Oberaich

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Koordinaten: 49° 27' 54.32" N, 12° 15' 57.82" E

Oberaich
Oberiach (2023)
PLZ/Ort:92543 Oberaich
Ortsvorwahl:09433
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Datei:Openstreetmap logo.svg Die Daten aus dieser Infobox stammen aus OpenStreetMap. Die Daten sind unter einer offenen Lizenz frei verwendbar und wurden letztmals abgerufen am 2026-06-12T12:23:34+02:00.

Oberaich ist ein Ortsteil der Gemeinde Guteneck im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz in Bayern.

Geographie

Oberaich liegt südöstlich am Fuße des 567 Meter hohen Häuslberges an der Kreisstraße SAD 2027. In zweihundert Meter Entfernung führt die Staatsstraße 2156 vorbei. Diese kommt von Nabburg und führt über Unteraich, an Trichenricht vorbei, zur B 22 nach Teunz. Am Abzweig von der Staatsstraße zum Ort Oberaich befindet sich ein gemauerter Bildstock und ein Steinbildstock mit Kruzifix, der die Jahreszahl 1892 trägt.

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Historische Schreibweisen

  • 1417 zu obern Aich
  • 1606 Obern Aich
  • 1630 Obernaich
  • 1721 Obernaich
  • 1762 Obernaich

Namensdeutung

Der Ortsname leitet sich von einer Siedlung ab, die oben am Eichenwald gelegen ist. Im Gegensatz zu den Nachbarorten Unteraich und Mitteraich.[1]

Geschichte

Oberaich wird 1417 erstmals in den Urkunden erwähnt.[2]

1606 gab es einen Dreiviertelhof in Oberaich. Peter Khreitter besaß 4 Ochsen, 3 Kühe, 3 Rinder, 3 Schweine, 25 Schafe und steuerte 3 Gulden 24 ½ Kreuzer.[3][4]

1630 gehörte ein Hof und ein Gut zur Hofmark Guteneck. Sie besaßen 4 Ochsen, 1 Pferd, 2 Kühe, 1 Frischling, 30 Schafe, 14 Lämmer und steuerten 8 Gulden 53 ¾ Kreuzer.[5] 1634 zahlte Peter Khreutter 11 Gulden 12 Kreuzer an Abgaben.[6]

1721 gab es einen Dreiviertelhof auf dem Georg Hösl saß. Ein Halbhof und ein Viertelhof gehörten zur Hofmark Guteneck auf denen Peter Lobinger und Hans Prifling saßen.[7][8]

1762 wird Hans Peter Prey auf einem Hof genannt. Zwei Höfe gehörten zur Hofmark Guteneck, die Georg Stigler und Johannes Lobinger bewirtschafteten.[9][10]

1792 gab es 3 Höfe.

Steuerdistrikte

1808 umfasste der Steuerdistrikt Unteraich die Ortschaften Unteraich, Mitteraich, Oberaich und die Einöde Häuslmühle und der zum Gut Guteneck gehörende Waldung Taubenricht. Es gab 26 Häuser mit 171 Einwohner. Es gehörten 280 Morgen Äcker, 65 Morgen Wiesen, 70 Morgen Holz, 4 Weiher, 12 Morgen öde Gründe und Wege dazu. Sie hatten 4 Pferde, 40 Ochsen, 36 Kühe, 60 Stück Jungvieh, 80 Schafe und 30 Schweine. [11]

1811 gehörte zur Obmannschaft Unteraich die Orte Unteraich, Mitteraich, Oberaich, Pischdorf, Guteneck, Oberkatzbach, Häuslberg und Maximilianshof. [12]

Gemeindebildung

1818 wurde die Gemeinde Unteraich mit 45 Familien gebildet. Unteraich hatte 12 Familien, Mitteraich 8 Familien, Oberaich 5 Familien, Unterkatzbach 10 Familien und Luigendorf 10 Familien.[13]

1828 gehörte zur Gemeinde Unteraich die Orte Häuslberg, Luigendorf, Mitteraich, Oberaich und Unterkatzbach. Oberaich und Häuslberg hatten 6 Wohngebäuden mit 12 Familien und 60 Einwohnern.[14]

1842 waren alle Bewohner katholisch. Oberaich gehörte zur Pfarrei Weidenthal.[15]

1964 hatte Oberaich 7 Wohngebäude und 38 Einwohner.[16] Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Unteraich in die Gemeinde Guteneck eingegliedert.

Historische Straßen

Gebäude/Firma/Dienstleistung

Hausnummer
1 Lukas Hofstetter Schreinerei
5 Uplifter GmbH & Co.KG
 Baumaschinenhandel

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Oberaich In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
  2. Oberaich In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
  3. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 317
  4. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, P&P Printmanagement, Trabelsdorf, 2024
  5. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 351
  6. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
  7. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, Der neue Kopierer, Regensburg, 2021
  8. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 317, 351
  9. Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, Der neue Kopierer, Regensburg, 2023
  10. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 317
  11. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 403
  12. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 407
  13. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 415
  14. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 431
  15. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 431
  16. Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 431
Straßennamen in Guteneck