Stadtarchiv Sulzbach-Rosenberg, Urkunde 32 (1391 März 15)
Stadtarchiv Sulzbach-Rosenberg, Urkunde 32 ist eine im Stadtarchiv Sulzbach-Rosenberg überlieferte Pergamenturkunde, welche von Friedrich Herzog von Bayern am 15. März 1391 in Landshut ausgestellt wurde.
Regest
Herzog Friedrich von Bayern verleiht dem Hans dem Hegnein und Johann dem Fronhofer, Bürgern zu Sulzbach, 10 Fänge auf dem neuen Berg bei Sulzbach gelegen, bei denen sie das Wasser ausziehen und fällen sollen. Wenn sie das Wasser in dieser Weise fällen, so soll wer Fänge in der Nähe besitzt dem das Wasser zu Nutzen kommt, den beiden zusteuern (als Entgelt verreichen), was der herzögliche Vitztum N. Ramelstainer und der herzögliche Landschreiber Konrad Polster festsetzen. Die beiden sollen Tag und Nacht arbeiten dürfen nach Notdurft.
Text

Der nachfolgende Text wurde buchstaben- und zeilengetreu transkribiert:
Wir Ffridreich von Gotes genaden phallenczgraf bey rein vnd hertzog in bay(er)n etc. Bechennen /
offenleichen an dem brief allen den, die in hornt, an sehent od(er) lesent, daz wir durch ains gemainen /
nutz willen v(er)lihen haben vnd v(er)leih(e)n auch mit chraft dez briefs Hansen dem Hegnein vnd Johan- /
nes dem Ffronhof(er), vns(er)n purg(er)n zu Sultzpach, zehen veng auf dem newen perg bey Sultzpach /
gelegen. Also daz si daz wazz(er) aus ziehen vnd vell(e)n schullen. Vnd ist, daz sie daz wazz(er) also vellent,/
wer dann veng vmb si hat, dem daz wazz(er) vell(e)n ze nutz chumpt, die sullen in dar an ze stew(er) tun, /
waz vns(er) vicztum der Ramelstain(er) vnd Chunrad d(er) Polst(er), vns(er) lantschreyb(er), sprech(e)n. Da sol ez bey /
beleib(e)n. Sy mugen auch arbaiten nach irr not durft tag vnd nacht, wenn si well(e)nt. Vnd an/
den obgeschriben vengen vnd arbait sol si niemant hind(er)n noch irren inchainerley weis. Da vo(n) /
gepieten wir allen vns(er)n amptlauten, die wir yetzo hab(e)n od(er) in chunftigen zeiten hin fur werd(e)n, /
daz ir si bey den obgen(an)ten genaden vestichleich(e)n haltet, schutzet vnd schirmet, daz ist ganczleich(e)n /
vns(er) manu(n)g, will vnd wort. Dez zw vrchund geb(e)n wir in den brief v(er)sigelt mit vns(er)m insigel d(er) /
gegeb(e)n ist zw Lantzhut nach Christ gepurt drewtzeh(e)n hund(er)t jar vnd in dem ains vnd newntz- /
kisten jar an mitwoch(e)n vor dem Palm tag.
Äußere Merkmale
Die Urkunde wurde auf Pergament abgefasst. Das Siegel von Herzog Friedrich von Bayern ist verloren gegangen. Die Urkunde weist keinen Textverlust auf und befindet sich in gutem Zustand.
Weblinks
- Artikel zu Herzog Friedrich von Bayern (1339-1393) in der Deutschen Biographie - Abgerufen am 06.01.2026.