Hohe Marter

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Koordinaten: 49° 32' 0.41" N, 11° 55' 42.60" E

Hohe Marter
Hohe Marter an der Staatsstraße 2238 von Hirschau nach Amberg
BLfD-ID:D-3-71-127-32
Q41405985   Hohe_Marter_(Hirschau)

Die Hohe Marter ist ein Bildstock an der Staatsstraße 2238 von Hirschau nach Amberg. Der Volksmund hat den Bildstock „Hohe Marter“ genannt, da an dieser Stelle kein Unglück passierte. Die Bildsäule ist im Besitz der Familie Weich.

Standort

Die Hohe Marter steht an der Staatsstraße 2238 von Hirschau Richtung Amberg etwa einen Kilometer nach dem Ortsende von Hirschau auf der rechten Seite. Beim Bau der Straße 1960 wurde der Bildstock versetzt und in der heutigen Größe wieder errichtet.[1]

Beschreibung

Die Hohe Marter ist 4,3 m hoch und hat eine Grundfläche von etwa 90 x 80 cm. Charakteristisch ist die achteckige Säule, die sich über einer quadratischen Platte viereckig erweitert. In der Vorderseite der viereckigen Säule befindet sich eine Bildnische, die die Heilige Maria mit einem Jesusknaben über dem Rathaus der Stadt Hirschau zeigt. Das Bild ließ Pfarrer Hans Hammer auf Blech malen. Früher befand sich in der Nische das Bild er Heiligen Anna. Auf dem Satteldach, das mit Ziegeln gedeckt ist, befindet sich ein eisernes Doppelkreuz. Die Bildsäule wurde 1680 erstmals renoviert, bis dahin war sie mit Ochsenblut gestrichen.[1]

Sage

Während des Dreißigjährigen Krieges soll hier ein Urahn des früheren Eigentümers, Andreas Fink, einen unbehauenen Mühlstein mit einem Pferdegespann transportiert haben, als er merkte, dass ihn Feinde verfolgten. Voller Angst schrie er: „Heilige Maria Hilf“. Der Hilferuf wurde erhört, er schaffte es, angetrieben von seiner Angst den Stein vom Wagen zu werfen und mit dem leeren Wagen zu fliehen. So gaben die Feinde die Verfolgung auf. Fink überstand die Flucht unbeschadet. Sein Stiefvater drängte ihn, einen Bildstock zu errichten.[1]

Dass der in der Sage vorkommende Mühlstein tatsächlich in der Nähe des Bildstocks liegt, ist kaum bekannt. Wegen Hinweisen älterer Bewohner grub man und stieß man im Erdreich auf den Mühlstein. Dieser kann heute noch bewundert werden.[1]

Nachlass Johann Riedl

Im Nachlass von Johann Riedl befinden sich zwei Bilder von der Hohen Marter.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Alfred Härtl: Orte der Besinnung. Hirschau 2000, ISBN 3-9800725-6-8, S. 54-55