St. Magdalena Götzendorf

Aus OberpfalzWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Koordinaten: 49° 26' 39.34" N, 11° 44' 7.40" E

St. Magdalena Götzendorf
Simultankirche St. Magdalena in Götzendorf
Adresse:Götzendorf 26
92278 Illschwang
BLfD-ID:D-3-71-131-14
Wahrscheinlich fehlt die Wikidata-Verknüpfung: Q41404839 (St._Magdalena_Götzendorf)

St. Magdalena in Götzendorf

Die Simultankirche St. Magdalena in Götzendorf gehört zu den historischen Kirchen im Gemeindegebiet Illschwang im Landkreis Amberg-Sulzbach. Die Kirche wird bis heute von katholischen und evangelischen Christen gemeinsam genutzt und ist Teil der oberpfälzischen Simultankirchenlandschaft.

Geschichte

Der geschichtliche Ursprung von Götzendorf liegt im Dunkeln. Im Jahr 1159 wird der Ort erstmals als Siedlung eines „Gezo“ erwähnt. Das Kloster Kastl nennt 1323/24 erstmals die beiden Kapellen von Götzendorf und Frankenhof in seinem Lehensbuch. Im Jahr 1582 wurden Kirche und Ortschaft Götzendorf vorübergehend calvinistisch. Ab 1687 wurde die Gemeinde endgültig der evangelischen Pfarrei Illschwang eingegliedert. Das bereits 1653 eingeführte Simultaneum blieb jedoch weiterhin bestehen. In den Jahren 1734/1735 erfolgte der barocke Neubau der Kirche auf den gotischen Grundmauern. Während der Säkularisation im Jahr 1803 sollte die Kirche abgebrochen werden. Der katholische Pfarrer Edmund Dorfner aus Illschwang konnte den Abriss verhindern. Eine umfassende Generalsanierung erfolgte 1987.

Innenraum und Ausstattung

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche im spätbarocken Stil ausgestattet. Der Seitenaltar mit dem Patrozinium des heiligen Wendelin und einem Maria-Hilf-Bild entstand um 1750. Der Hochaltar stammt aus dem Jahr 1768. Der Ausbau des Chorraums erfolgte 1789. Besonders bemerkenswert ist die historisch wertvolle Orgel mit sechs Registern. Sie gilt als das am besten erhaltene Instrument des Regensburger Orgelbaumeisters Johann Heinzen.

Kirchhof

Wie viele historische Kirchen der Region besitzt auch St. Magdalena einen Kirchhof. Auf dem um die Kirche gelegenen Friedhof sind bis heute Bestattungen möglich.

Literatur

Franz Wehrl: Simultankirche St. Vitus. Eichstätt 2003. Förderverein Simultankirchen in der Oberpfalz e. V. (Hrsg.): St. Magdalena. 2015.

Weblinks