Oberpfälzer Kulturbund
| Oberpfälzer Kulturbund | |
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| benannt nach: | |
| Homepage: | www.oberpfaelzerkulturbund.de |
| 1. Vorsitzender: | Gerhard Schiechel |
Der Oberpfälzer Kulturbund, kurz OKB, ist ein Dachverband kultureller Vereine und Verbände in der Oberpfalz. Ihm gehören neben kulturellen Vereinigungen auch zahlreiche Landkreise, Städte, Märkte und Gemeinden sowie Einzelpersonen und Förderer an. Der Sitz des Vereins befindet sich in Regensburg.
Der Oberpfälzer Kulturbund führt die Tradition der Oberpfälzischen Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Nordgau und des Oberpfälzer Heimatbundes fort, die sich 1969 zum heutigen Verband zusammenschlossen. Zu den zentralen Aufgaben des Vereins gehören die Pflege und Weiterentwicklung des kulturellen Erbes der Oberpfalz, die Durchführung des Kulturfestes der Oberpfälzer – Bayerischer Nordgautag, die Vergabe der Nordgaupreise sowie Konzerte, Ausstellungen, Symposien und weitere Kulturveranstaltungen.
Thematisch befasst sich der Oberpfälzer Kulturbund unter anderem mit Geschichte und Denkmalpflege, Baukultur und Landschaftspflege, bildender Kunst, Musik und Tanz, Literatur, Sprache und Theater sowie Tracht und Brauchtum.
Geschichte
Vorgeschichte
Die Geschichte des Oberpfälzer Kulturbundes steht in der Tradition der regionalen Heimat- und Kulturbewegung der Oberpfalz und des historischen Begriffs „Nordgau“. Der historische Nordgau bezeichnete ursprünglich eine mittelalterliche Landschaft, deren Grenzen nicht mit denen der späteren Oberpfalz übereinstimmten. Insbesondere das Egerland gehörte seit dem 14. Jahrhundert nicht mehr zum bayerischen Territorium. Die spätere Verbindung von Oberpfalz und Egerland unter dem Begriff „Nordgau“ entstand daher wesentlich im Rahmen der modernen Heimatbewegung.
Eine wichtige Rolle bei der Wiederentdeckung des Begriffs spielte der Historiker Michael Doeberl, dessen 1894 erschienene Habilitationsschrift die Markgrafschaft und Markgrafen auf dem bayerischen Nordgau behandelte. Für die oberpfälzische Heimatbewegung wurde außerdem Johann Baptist Laßleben bedeutend. Seine 1907 gegründete Zeitschrift Die Oberpfalz widmete sich Geschichte, Volkskunde und Heimatpflege und griff den Nordgaugedanken auf. Nach dem Ersten Weltkrieg gewann die Vorstellung einer kulturellen und „stammlichen“ Zusammengehörigkeit von Oberpfalz und Egerland zusätzliche Bedeutung. Hintergrund waren insbesondere die politischen Veränderungen nach 1918 und die Zugehörigkeit des Egerlandes zur neu gegründeten Tschechoslowakei.
Nordgauische Woche 1927
Eine unmittelbare Vorläuferveranstaltung der späteren Nordgautage war die Nordgauische Woche in Eger im Jahr 1927. Sie wurde vom Verein „Unser Egerland“ veranstaltet und fand vom 31. Juli bis 5. August 1927 statt. Im Mittelpunkt standen Geschichte, Kultur und die als gemeinsam verstandene regionale Identität von Egerländern und Oberpfälzern. Die Veranstaltung steht zugleich im politischen und nationalen Spannungsfeld des damaligen deutsch-tschechoslowakischen Grenzraums. Die Vorstellung einer oberpfälzisch-egerländischen Kulturgemeinschaft war daher nicht ausschließlich kulturgeschichtlich, sondern auch von den politischen Konflikten der Zwischenkriegszeit geprägt.
Oberpfälzische Woche 1928
1928 folgte in Nürnberg die Oberpfälzische Woche. Sie stand im Zusammenhang mit dem Albrecht-Dürer-Jahr und dem 40-jährigen Bestehen des Nürnberger Oberpfälzer Stammvereins. An ihrer Organisation war der aus Regensburg stammende Arzt und Schriftsteller Heinz Schauwecker beteiligt. Die Nordgauische Woche von 1927 und die Oberpfälzische Woche von 1928 waren zunächst eigenständige Veranstaltungen. Erst später wurden sie in die Traditionsgeschichte der Nordgautage einbezogen. Die regelmäßige Reihe der Nordgautage begann nach heutiger Verbandstradition erst 1930.
Gründung der Nordgau-Arbeitsgemeinschaft
1930 wurde auf Initiative Heinz Schauweckers die „oberpfälzisch-egerländische Arbeitsgemeinschaft heimatpflegender Vereine auf dem Nordgau“ gegründet. Im Juli 1930 fand in Cham ein großer Heimattag statt. Dieser wird in der späteren Zählung des Oberpfälzer Kulturbundes als erster Nordgautag geführt. Die folgenden Nordgautage fanden jährlich statt:
- 1930: Cham
- 1931: Weiden in der Oberpfalz
- 1932: Eger
- 1933: Regensburg
- 1934: Amberg
- 1935: Sulzbach-Rosenberg
Die Veranstaltungen verbanden Geschichte, Heimatpflege, Musik, Literatur, Tracht, Brauchtum und weitere Formen regionaler Kultur.
Heinz Schauwecker und die frühe Nordgaubewegung
Eine zentrale Persönlichkeit der frühen Nordgaubewegung war Heinz Schauwecker (1894–1977). Der in Regensburg geborene Arzt und Schriftsteller wirkte zunächst in Nürnberg und später in Berching. Er war an der Oberpfälzischen Woche 1928 beteiligt und spielte eine maßgebliche Rolle bei der Gründung der Nordgau-Arbeitsgemeinschaft 1930.
Schauweckers politische und weltanschauliche Vorstellungen der Zwischenkriegszeit waren vom deutschnationalen und völkischen Denken seiner Zeit geprägt. Er setzte sich unter anderem für eine Revision der nach dem Ersten Weltkrieg entstandenen politischen Ordnung und für die deutsche Bevölkerung in den böhmischen Ländern ein.
Diese Aspekte seiner Biografie sind für die historische Einordnung der frühen Nordgaubewegung von Bedeutung. Die Bewegung entstand zwar vor der nationalsozialistischen Machtübernahme, bewegte sich jedoch bereits in den 1920er und frühen 1930er Jahren in einem politischen Umfeld, in dem Begriffe wie „Volkstum“, „Stammesgemeinschaft“ und „Grenzland“ zunehmend politisiert wurden.
Gleichschaltung 1935
Der sechste Nordgautag fand 1935 in Sulzbach-Rosenberg statt. Im selben Jahr verlor die Nordgau-Arbeitsgemeinschaft ihre organisatorische Eigenständigkeit. Die bisherige Vorstandschaft musste zurücktreten; der Vorsitz wurde von einem NSDAP-Kreisleiter übernommen.
Damit wurde die Nordgaubewegung in den Prozess der nationalsozialistischen Gleichschaltung einbezogen. Die bisher selbstständig organisierte Reihe der Nordgautage kam anschließend zum Erliegen.
Die Geschichte der Nordgaubewegung ist daher sowohl von ihrer Entstehung in der Heimatbewegung der Weimarer Republik als auch von ihrer Einbindung in die nationalsozialistische Herrschaftsgeschichte geprägt.
Wiederbelebung nach dem Zweiten Weltkrieg
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand in Bayern erneut eine starke Heimat- und Kulturbewegung. Flucht und Vertreibung, die Integration der Heimatvertriebenen sowie die politischen Veränderungen im Grenzraum führten zu einer verstärkten Beschäftigung mit regionaler Identität und kultureller Überlieferung. Bereits ab 1948 gab es Bemühungen um eine Wiederbelebung der Nordgauidee.
Der aus dem Egerland stammende Friedrich Arnold veranstaltete am 1. März 1948 in Amberg einen Abend über „Oberpfalz und Egerland im Laufe der Geschichte“. Auch Heinz Schauwecker und die Regensburger Schriftstellergruppe setzten sich für einen organisatorischen Neubeginn ein.
Der erste Nordgautag der Nachkriegszeit fand jedoch erst 1951 in Regensburg statt. Er wurde als „Tag des Egerlandes“ durchgeführt und stand unter dem Leitwort: „Oberpfalz und Egerland Hand in Hand“. 1951 wurde außerdem die Oberpfälzische Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Nordgau gegründet. Sie arbeitete bei der Durchführung der Nordgautage eng mit den Eghalanda Gmoin und weiteren Organisationen zusammen.
Die Nordgautage 1951–1968
Nach dem Neubeginn in Regensburg wurde die Veranstaltung regelmäßig fortgeführt: Jahr Veranstaltungsort 1951 Regensburg 1952 Amberg 1953 Weiden i. d. Opf. 1954 Neumarkt i. d. Opf. 1956 Furth im Wald 1958 Schwandorf 1960 Weiden i. d. Opf. 1962 Tirschenreuth 1964 Amberg 1966 Cham 1968 Sulzbach-Rosenberg Bis 1954 fanden die Nordgautage jährlich statt; anschließend wurde ein zweijähriger Turnus eingeführt. Die Nachkriegs-Nordgautage waren zugleich Treffpunkte von Oberpfälzern und den aus dem Egerland vertriebenen Deutschen. Die kulturelle Verbindung zwischen Oberpfalz und Egerland blieb ein wesentliches Element der Veranstaltungen. Seit 1956 stand der Nordgautag unter dem Patronat des Bayerischen Ministerpräsidenten.
Heimatpflege und Grenzlandpolitik
Die Nachkriegsgeschichte der Nordgaubewegung stand im Zusammenhang mit der bayerischen Grenzland- und Heimatpolitik. Die Oberpfalz war Grenzraum zur Tschechoslowakei. In den 1950er und 1960er Jahren wurden neben wirtschaftlichen und infrastrukturellen Maßnahmen auch kulturelle und heimatpflegerische Aktivitäten unterstützt.
Die Pflege regionaler Kultur hatte dabei mehrere Funktionen: Sie diente der Bewahrung kultureller Traditionen, der Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen und der Stärkung regionaler Identität.
Im Kontext des Kalten Krieges wurde Heimatpflege teilweise außerdem als Bestandteil der westdeutschen Grenzlandpolitik verstanden. Die Nordgautage waren damit Kulturveranstaltungen, standen jedoch zugleich in einem größeren politischen und gesellschaftlichen Umfeld.
Wandel in den 1960er Jahren
In den 1960er Jahren veränderten sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Heimatpflege. Traditionelle Vorstellungen von Heimat und Volkstum wurden zunehmend durch moderne Konzepte von Kulturarbeit ergänzt. Die zunehmende gesellschaftliche Modernisierung, die Veränderungen des ländlichen Raums und neue kulturelle Ausdrucksformen stellten die Heimatverbände vor die Frage, wie traditionelle Kultur mit einer sich wandelnden Gesellschaft verbunden werden konnte. Die Entwicklung lässt sich besonders an den späteren Nordgautagen erkennen. Ab den 1970er Jahren wurden zunehmend einzelne kulturelle Themen in den Mittelpunkt gestellt. So widmete sich der Nordgautag 1972 in Weiden der „Musikkultur der Oberpfalz in Geschichte und Gegenwart“. Auch moderne Formen der Jugendkultur wurden in das Programm einbezogen.
Gründung des Oberpfälzer Kulturbundes 1969
Das genaue Datum der Gründung ist in den derzeit zugänglichen Quellen nicht eindeutig belegt; spätere Darstellungen des Oberpfälzer Kulturbundes nennen den 20. Dezember 1969. Es schlossen sich in Regensburg die Oberpfälzische Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Nordgau und der Oberpfälzer Heimatbund zum „Oberpfälzer Kulturbund – Bezirksgemeinschaft für Heimatarbeit e. V.“ zusammen. Damit entstand die heutige Organisation des Oberpfälzer Kulturbundes. Die Neugründung bedeutete zugleich eine Erweiterung des bisherigen Ansatzes: Neben der traditionellen Heimatpflege sollte zunehmend die gesamte Kulturarbeit der Oberpfalz berücksichtigt werden.
Erster Präsident des neuen Vereins wurde Dr. Ludwig Gillitzer, der das Amt von 1969 bis 1978 ausübte.
Der Oberpfälzer Kulturbund seit 1969
Der Oberpfälzer Kulturbund führte die Nordgautage weiter und entwickelte sie zu einer breit angelegten Kulturveranstaltung. Bereits der 18. Nordgautag 1970 in Schwandorf stand unter der Trägerschaft des neuen Kulturbundes. Ab 1972 wurden die Nordgautage zunehmend unter thematischen Schwerpunkten veranstaltet. Beispiele sind:
- 1972 Weiden: „Musikkultur der Oberpfalz in Geschichte und Gegenwart“
- 1974 Amberg: „Sprachkultur der Oberpfalz in Geschichte und Gegenwart“
- 1976 Nabburg: „Volkskultur der Oberpfalz in Geschichte und Gegenwart“
- 1978 Waldmünchen: „50 Jahre Nordgautag“
- 1980 Waldsassen: „Stiftland – Land, Leute, Kultur“
Damit entwickelte sich der Nordgautag von einem traditionellen Heimatfest zunehmend zu einem regionalen Kulturfestival. Kulturfest der Oberpfälzer – Bayerischer Nordgautag Der heutige Bayerische Nordgautag, seit 2018 unter der Bezeichnung „Kulturfest der Oberpfälzer – Bayerischer Nordgautag“, ist die zentrale Großveranstaltung des Oberpfälzer Kulturbundes.
Die Veranstaltung findet grundsätzlich im zweijährigen Turnus in einer wechselnden Oberpfälzer Kommune statt. Das Programm umfasst unter anderem Musik, Literatur, Kunst, Geschichte, Heimatpflege, Tracht und Brauchtum, Ausstellungen, Vorträge, Führungen, Theater und weitere kulturelle Veranstaltungen.
Die Veranstaltungsorte erhalten dabei die Möglichkeit, ihre eigene Geschichte und Kulturlandschaft darzustellen. Die zugehörigen Festschriften dokumentieren häufig ausführlich die regionale Kulturgeschichte des jeweiligen Veranstaltungsortes.
Nordgautage
| Nr. | Jahr | Ort |
| – | 1927 | Eger – Nordgauische Woche |
| – | 1928 | Nürnberg – Oberpfälzische Woche |
| 1 | 1930 | Cham |
| 2 | 1931 | Weiden i. d. Opf. |
| 3 | 1932 | Eger |
| 4 | 1933 | Regensburg |
| 5 | 1934 | Amberg |
| 6 | 1935 | Sulzbach-Rosenberg |
| – | 1936–1950 | keine regelmäßige Veranstaltung |
| 7 | 1951 | Regensburg |
| 8 | 1952 | Amberg |
| 9 | 1953 | Weiden i. d. Opf. |
| 10 | 1954 | Neumarkt i. d. Opf. |
| 11 | 1956 | Furth im Wald |
| 12 | 1958 | Schwandorf |
| 13 | 1960 | Weiden i. d. Opf. |
| 14 | 1962 | Tirschenreuth |
| 15 | 1964 | Amberg |
| 16 | 1966 | Cham |
| 17 | 1968 | Sulzbach-Rosenberg |
| 18 | 1970 | Schwandorf |
| 19 | 1972 | Weiden i. d. Opf. |
| 20 | 1974 | Amberg |
| 21 | 1976 | Nabburg |
| 22 | 1978 | Waldmünchen |
| 23 | 1980 | Waldsassen |
| 24 | 1982 | Neumarkt i. d. Opf. |
| … | … | … |
| 45 | 2026 | Roding |
Die Veranstaltungen von 1927 und 1928 werden dabei als Vorläufer betrachtet und nicht in die fortlaufende Nummerierung der Nordgautage einbezogen. Der 45. Bayerische Nordgautag fand vom 16. bis 19. Juli 2026 in Roding statt. Unter dem Motto „Stadt – Land – Regen“ umfasste das Programm rund 90 Veranstaltungen an 25 Veranstaltungsorten. Zum Abschluss fand ein Festumzug mit rund 1.800 Mitwirkenden statt.
Nordgaupreise
Der Nordgaupreis gehört zu den wichtigsten Auszeichnungen des Oberpfälzer Kulturbundes. Von 1952 bis 1980 wurden Nordgaupreis und Nordgauehrenplaketten auf Initiative der Stadt Amberg verliehen. Seit 1982 wird der Nordgaupreis vom Oberpfälzer Kulturbund vergeben. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, die sich um Kultur und Heimatpflege in der Oberpfalz oder im Gebiet des historischen Nordgaus besonders verdient gemacht haben. In Ausnahmefällen können auch Gruppen oder Organisationen ausgezeichnet werden.
Die ersten Auszeichnungen wurden 1952 unter anderem an Heinz Schauwecker, Michael Komma, Karl Winkler, Friedrich Arnold und weitere Persönlichkeiten vergeben. In den folgenden Jahrzehnten wurden Preisträger aus unterschiedlichen Bereichen der Kultur ausgezeichnet, darunter bildende Kunst, Dichtung, Musik, Heimatpflege und besondere Förderung der regionalen Kultur.
Nach der Satzung des Oberpfälzer Kulturbundes wird der Nordgaupreis vorzugsweise im Rahmen der Nordgautage und in der Regel bis zu dreimal vergeben.
Oberpfälzer Kulturtage
Als weiteres großes Veranstaltungsformat veranstaltet der Oberpfälzer Kulturbund gemeinsam mit einer Oberpfälzer Kommune die Oberpfälzer Kulturtage.
Die Veranstaltung findet im zweijährigen Turnus statt und wechselt mit dem Kulturfest der Oberpfälzer – Bayerischer Nordgautag ab.
Die Oberpfälzer Kulturtage stellen Tradition und Brauchtum, Kunst und Literatur, Baugeschichte, Kulinarisches sowie „Land und Leute“ der Oberpfalz vor.
Die 6. Oberpfälzer Kulturtage fanden vom 23. bis 25. Juni 2023 in Bad Kötzting statt.
Die 7. Oberpfälzer Kulturtage wurden vom 30. Mai bis 1. Juni 2025 in Hirschau veranstaltet. Das Programm umfasste mehr als 40 Veranstaltungen und reichte von Musik und Kunst über Geschichte und Ausstellungen bis zu Mitmachangeboten.
Die 8. Oberpfälzer Kulturtage sind für den 4. bis 6. Juni 2027 in Kemnath vorgesehen.
Schwarzenfelder Sänger- und Musikantentreffen
Der Oberpfälzer Kulturbund veranstaltet gemeinsam mit dem Markt Schwarzenfeld das Schwarzenfelder Sänger- und Musikantentreffen. Das Treffen findet traditionell am dritten Samstag im November statt und widmet sich insbesondere der traditionellen Volksmusik. Das 50. Schwarzenfelder Sänger- und Musikantentreffen ist für den 21. November 2026 in Schwarzenfeld vorgesehen. Das Treffen gehört damit zu den regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltungsformaten des Oberpfälzer Kulturbundes außerhalb des Nordgautags.
Weitere Tätigkeiten
Neben den großen Kulturfesten führt der Oberpfälzer Kulturbund Konzerte, Ausstellungen, Vorträge und Symposien durch. Zu den thematischen Arbeitsfeldern gehören:
- Geschichte und Denkmalpflege
- Baukultur und Landschaftspflege
- Bildende Kunst
- Musik und Tanz
- Literatur, Sprache und Theater
- Tracht und Brauchtum
Ein Beispiel für die wissenschaftlich ausgerichtete Kulturarbeit ist das Regensburger Herbstsymposion für Kunst, Geschichte und Denkmalpflege, das gemeinsam mit weiteren Institutionen veranstaltet wird.
Datenbank und Digitalisierung
Der Oberpfälzer Kulturbund verfügt über eine umfangreiche Datenbank zur Geschichte, Kultur und den kulturell tätigen Persönlichkeiten der Oberpfalz. Die Digitalisierung der Bestände befindet sich im Aufbau. Die Datenbank wird fortlaufend erweitert und ergänzt.
Langfristig sollen die vorhandenen Daten und Informationen auch für das OberpfalzWiki nutzbar gemacht und schrittweise in dessen Wissensbestand überführt werden. Ziel ist eine bessere öffentliche Zugänglichkeit und dauerhafte Sicherung der regionalgeschichtlichen Informationen.
Präsidenten
Die bisherigen Präsidenten des Oberpfälzer Kulturbunds waren:[1]
- 1969 – 1978 Dr. Ludwig Gillitzer
- 1978 – 1984 Dr. Max Zaha
- 1984 – 1996 Rupert Preißl
- 1996 – 1999 Josef Hammer
- 1999 – 2006 Alfons Metzger
- 2006 – 2016 Dr. Wilhelm Weidinger
- 2016 - 2025 Volker Liedtke
- seit 2025 Gerhard Schiechel
Literatur und Quellen
- Ulla-Britta Vollhardt: Staatliche Heimatpolitik und Heimatdiskurse in Bayern 1945–1970. München 2009.
- Die Oberpfalz, Jahrgänge seit 1907.
- Friedrich Arnold (Hrsg.): Der bayerische Nordgau. Festgabe zum 60. Geburtstag des Schirmherrn der Nordgaubewegung, Regierungspräsidenten Dr. Josef Ulrich und des Dichterarztes Dr. Heinz Schauwecker, Gründers der Nordgaubewegung. 1954.
- Oberpfalz und Egerland für alle Zeiten: Hand in Hand! 9. Nordgautag Weiden 4. bis 8. Juni 1953. Sonderausgabe der Oberpfälzer Nachrichten.
- Ernst R. Hauschka / Rupert D. Preißl / Adolf J. Eichenseer (Hrsg.): 22. Bayerischer Nordgautag vom 31. Mai bis 4. Juni 1978 in Waldmünchen. 50 Jahre Nordgautag 1928–1978. Waldmünchen 1978.
- Festschriften der Bayerischen Nordgautage.
- Veröffentlichungen des Oberpfälzer Kulturbundes.
- Oberpfälzer Kulturbund e. V.: Geschichte und Informationen zum Kulturfest der Oberpfälzer – Bayerischer Nordgautag.
- Oberpfälzer Kulturbund e. V.: Nordgaupreise.
- Oberpfälzer Kulturbund e. V.: Oberpfälzer Kulturtage.
- Oberpfälzer Kulturbund e. V.: Schwarzenfelder Sänger- und Musikantentreffen.
Weblinks
- Oberpfälzer Kulturbund
- OberpfalzWiki
- Kulturfest der Oberpfälzer – Bayerischer Nordgautag
- Nordgaupreise
- Oberpfälzer Kulturtage
- Schwarzenfelder Sänger- und Musikantentreffen
Gegründet wurde der Oberpfälzer Kulturbund 1969 durch den Zusammenschluss der Oberpfälzischen Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Nordgau und des Oberpfälzer Heimatbundes am 20. Dezember 1969 in Regensburg als Oberpfälzer Kulturbund Bezirksgemeinschaft für Heimatarbeit e.V. Neben der Organisation von Kulturveranstaltungen wie Konzerten und Ausstellungen führt der Verein regelmäßig die Nordgautage durch. Die Bezeichnung Nordgautag wurde 2018 durch das Kulturfest der Oberpfälzer ergänzt. Seit 1982 wird im Rahmen dieser Veranstaltung der Nordgaupreis des Oberpfälzer Kulturbundes verliehen.
Am 1. September 2026 übernahm der Oberpfälzer Kulturbund die Trägerschaft des OberpfalzWikis von den Oberpfälzer Volksmusikfreunden.
Einzelnachweise
- ↑ https://oberpfaelzerkulturbund.de/verein/ueber-uns-2/ - Abgerufen am 27.01.2026.
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