Haid (Steinberg am See)
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Haid ist ein Ortsteil der Gemeinde Steinberg am See im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz in Bayern.
Geographie
Haid liegt östlich von Steinberg am See.

Historische Schreibweisen
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Namensdeutung
Der Ortsname leitet sich vom bair.-nhd. „Haid“ für flaches, trockenes Gelände ab. Es ist eine Siedlung auf Heideland.[1]
Geschichte
Um 1600 erscheint der Weiler als Forsthaus bei Steinberg.
1679 war Hans Georg Heltwein Jäger zu Steinberg.[2] 1685 starb der Lorenz Mörnpauer Jäger in Steinberg.[3]
Am 8. Oktober 1730 heiratet Andreas Heindl, churfürstlicher Jäger in Ottenfeld auf dem Spitalhäusl bei Steinberg.[4]
1774 war Georg Adam Royer, Jäger in Ottenfeld, vorher sein Vater Philipp Anton Royer.[5]
Am 6. Februar 1787 wird Edmund Pittlinger, Jäger in Ottenfeld im Alter von 57 Jahren beerdigt.[6] 1799 wurden die Gebäude neuerrichtet und ein Garten angelegt.
1800 war Xaver Bittlinger, Churfürstlicher Forstwärter zu Ottenfeld.[7]
1815 kauft Xaver Bittlinger das Forsthaus „zu Haid“ um 180 Gulden vom königlichen Revierförster Adam Rojer zu Büchheim.[8]
1830 erscheint Haid in den Karten des Topograpischen Altas vom Königreiche Baiern bei Steinberg am Ottenfelder Wald, auch 1860 erscheint Haid bei Steinberg am Ottenfeld.
1840 gehörten zu „Haid im Ottenfeld“, das Jägerhaus auf der Haid, dass die Försters Witwe Theresia Bittlinger bewohnte. Es gehörte ein Wohnhaus, Stall unter einem Dache, Keller, Stadel, Schweinestall, Backofen, Hofraum und Brunnen. Daneben stand noch ein Wohnhaus mit Stall, Keller, Stadel, Hofraum, Schweinestall und Brunnen.[9] 1859 war Lorenz Moosburger, Spitalförster im Ottenfeld.[10]Am 2. Februar 1867 wurde Eduard, Sohn des Lorenz Moosburger, Spitalförster in Ottenfeld getauft. Im Taufbuch ist Ottenfeld/Haid eingetragen und damit ist erstmals der Name des Weilers Haid festgeschrieben.
1871 wird Johann Dirmeier, geboren in Irlach Bauer in Haid, vorher besaß er den Hof Nr. 9 in Steinberg. Dann folgte Michael Dirmeier und danach sein Sohn Wilhelm Dirmeier.
Gemeindebildung
Zur Gemeinde Oder gehörten die Orte Oder mit 124 Einwohner und 16 Wohngebäude, Heselbach 150 Einwohner und 13 Wohngebäude, Holzheim bei Oder 77 Einwohner und 11 Wohngebäude, Hirmerhaus 26 Einwohner und 3 Wohngebäude, Waldheim 49 Einwohner und 6 Wohngebäude, Haid 11 Einwohner und 2 Wohngebäude, Jobsthof 7 Einwohner und 1 Wohngebäude und Spitalhaus 11 Einwohner mit 1 Wohngebäude.
Historische Straßen
- Altstraßen im Bereich der TK 25 6638 Schwandorf/Historische Karten
- Altstraßen im Bereich der TK 25 6639 Wackersdorf/Historische Karten
- Altstraßen im Bereich der TK 25 6739 Bruck i.d. OPf./Gesamt
Weblinks
- Haid In: BayernAtlas
- Haid In: Bavarikon, Ortsdatenbank
- Haid In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- Topographischer Atlas vom Königreiche Baiern, Blatt: 42, Burglengenfeld, ca. 1830-1840
- 196 Karten In: Bayerische Landesbibliothek Online
Literatur
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 96. Kastenamt Burglengenfeld mit Amt Kallmünz und Amt Hainsacker. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, P&P Printmanagement, Trabelsdorf, 2025
- Joseph Rappel: Wackersdorf. Das Werden einer modernen Industriegemeinde. Hrsg.: Gemeinde Wackerdorf, Flierl-Druck, Amberg, Wackersdorf 1974
- Willy Schindler und Team: Glückauf an Naab und Vils. Heimatbuch für den Landkreis Burglengenfeld. Hrsg.: Meiler’sche Buchdruckerei und Verlag GmbH Schwandorf i. Bay., Meiller’sche Buchdruckerei und Verlag GmbH Schwandorf i. Bay., Burglengenfeld 1958, urn:nbn:de:bvb:355-ubr20410-2
- Jakob Scharf: Steinberg (Buch). Geschichte und Geschichten – eine Chronik. Hrsg.: Jakob Scharf, Gietl, Regenstauf, Steinberg 1997
Einzelnachweise
- ↑ Haid In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- ↑ Matricula Online, Wackersdorf001_0115
- ↑ Matricula Online, Wackersdorf001_0119
- ↑ Matricula Online, Wackersdorf002_0159
- ↑ Matricula Online, Wackersdorf003_0177
- ↑ Matricula Online, Wackersdorf003_0269
- ↑ Matricula Online, Wackersdorf003_0073
- ↑ Jakob Scharf: Steinberg (Buch). Geschichte und Geschichten – eine Chronik. Hrsg.: Jakob Scharf, Gietl, Regenstauf, Steinberg 1997, S. 330
- ↑ Jakob Scharf: Steinberg (Buch). Geschichte und Geschichten – eine Chronik. Hrsg.: Jakob Scharf, Gietl, Regenstauf, Steinberg 1997, S. 329
- ↑ Matricula Online, Wackersdorf004_0071
Straßennamen in Steinberg am See:
Ahornstraße | Akazienweg | Am Bauhof | Am Berghaus | Am Brünnerl | Am Loiblweiher | Am Retzer Schübl | Am Schreckerbach | Am Steinberger See | Bachstraße | Bergstraße | Bergmannstraße | Birkenstraße | Blumenstraße | Buchenstraße | Eichenstraße | Erlenstraße | Fischbacher Straße | Fliederweg | Flurstraße | Föhrenstraße | Gartenstraße | Ginsterweg | Glück-Auf-Straße | Graf-von-Reisach-Straße | Heidestraße | Herbststraße | Hirmerleiten | Höhenstraße | Hochruckäcker | Holunderweg | Holzheimer Weg | Kanalstraße | Kastanienweg | Kirchengasse | Lindenstraße | Moosstraße | Mühlweg | Nittenauer Straße | Pfaffenberg | Pfarrer-Geschwendtner-Straße | Reutinger Weg | Richterstraße | Sandstraße | Schloßgasse | Schloßstraße | Seestraße | Siedlerstraße | Sportplatzstraße | Sommerstraße | Steinbruchstraße | Tannenstraße | Wacholderweg | Waldheimerstraße | Waldstraße | Weiherstraße | Weilhammerstraße | Wiesenstraße
In Oder: In der Oder
Ortsteile ohne Straßennamen: Haid | Hirmerhaus | Spitalhaus | Waldheim
Ehemalige Straßennamen:
Wüstungen: Holzheim bei Oder | Jobsthof | Oberoder | Mitteroder | Unteroder