Kloster der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau (Hirschau)

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Das Kloster der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau war ein Kloster in Hirschau. Es befand sich in der Klostergasse 13.

Geschichte

Das Kloster geht zurück auf die Initiative von Johann Baptist Kotz, der von 1845 bis 1872 Stadtpfarrer von Hirschau war. 1850 kaufte er ein Anwesen in der heutigen Klostergasse. Um das Projekt zu finanzieren, warb Kotz um Spenden. Selbst König Ludwig gab 500 Gulden. Nach dem Umbau schenkte der Pfarrer der Stadt das Gebäude. Der Orden der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau nahm am 31. Mai 1854 mit vier Schwestern die Arbeit auf. Bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten wuchs das Kloster baulich und personell, ab 1938 schränkten die Machthaber das Wirken des Ordens schrittweise ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente die Klosterschule zunächst als Hilfskrankenhaus, ehe der Schulbetrieb im Herbst 1945 wieder aufgenommen werden konnte. Nachdem die Schwestern im Jahr 2007 Hirschau verließen, wurde das Klostergebäude umgebaut. Heute befindet sich das Haus Conrad, eine Einrichtung für „Betreutes Wohnen“ in dem Gebäude.[1][2]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Werner Schulz: Auf den Spuren von Stadtpfarrer Johann Baptist Kotz. In: POTTPOURRI, Oktober/November 2025. Hrsg.: Oberpfalz Medien GmbH, Weiden 2025, S. 18-19
  2. Hirschau, da sind wir daheim. Bürgerinformationsbroschüre. Hrsg.: mediaprint infoverlag gmbh, 2024, S. 40-41 (online verfügbar auf https://www.total-lokal.de/city/hirschau/data/92242_50_01_24/)