechtach
- Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum mit Nachbau eines begehbaren Erlebnisstollens
- Gütting und Startpunkt Goldlehrpfad im BayernAtlas
- Bilder Goldlehrpfad bei Gütting
Einzelnachweise
- ↑ Alois Köppl, Altlandkreis Oberviechtach, Verlag Katzenstein-Gleiritsch, 2. Auflage, Gleiritsch 2024, S. 94
- ↑ Alois Köppl, Altlandkreis Oberviechtach, Verlag Katzenstein-Gleiritsch, 2. Auflage, Gleiritsch 2024, S. 96
- ↑ Alois Köppl, Altlandkreis Oberviechtach, Verlag Katzenstein-Gleiritsch, 2. Auflage, Gleiritsch 2024, S. 87
- ↑ Goldlehrpfad und Goldwaschen Homepage Stadt Oberviechtach, abgerufen am 22. Juni 2026
- ↑ Informationen zum Goldbergbau Homepage Stadt Oberviechtach
- ↑ Alois Köppl, Altlandkreis Oberviechtach, S. 92
- ↑ Alois Köppl, Altlandkreis Oberviechtach, S. 87