Högling (Fensterbach)
Koordinaten: 49° 25' 14.56" N, 12° 0' 59.08" E
| Högling (Fensterbach) | |
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| PLZ/Ort: | 92269 Högling |
| Wahrscheinlich fehlt die Wikidata-Verknüpfung: Q18020988 (Högling_(Fensterbach)) | |
Högling ist ein Ortsteil in der Gemeinde Fensterbach im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz. Der Sitz der Gemeindeverwaltung befindet sich in Wolfring.
Lage
Högling liegt nordwestlich von Wolfring an der Straße SAD 53 und östlich der Autobahn A 6.

Historische Schreibweisen
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Namensdeutung
Der Ortname leitet sich vom Personennamen Hegilo ab. Es ist eine Siedlung der Leute des Hegilo.[1]
Geschichte
Högling wurde 1123 erstmalig in den Urkunden des Klosters Ensdorf als „in villa que dicitur Hegling“ erwähnt.[2] 1178 und 1185 kommt es zu mehreren Lehen- und Erbrechtsübergaben.[3]
1413 leisteten die Bewohner von Högling an Walburgis 1 Pfund Regensburger und an Michaelis 1 Pfund und 1 Achtel Habern an Abgaben.[4]
1473 werden 15 Anwesen zu Högling mit Abgaben zum Amt Nabburg genannt.[5]
1513 leistet 18 Anwesensbesitzer Abgaben zum Amt Nabburg.[6]
1596 hatte Högling 9 ganze Höfe.[7]
1606 gab es 9 ganze Höfe, 6 Güter und 1 Taferne. Sie hatten 13 Pferde, 14 Ochsen, 22 Kühe, 10 Rinder, 2 Schweine, 5 Stiere, 112 Schafe und 8 Frischlinge, davon steuerten sie 44 Gulden 57 Kreuzer.[8]
1634 werden 22 Höfe mit Abgaben genannt.[9]
1721 gab es 22 Anwesen im Ort.[10]
1762 waren 22 Höfe vorhanden.[11]
1792 werden 21 Anwesen genannt.[12]
Steuerdistrikte
1811 bestand die Obmannschaft Etsdorf aus den Orten: Etsdorf, Högling, Jeding, Ober- und Unterpennading, Ödfriedlhof, Kohlmühle, Rannahof, Hüttenhof und Höglingermühle. [13]
1811 wurden die Steuerdistrikte gebildet. Der Steuerdistrikt Högling bestand aus den Dörfern Högling und Jeding sowie den Einöden Höglingermühle, Ödfriedlhof und Hüttenhof. Sie hatten 49 Häuser und 320 Seelen. Es gehörten 20 Morgen Äcker, 100 Morgen Wiesen, 40 Morgen Holz, 5 Weiher, 30 Morgen öde Gründe und Wege dazu. Sie hatten 3 Pferde, 50 Ochsen, 48 Kühe, 60 Stück Jungvieh, 90 Schafe und 40 Schweine.[14]
Gemeindebildung
1818 wurde die Gemeinde Högling gebildet. Die Gemeinde Högling bestand aus den Ortschaften Högling mit 47 Familien, Ödfriedlhof mit 2 Familien, Jeding mit 9 Familien und Hüttenhof mit 1 Familie.[15]
1828 gab es in Högling 32 Wohngebäude mit 44 Familien und 214 Einwohnern. Hüttenhof und Weiherhaus am Fensterbach werden noch nicht genannt. Jeding hatte 12 Wohngebäude mit 17 Familien und 70 Einwohnern. Ödfiedlhof hatte 3 Wohngebäude mit 4 Familien und 20 Einwohnern. 1842 gab es in der Gemeinde 52 Familien mit 350 Seelen. Alle Bewohner waren katholisch und gehörten zur Filialkirche Högling zur Pfarrei Schmidgaden. Die Schule in Högling besuchten 18 Werktags- und 16 Sonntagsschüler.[16]
1964 hatte Högling 63 Häuser mit 335 Einwohnern, Hüttenhof 1 Haus mit 3 Bewohnern, Jeding 15 Häuser mit 76 Einwohnern, Ödfriedlhof 1 Haus mit 3 Bewohnern und Weiherhaus am Fensterbach 2 Häuser mit 11 Bewohnern.[17]
Am 1. Januar 1971 wurde die Gemeinden Dürnsricht und Wolfring zur Gemeinde Fensterbach vereinigt. Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Högling in die Gemeinde Fensterbach eingegliedert. Der Ort Wohlfest wurde nach Auflösung der Gemeinde Frotzersricht am 1. Januar 1971 in die Gemeinde Fensterbach eingegliedert. Der Ort Freihöls wurde ebenso in die neue Gemeinde eingegliedert. Der Sitz der Gemeindeverwaltung ist Wolfring.
Bevölkerungszahlen
Die Gemeinde Fensterbach hatte 2025 eine Gesamteinwohnerzahl von 2.367 Personen.
Historische Altstraßen
Durch Högling führte eine alte Fernstraße. Sie ging einst von Amberg nach Hiltersdorf über Högling, Jeding, Wolfring, Knölling Dürnsricht, Kögl nach Schwarzenfeld. 1615 wurde der Postverkehr eingerichtet der von Köln nach Prag verlief, führte auch durch Högling.
- Altstraßen im Bereich der TK 25 6538 Schmidgaden
- Altstraßen im Bereich der TK 25 6538 Schmidgaden/Historische Karten
Sehenswürdigkeiten
- Die katholische Filialkirche St. Margaretha (Högling) ist ein gotischer Bruchsteinbau (Chorturmkirche) aus dem frühen 15. Jahrhundert, mit Innenausstattung aus dem Rokoko. Es besteht aus einem flachgedeckten Langhaus mit eingezogenem Rechteckchor, Chorturm mit Pyramidendach und Gesimsgliederung, Flachbogenfester mit Putzrahmung, westliche Giebelseite mit spitzbogiger Figurennische. Die erste Kirche wurde 1136 von Bischof Otto von Bamberg eingeweiht, 1714 wurde sie vollständig erneuert und 1927 verlängert. Högling war ab 1526 eine Filialkirche der Pfarrei Ensdorf. Seit 1909 gehört sie zur Pfarrei Schmidgaden. 1922 wurde Högling zur Expositur erhoben. Baudenkmalliste: D-3-76-125-7
Gebäude/Einrichtungen/Firmen
| Hausnummer | Gebäude |
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Weblinks
- Högling In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- Högling In: Bavarikon
- Högling In: BayernAtlas
Literatur
- Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
Einzelnachweise
- ↑ Högling In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- ↑ Högling In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- ↑ Hans Zitzelsberger: Die Geschichte des Klosters Ensdorf von der Gründung bis zur Auflösung in der Reformation 1121-1525, 1954, S. 89
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 71
- ↑ StAAm, Standbuch 29, fol. 1-57
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 305
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 305
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 408
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 399
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 413
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 422
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 422
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In Högling: Am Mühlbach | Bachleite | Birgweg | Eichelstraße | Etsdorfer Weg | Etsdorfer Straße | Freihölser Weg | Hüttenhofstraße | Hansenbergstraße | Industriestraße | Jedinger Weg | Kirchgasse | Neuer Kohlmühlweg | Ödfriedlhof Weg | Pfarrweg | Ringstraße | St.-Margaret-Straße | Weiherweg | Zur Lohe
In Jeding: Lindenstraße | Ortsstraße | Trischinger Weg | Weiherhaus Weg
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