Rauberweiherhaus

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Koordinaten: 49° 20' 33.36" N, 12° 12' 6.95" E

Rauberweiherhaus
Rauberweihermühle, heute im Freilandmusum Neusath 2025
PLZ/Ort:92442 Rauberweiherhaus
Höchstgeschwindigkeit:30
Belag:Asphalt
Verkehrsbedeutung:Straße an und in Wohngebieten
Die Daten aus dieser Infobox stammen aus OpenStreetMap. Die Daten sind unter einer offenen Lizenz frei verwendbar und wurden letztmals abgerufen am 2026-05-16T17:50:54+02:00.

Rauberweiherhaus ist ein Ortsteil der Gemeinde Wackersdorf im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz in Bayern.

Geographie

Rauberweiherhaus liegt 2 Kilometer nördlich von Wackersdorf am Murnersee.

Die Pfalz-Neuburgische Landesaufnahme: Das Pflegamt Burglengenfeld (Hauptkarte), Rauberhaus

Historische Schreibweisen

  • 1600 Rauberhaus
  • 1708 Raber-Weyher-Haus
  • 1782 Rauberweyrhaus

Namensdeutung

Der Ortsname leitet sich vom Familiennamen Rauber ab. Es ist eine Siedlung der Familie Rauber bei einem Weiher.[1]

Geschichte

1600 erscheint Rauberweiherhaus in den alten Karten von Christoph Vogel als Rauberhaus im Weihergebiet. 1667 überließ die Stadt Schwandorf dem Kloster St. Clara in Regensburg Rauberweiherhaus mit sechs namentlich genannten Weihern, u.a. dem Schwemm-, Mühl- und Rauberweiher, samt den zugehörigen Feldern, Wiesen und Holzgründen für einen dem Kloster geschuldeten Betrag in Höhe von 3000 Gulden. 1682 wird Bartholomäus Sechser zu Rauberweiherhaus genannt, er war Forstmeister in Taxöldern. 1706 baut Sechser die jahrelang öd gelegene Mühle wieder neu auf. Am 16. August 1708 erhielt Sechser die Landsassenfreiheit, den hohen Wildbann im daran angrenzenden Taxölder Waldgrund und die Erlaubnis dort Holz zuschlagen um neue Häuser zu bauen. 1710 war die Mühle wiederum abgebrannt und wurde neu errichtet. 1731 verkauft Salomon Sechser das Landsassengut an den Regierungsrat Max Philipp von Wildnau und nach weiteren zwei Jahren ging der Besitz an Karl Sigmund Graf von Aufseß über, der am 28. März 1733 die Landsassenpflicht ablegte. Am 2. September 1737 starb die erste Frau des Karl Sigmund von Aufseß Franziska Maria Sophia Amlia von Guttenberg und soll mit ihren Kindern in der Gruft unter dem Schlafzimmer des einstigen Besitzers begraben sein.[2] 1748 hatte Rauberweiherhaus Karl Sigmund Graf von Aufseß‘ Erben inne. 1765 gehörte die Hofmark Reichsfreiherr von Murach. 1783 gab es einen Halbhof und 9 Häuser mit 56 Einwohner. 1793 übernahm Karl Franz von Murach Rauberweiherhaus und legte die Landsassenpflicht ab. Im Dorf gab es nun 11 Anwesen. Am 31. Januar 1793 kauft Maximilian Joseph von Holnstein aus Bayern Rauberweiherhaus um 21.500 Gulden und legt am 14. Juli 1794 die Landsassenpflicht ab.[3] Die Rauberweihermühle ging 1795 in den Besitz der Müllersfamilie Dürr über, welche ab 1840 auch eine Wirtschaft betrieb. Die Rauberweihermühle wurde 1984 abgebaut und im Freilandmuseum Oberpfalz wieder aufgebaut.

Steuerdistrikte

1808 gehörten zum Steuerdistrikt Sonnenried die Orte Sonnenried mit 15 Anwesen, Hohenirlach 7 Anwesen, Raffach 6 Anwesen, Rauberweiherhaus 15 Anwesen, Ameisgrub 2 Anwesen, Weiherhaus 3 Anwesen, Glöcklhof 2 Anwesen und Ödhof 1 Anwesen. In Rauberweiherhaus gab es eine Mühle, einen Schneider und zwei Weber.[4]

Gemeindebildung

1818 wurde Rauberweiherhaus eine eigene Gemeinde mit 17 Anwesen. 1946 wurde die selbstständige Gemeinde Rauberweiherhaus in die Gemeinde Sonnenried und am 1. Januar 1978 in die Gemeinde Wackersdorf eingegliedert.[5] Seit 1978 bildet die Gemeinde Wackersdorf mit der Gemeinde Steinberg am See eine Verwaltungsgemeinschaft. Sitz der Verwaltungsgemeinschaft ist Wackersdorf.

Historische Straßen

Bergbau bei Rauberweiherhaus

Im Oberpfälzer Braunkohlerevier wurde im 19. und 20. Jahrhundert vorwiegend im Tagebau Braunkohle gefördert. Der Schneidermeister Andreas Schuster aus Wackersdorf stieß bei Grabungsarbeiten für einen Brunnen um 1800 auf Braunkohle. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Braunkohle im Tagebau abgebaut.

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

Straßennamen in Wackersdorf
Ahornweg |

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Wüstungen: Brückelsdorf |

Alt-Wackersdorf