Ehemalige Mühlen an der Naab

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Fichtelnaabquelle

An der Naab und seinen Zuflüssen ausgehend von den Quellflüssen der Naab bis zur Mündung in die Donau bei Regensburg gab es einst 1684 Mühlen in der Oberpfalz. Nur noch wenige Mühlen sind heute in Betrieb. Auf der Ledermühle in Nabburg wird seit 1473 bis heute Getreide zu Mehl vermahlen. Die meisten Mühlen wurden Mitte des 20. Jahrhunderts aufgegeben.

Naab Einzugsgebiet

Geographie

Die Naab ist ein in südlicher Richtung fließender linker Nebenfluss der Donau durch die Oberpfalz. Die Naab entsteht südlich von Weiden bei Unterwildenau durch Vereinigung der Waldnaab und Haidenaab. Sie hat mit dem linken Quellfluss eine Länge von 197 Kilometer. Die Naab mündet in Mariaort bei Regensburg in die Donau.

2023 Mariaort Mündung Naab in Donau

Entstehung der Mühlen

Aus der Zeit um 100 v. Chr. gibt es die erste Beschreibung einer Wassermühle. Viele Jahrtausende lang hatte man sich zum Getreidemahlen der menschlichen Muskelkraft bedient, bis im letzten Jahrhundert vor Christus.

Das alte Mahlverfahren

Die Einrichtung einer alten Mühle mutet nach heutigen Maßstäben recht einfach an. Handwerkliches Können und technischer Hausverstand befähigten jedoch die Müller, mit den verfügbaren Hilfsmitteln eine gediegene Arbeit zu leisten, die gar nicht so einfach war.

Wasserräder

Die Bauweise eines Wasserrades hängt von der zur Verfügung stehenden Wassermenge und vom Gefälle ab. Man unterscheidet oberschlächtige, mittelschlächtige und unterschlächtige Wasserräder. Beim oberschlächtigen Rad fließt das in einer meinst hölzernen Rinne zugeführte Wasser von oben her auf das Rad. Es wird immer dort verwendet, wo wenig Wasser, aber ein großes Gefälle vorhanden ist. Beim unterschlächtigen Wasserrad trifft das Wasser das Rad an seiner tiefsten Stelle. Das Rad hängt entweder frei im unbegrenzten Wasser oder es wird von Gerinnen eingeschlossen; der Kraftantrieb beruht auf der Stoßkraft des fließenden Wassers. In der Regel hatten solche Mühlräder einen Durchmesser von 5 m und eine Breite von 0,7 bis 1,5 m.[1][2]

Mühlsteine

Das Material, aus welchem die Mahlsteine gehauen wurden, soll bei gewisser Festigkeit und großer Härte ein körniges Gefüge mit natürlichen Schnittkanten und Ecken besitzen, sich leicht bearbeiten lassen, ohne spröde zu sein. Die Steine sollen beim Gebrauch die rechte Mahlfähigkeit möglichst lange behalten, nicht leicht stumpf werden und sich nicht merklich abnutzen, um das Mahlgut nicht durch Steinpulver zu verunreinigen.[3][4]

Mühlen an den Quellflüssen der Naab

29 Mühlen an der Naab

Mühlen an den Nebenflüssen

Weblinks

Literatur

  • “Alte Mühlen“ von Helmut Dollhopf und Herbert Liedel, Würzburg, 1996
  • “Die Mühle“ von Richard Dertsch in „Deutsche Gaue“, Kaufbeuren, 1924

Einzelnachweise

  1. “Alte Mühlen“ von Helmut Dollhopf und Herbert Liedel, Würzburg, 1996
  2. “Die Mühle“ von Richard Dertsch in „Deutsche Gaue“, Kaufbeuren, 1924
  3. “Alte Mühlen“ von Helmut Dollhopf und Herbert Liedel, Würzburg, 1996
  4. “Die Mühle“ von Richard Dertsch in „Deutsche Gaue“, Kaufbeuren, 1924


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