Trausnitz

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Trausnitz
Trausnitz
Wappen von Trausnitz
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Homepage:www.trausnitz.de/
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Trausnitz ist eine Ortschaft und eine Gemeinde im Landkreis Schwandorf in der Oberpfalz.

Lage

Trausnitz liegt im Pfreimdtal. Der Ort ist über die von Pfreimd nach Tännesberg führende Staatsstraße 2157 zu erreichen. Ferner verläuft die Kreisstraße SAD 30 durch den Ort Trausnitz und von da aus weiter nach Köttlitz und Söllitz.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Trausnitz hat 10 Ortsteile:

  • Atzenhof
  • Bierlhof
  • Kaltenthal
  • Köttlitz
  • Söllitz
  • Trausnitz

Nachbargemeinden der Gemeinde Trausnitz sind: Gleiritsch, Leuchtenberg , Pfreimd, Tännesberg und Wernberg-Köblitz.

Aus der Geschichte von Trausnitz

Der Name Trausnitz

Der Ortsname Trausnitz klingt slawisch. Er gehört aber nicht zu den frühen slawischen Siedlungsnamen in der Region wie Köttlitz, Söllitz, Hohentreswitz oder Gleiritsch. Der Name bezog sich anfänglich nur auf die Burg in Trausnitz und ist als „Traußnit, Trausniht, Trausnicht oder Truwesnicht“ in den Akten zu finden[1]. Der Ortsname war bis gegen Ende des 14. Jahrhunderts Sächsenkirchen oder Sessenkirchen. In der Folgezeit ging der der Name der Burg auf das Dorf über. Es setzte sich der Name Trausnitz als Ortsbezeichnung durch.

Historische Schreibformen von Trausnitz

Bei dem heutigen Ortsnamen Trausnitz handelt es sich um einen ursprünglichen Burgnamen.

  • 1228: Cvnradus de Truesniht [2]
  • 1261: in castro domini Vlrici de Waltvrn dicto Thrusnich
    (= in der Burg des Herrn Ulrich von Waldthurn genannt Thrusnich)
  • um 1285: Castri In Trausniht (= Burg in Trausnitz)
  • 1326: Sæchsenchirchen ... Trausnicht
  • um 1350: Sessenchirchen
  • 1358: Heinreich den Geiganter zu Trausniht
  • 1360: Dyetrich der Gygantter Ritter von Drusennit
  • 1371/1372: Trausnitz
  • 1440: zu Trawßnicht
  • 1441: Vlrich Zennger von Trausznit
  • 1513: Zu Trausnit
  • 1782-1787/1867: Trausnitz im Thal
  • 1877: Trausnitz, Pfarrdorf mit Schloss

Friedrich der Schöne als Gefangener auf der Burg Trausnitz

Die Trausnitzer Burg wurde im 12. Jahrhundert erbaut[3]. Im Streit um die deutsche Königskrone zwischen Ludwig dem Bayern und Friedrich dem Schönen von Österreich kam es am 28. September 1322 zur letzten großen Ritterschlacht ohne Feuerwaffen auf deutschem Boden. Friedrich der Schöne unterlag bei dem Streit und wurde 28 Monate lang auf der versteckt gelegenen Burg im Tal der Pfreimd in Haft gehalten. Nach der Fürstenfelder Chronik erfolgte die Haft Friedrichs auf der Burg Trausnitz ohne Ketten und Fußeisen. Dies entsprach den damaligen Gepflogenheiten.

Am 13. März 1325 schlossen die beiden Rivalen um die Königskrone ein Abkommen, die „Trausnitzer Sühne“. Friedrich musste auf den Königstitel verzichten und Ludwig als König anerkennen. Die jüngeren Brüder Friedrichs verweigerten sich jedoch der Vereinbarung. Friedrich kehrte in die Gefangenschaft zurück. Ein halbes Jahr nach der „Trausnitzer Sühne“ einigten sich die beiden Kontrahenten am 5. September 1325 im Münchener Vertrag[4] auf eine gleichberechtigte Herrschaft, die sie gemeinsam ausübten.

Sehenswürdigkeiten

  • Burg Trausnitz (Jugendherberge)
  • Versöhnungskapelle
  • Sachsenturm
  • Pfarrkirche St. Joseph

Bilder Trausnitz

Literatur/Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50. Nabburg, S. 246
  2. Trausnitz In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
  3. Alois Köppl, Pfreimd: Stadt-Land-Fluss, Verlag Katzenstein-Gleiritsch, S. 103
  4. Alois Köppl, Pfreimd: Stadt-Land-Fluss, Verlag Katzenstein-Gleiritsch, S. 103