Michl Meißner

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Michl Meißner
Geburtsdatum:14. Juli 1912
Sterbedatum:7. Dezember 1995

Michl Meißner (* 14. Juli 1912; † 7. Dezember 1995) war Musiker und Musiklehrer.

Leben

Michl Meißner wurde am 14. Juli 1912 als Kind der Eheleute Michl und Maria Meißner auf dem Haidhof geboren, der damals zur Gemeinde Weiher gehörte. Zusammen mit den seinen sechs Geschwistern wuchs er auf dem Hof auf, den seine Eltern betrieben. Als Achjähriger bekam er Zitherunterricht von Hans Naber aus Hirschau. Nach und nach erlernte er weitere Instrumente wie Harmonika, Gitarre, Geige, Mandoline, Flöte, Melodika, Hackbrett und Diatonische.[1]

Am 3. Juni 1950 heiratete Meißner seine Frau Mathilde. Aus der Ehe gingen die Kinder Martha (* 1951) und Michael (* 1953) hervor. Beide unterrichtete er in Akkordeon, Flöte, Gitarre und Hackbrett.[1]

Am 7. Dezember 1995 fuhr Michl Meißner mit seinem Zitherfreund Willi Reiß zur Geburtstagsfeier des Rais Scharl. Er spielte das Lied „Schön ist die Jugend“ und die „Roatbühler Polka“. Mit dem letzten Ton erlitt er einen Herzinfarkt. Er sank auf die Zither, so dass der Eindruck entstand, er verbeuge sich. Nach der ärztlichen Versorgung vor Ort verstarb Michl Meißner im Klinikum St. Marien in Amberg.[1]

Wirken

Musiklehrer

1925 verkaufte ein Händler aus Markneukirchen in der Gegend um Schnaittenbach Instrumente und suchte parallel dazu Ausbilder. Michl Meißner bot sich die Gelegenheit, als Instrumentallehrer tätig zu werden. 1930 beschloss er, seinen Lebensunterhalt fortan als freiberuflicher Volksmusiklehrer und Musikant zu bestreiten. Beim Amberger Zithlerlehrer Jakob Steinbacher bildete er sich in Praxis und 1937 bei Studienrat Josef C. Böhm in Theorie weiter. Für die Musikstunden fuhr er zu den Schülern nach Hause oder die Schüler kamen zu ihm nach Hause.[1]

Musikant

1940 gründete er zusammen mit seinem Bruder Josef und Willi Reiß das Meißner-Trio. Aus diesem entwickelte sich 1961, nachdem Meißners Tochter Martha mit dem Hackbrett und 1968 Bruno Martin mit dem Kontrabass zu der Gruppe stießen, die Schnaittenbacher Stubenmusi. In der Schnaittenbacher Stubenmusi spielte er bis zu seinem Tod.[1]

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Werner Schulz: Ein Leben für die Volksmusik. In: POTTPOURRI, Dezember/Januar 2025/26. Hrsg.: Oberpfalz Medien GmbH, Weiden 2025, S. 5