Ebermannsdorf

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Ebermannsdorf
Wappen von Ebermannsdorf
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Homepage:www.Ebermannsdorf.de/
PLZ/Ort:92263
Landkreis:Amberg-Sulzbach
Gemeindegliederung:12 Gemeindeteile
Vorwahl:09624
Fläche:4.539 ha
Q513528  Ebermannsdorf  4227481-3ODB_A00001706
Die Daten aus dieser Infobox stammen aus OpenStreetMap. Die Daten sind unter einer offenen Lizenz frei verwendbar und wurden letztmals abgerufen am 2026-04-08T17:23:19+02:00.

Ebermannsdorf ist eine Gemeinde im Landkreis Amberg-Sulzbach (Regierungsbezirk Oberpfalz) in Bayern.

Geographie

Geographische Lage

Ebermannsdorf ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach in der Region Oberpfalz-Nord und zählt zur Metropolregion Nürnberg.

Der Hauptort liegt acht Kilometer südöstlich von Amberg am Schnittpunkt der Bundesstraße 85 und der Bundesautobahn 6. Die nächstgelegenen Großstädte sind Nürnberg (60 km) und Regensburg (50 km).

Gemeindegliederung

Es gibt zwölf Gemeindeteile (in Klammern jeweils der Siedlungstyp):

Größere Gemeindeteile neben Ebermannsdorf sind die 1971 eingemeindeten Orte Pittersberg (an der Bundesstraße 85 zwischen Amberg und Schwandorf gelegen) und Diebis.

Geschichte

Burgruine Ebermannsdorf
Schloss Ebermannsdorf

Die heutige Gemeinde Ebermannsdorf war einst der Stammsitz des Edelgeschlechtes der Ebermannsdorfer, die erstmals im Jahr 1079 erwähnt wurden. Von ihrer Burg Eberburg ist noch der achteckige Wohnturm erhalten.

Im Jahre 1123 erschien ein Razo von Ebermannsdorf und 1129 ein Wirnt von Ebermannsdorf in Urkunden des Klosters Ensdorf. 1309 dürfte das Geschlecht mit Albert von Ebermannsdorf ausgestorben sein. Im Jahre 1364 wurde ein Dietrich Tanlacher und 1464 sowie 1476 ein Jacob Kemnater genannt.

Das Geschlecht der Fuchssteiner trat um 1480 das Erbe der Kemnather in Ebermannsdorf an. Johann Fuchssteiner, Kanzler des Pfalzgrafen Friedrich, wurde wegen einer unlauteren Vermittlung und der Begünstigung einer Verschwörung in Amberg inhaftiert. Der ehemalige Torturm des Pfalzgrafenschlosses (heutiges Landratsamt des Landkreises Amberg-Sulzbach), in dem der Kanzler zwei Jahre festgehalten wurde, trägt noch den Namen Fuchssteiner.

Schon 1480 wurde unterhalb der alten Burg ein zweiter Herrensitz erwähnt, den im 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts die von Löfen (Loefen) innehatten. Es folgte Johann Joseph Freiherr von Dürr (Dyrr), der unter Verwendung des alten Mauerbestandes wohl das jetzige Schloss errichtete. Es ist Wahrzeichen und Mittelpunkt von Ebermannsdorf. Seit 1963 befindet es sich im Besitz eines Zweiges der Adelsfamilie von Eyb.

Der Ort Pittersberg soll zwischen 1200 und 1300 entstanden sein. Der ursprüngliche Name war vermutlich „Pütasberg“ (pütens, Quelle), also Quellenberg. Wahrzeichen des Ortes ist die Pfarrkirche, die im Jahre 1458 erbaut wurde. Nach Plünderung und Bränden war der Ort nahezu 70 Jahre unbewohnt. Erst 1706 wurden die Pfarrei und auch das Gotteshaus im Barockstil wieder errichtet.

Nach Funden in der näheren und weiteren Umgebung von Diebis muss die Gegend schon sehr früh von Menschen bevölkert worden sein, was Funde aus der jüngeren Steinzeit dokumentieren. Durch den Ort soll früher eine Straße aus dem Vilstal nach Böhmen geführt haben.

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. April 1971 die Gemeinden Pittersberg und Diebis eingegliedert.[1]

Mit der Auflösung des gemeindefreien Gebiets Freihölser Forstes zum 1. März 2005 kam ein Teil zum Gemeindegebiet hinzu.[2]

Einwohnerentwicklung

1933: 145 Einwohner

1939: 146 Einwohner.

Nach der Gemeindegebietsreform wurden auf dem Gebiet der Gemeinde 1970 1129 gezählt.

1987: 1990 Einwohner

2000: 2474 Einwohner

2014: 2439 Einwohner

2022: 2592 Einwohner

Religion

Der Ort Ebermannsdorf gehört katholischerseits zur Pfarrei Theuern-Ebermannsdorf. Die evangelischen Christen gehören zur evangelischen Pfarrgemeinde Rieden.

In Ebermannsdorf gibt es zwei Friedhöfe, die alte Schlosskirche (benannt nach Johannes dem Täufer), die katholische Pfarrkirche Bruder Konrad (1981 erbaut) sowie ein evangelisches Gemeindehaus.

Der Ort Pittersberg mit den Gemeindeteilen Diebis, Ipflheim, Frauenlohe, Breitenbrunn und Au gehört zur Pfarrgemeinde Pittersberg, zu der auch angrenzende Teile des Landkreises Schwandorf gehören. In Pittersberg befinden sich eine Pfarrkirche und ein Friedhof.

Politik

Vorlage:Wahldiagramm/Diagramm



Sitzverteilung im Gemeinderat
Partei Sitze
SPD 1
CSU 6



Freie Wähler 3
Junge Union 1
CSL 3




Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 14 Sitze. Bei der Kommunalwahl vom 08. März 2026 haben von den 1930 stimmberechtigten Einwohnern in der Gemeinde Ebermannsdorf 1421 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, womit die Wahlbeteiligung bei 73,6 % lag.[3]

Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist Erich Meidinger (CSU). Er wurde bei der Kommunalwahl vom 08. März 2026 mit 68,7 % der Stimmen gewählt.[4]

Wappen

Vorlage:Wappenbeschreibung

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

  • 2017 gab es in der Gemeinde 891 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 1035 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 146 Personen größer als die der Einpendler. 32 Einwohner waren arbeitslos.
  • 2016 gab es 26 landwirtschaftliche Betriebe. Von der Gemeindefläche waren 855 Hektar landwirtschaftlich genutzt.
  • Im Gemeindeteil Schafhof wurde ein Gewerbe- und Industriegebiet mit etwa 400.000 m² ausgewiesen. In den vergangenen Jahren entstanden hier über 600 neue Arbeitsplätze. Nicht nur Computer-, Netzwerk- und High-Tech-Firmen haben sich angesiedelt, auch die Grammer AG ist mit einem Standort hier vertreten, zudem Nowy Styl. Darüber hinaus sind ein Werk für Kalksandstein und ein Verteilerzentrum der Post am Standort. Im März 2023 eröffnete ein Mc Donalds im Industriegebiet Schafhof.

Verkehr

Bildung

  • Kindergarten Sonnenschein I und II: Im Hauptort befinden sich zwei Kindergartenstandorte. Sonnenschein I: 4 Gruppen Sonnenschein II: 4 Gruppen Aktuell bieten beide Standorte Platz für 75 Kindergartenkinder und 31 Grippenkinder. Betreut werden sie von derzeit 19 Fachkräften.[6]
  • Volksschule: Grundschule (Klassen 1–4) mit 91 Schülern im Jahr 2022/2023.[7]

Die Mittelschüler ab der 5. Klasse besuchen die Mittelschule in Kümmersbruck.

  • In Ebermannsdorf befindet sich auch eine Gemeindebücherei. Neben deutsch- und englischsprachigen Büchern stehen den Bürgern Zeitschriften, DVDs, Hörbücher, Brett- und Computer- sowie Wii-spiele zum Ausleihen bereit.

Kultur und Veranstaltungen

Sehenswertes

Vorlage:Siehe auch

Regelmäßige Veranstaltungen

In Ebermannsdorf gibt es knapp 40 Vereine, Clubs und Sportgruppen, die das Leben im Ort gestalten und mit Veranstaltungen bereichern. Als Beispiele für jedes Jahr stattfindende Feierlichkeiten seien Theateraufführungen der Ebermannsdorfer Theatergruppe, das Bockbierfest der Hobbypusterer und der Freiwilligen Feuerwehr, die große Kirwa der Kirwagemeinschaft, das Stodlfest der Freiwilligen Feuerwehr sowie verschiedene Weihnachts- und Faschingsveranstaltungen genannt. Ein großer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens ist jedes Jahr die Burgweyhnacht an der alten Kirche und dem Gutshof. Diese wird von den Vereinen Junge Union/CSU, Historischer Verein und den Burgschützen veranstaltet.

Weblinks

Einzelnachweise

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