Philipp Muttone

Aus OberpfalzWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen


Johann Jacob Philipp Muttone
Geburtsdatum:6. Juli 1699
Sterbedatum:11. November 1775
Vater:Franz Christoph Muttone
Q2087076  Philipp Muttone  12069316X
Die so genannte „Muttone-Brücke“ im Garten des Klosters Waldsassen

Johann Jacob Philipp Muttone (* 6. Juli 1699 in Waldsassen; † 11. November 1775 ebenda) war ein Laienbruder der Zisterzienserabtei Waldsassen und Baumeister im Stiftland.[1]

Muttone wurde 1699 als Sohn des Francesco Antonio Muttoni aus Cima, eines italienischen Architekten und einer Bäckerstochter aus Waldsassen geboren. Er war von 1733 bis zu seinem Tod im Jahr 1775 unter anderem Baumeister und Baudirektor des Klosters Waldsassen, in dem er als „Frater Lipp“, also als Laienbruder, wirkte. Bauherren waren u. a. die Äbte Alexander Vogel und Wigand Deltsch.

Bedeutende Bauwerke des Stiftlandes, dessen architektonische Landschaft er bedeutend mitprägte, stammen aus seiner Hand. Als häufigsten Baustoff verwendete Muttone den einheimischen Granit, der in keinem seiner Bauten fehlte.

Leben

In den Jahren 1681 bis 1688 war der Bau der Stiftskirche Waldsassen so weit fortgeschritten, dass man an die Innenausstattung gehen konnte. Deshalb wurden verschiedene Stuckateure berufen, denen jeweils ein kleiner Teil des neuen Klosterbaus zur Ausgestaltung überlassen wurde. Die Fähigkeiten der ersten drei Stuckateure entsprachen nicht den Vorstellungen des Abtes, deswegen wurde 1695 zur Ausschmückung der Kirche Giovanni Battista Carlone berufen. Einer der Gehilfen des Meisters Carlone war Franz Christoph Muttone aus Cima in Italien. Er heiratete am 26. Januar 1677 die Bäckerstochter Maria Margaretha Sölch aus Waldsassen und wurde damit im Stiftland heimisch. Aus dieser Ehe ging am 6. Juli 1699 Philipp Muttone hervor. Er erlernte im väterlichen Betrieb den Beruf des Vaters, machte als Maurer Studienreisen ins Ausland, besonders nach Italien und kehrte als Baumeister zurück. 1733 legte er in Waldsassen die Ordensgelübde ab und stellte sein Können ab da an als „Frater Lipp“ in den Dienst der Zisterzienser im Kloster Waldsassen.[2]

Bauten von Muttone

Waldsassener Kasten

Literatur

Einzelnachweise

  1. Muttone, Philipp – Biographia Cisterciensis, abgerufen am 3. Mai 2026
  2. Heinrich Ascherl: Barockbaumeister Frater Muttone. In: Oberpfälzer Heimat, Band 10. 1966, S. 55-59


Diese Seite basiert ursprünglich auf der Seite Philipp Muttone aus der freien deutschsprachigen Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons „Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen“ 4.0 International (CC BY-SA 4.0). In der deutschsprachigen Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren einsehbar. Seit ihrem Import wird die Seite kontinuierlich ergänzt.